Wissensfrage
In welchem Land werden die Menschen am ältesten?
In den westeuropäischen Ländern nimmt die Lebenserwartung ständig zu. Die Industrialisierung, neue und bessere medizinische Versorgung, steigende Hygiene und gesündere Ernährung haben in den vergangenen hundert Jahren dazu geführt, dass die Menschen im Schnitt doppelt so alt werden wie noch ein Jahrhundert zuvor. Die durchschnittliche Lebenserwartung in der Europäischen Union betrug laut Eurostat für Jungen, die im Jahr 2005 geboren wurden, 75,8 Jahre und für Mädchen 81,9 Jahre. Führend unter den EU-Staaten war 2005 Spanien, wo neugeborene Mädchen eine Lebenserwartung von 83,9 Jahren hatten, dicht gefolgt von Frankreich mit 83,8 Jahren.
Im internationalen Vergleich steht Spanien allerdings nicht an der Spitze. Das Land mit einer der höchsten Lebenserwartungen ist Japan. Im Jahr 2006 geborene Jungen werden dort im Durchschnitt 79 Jahre alt, Mädchen sogar älter als 85,8 Jahre. Ähnlich hohe Werte weisen Zwergstaaten wie Macau, Andorra und San Marino auf.
Die japanische Insel Okinawa wird aufgrund ihrer besonders langlebigen Bevölkerung "Insel der Hundertjährigen" genannt. Den Gründen für die hohe Lebenserwartung in Japan sind die Forscher noch auf der Spur. Ins Spiel gebracht werden unter anderem das Klima, der Lebensstil, geistige und körperliche Betätigung sowie Schlafgewohnheiten. Ziemlich sicher spielt aber die gesunde Ernährung eine große Rolle: Die japanische Küche gilt allgemein als fettarm und ausgewogen. Viel Gemüse, wenig Fett und Salz - diese Kombination ist sicher allen zu empfehlen, die lange fit bleiben wollen.
Annette Holtmeyer/Britta Schwanenberg, Stand vom 18.02.2008





