Diäten im Vergleich
Die Blutgruppen-Diät
Diese Modediät setzt die Ernährung eines Menschen mit seiner Blutgruppe in Beziehung. Die Blutgruppe 0 gilt hierbei als die älteste, da sie aus der "Zeit der Jäger" stammen soll. Es wird geraten, dass Menschen mit dieser Blutgruppe vor allem Fleisch essen sollten. Die Blutgruppe A sei dagegen die Blutgruppe der "Landwirte" und verlange vor allem pflanzliche Nahrung.
Den Theorien zu dieser Diät fehlt es an wissenschaftlichen Grundlagen. Außerdem werden die Aspekte Bewegungs- und Ernährungsgewohnheiten dabei nicht berücksichtigt.
Die Ananas-Diät
Einseitiger geht es kaum: Bei dieser Diät wird ausschließlich Ananas und Ananassaft verzehrt. Dabei kommt es anfangs zwar zu einem schnellen Gewichtsverlust, aber der Körper verliert vor allem Wasser. Die einseitige Ernährung birgt die Gefahr des Eiweiß-, Vitamin-, Ballaststoff- und Mineralstoffmangels.
Die "Brigitte"-Diät
Die so genannte "Brigitte"-Diät basiert auf einer kalorienreduzierten Mischkost mit ausgewogenen Nährstoffverhältnissen bei 1000 Kilokalorien. Sie enthält etwa 50 Prozent Kohlehydrate. Es gibt pro Tag drei Haupt- und zwei Zwischenmahlzeiten.
Diese Diät erfordert Zeit und Geduld die Mahlzeiten genau nach Anleitung zuzubereiten. Die Nährstoffzusammenstellung berücksichtigt nicht die Verschiedenartigkeit hinsichtlich eines individuellen Kalorien- und Nähstoffbedarfs, wie zum Beispiel Alter, Körpergröße oder Bewegung.
"Friss die Hälfte"
"Friss die Hälfte" fordert eine altbekannte Methode. Für eine Zeit lang wird nur die Hälfte von dem verzehrt, was vorher gegessen wurde. Das kann funktionieren, wenn die Nahrung aus einer vielseitig zusammengestellten und vollwertigen Kost besteht sowie keine ausgeprägte Fettleibigkeit vorliegt. Besser ist es jedoch, wenn man die Nahrungsaufnahme nur schrittweise reduziert, so dass sich der Magen an die kleineren Portionen langsam gewöhnen kann.
Die Hollywood-Diät
Sie wurde in den 20er Jahren des 20. Jahrhunderts von amerikanischen Ärzten entwickelt und enthält ausschließlich "feine" und teure Lebensmittel. Berühmt wurde sie durch eine Reihe weiblicher Hollywood-Stars, die sie anwendeten um sich zu den Dreharbeiten in die Wespentaillen-Mieder zwängen zu können. Bei dieser Diät darf man nur 700 Kilokalorien am Tag zu sich nehmen, verteilt auf Eier, Steaks, Lammkoteletts, vereinzelte Salatblätter, Orangen, Toast und Krabben.
Diese Diät ist nicht nur ungesund, sondern auch ausgesprochen teuer. Zwar verliert man sehr schnell an Gewicht, doch das Risiko an Mangelerscheinungen ist sehr hoch.
Als Diät zu langweilig
Die Kartoffeldiät
Auch sie gehört zu den einseitigen Diäten, da nur Kartoffeln gegessen werden. Die Knollen sind zwar gesund und stecken voller B-Vitamine, Vitamin C, 19 verschiedenen Aminosäuren und neun lebenswichtigen Mineralien. Doch die ausschließliche Ernährung mit Kartoffeln langweilt schnell und der Diätwillige lernt nichts über die richtige, vielseitige Ernährung.
Die Suppen-Diät
Sie wird auch die "magic soup"-Diät genannt. Am Tag dürfen nur 850 Kilokalorien zu sich genommen werden und zwar mit zwei kalten Brotmahlzeiten und einer Suppe bestehend aus chinesischen Mu-Err-Pilzen, Staudensellerie, Wirsing, Möhren, Knoblauch, Ingwer, Tabasco, Cayennepfeffer, Gemüsebrühe und etwas Öl.
Allerdings: Fettarme Gemüsesuppen machen zwar warm, sättigen und erleichtern das Abnehmen. Doch sie sollten nicht ausschließlich zu sich genommen werden, sondern Teil einer ausgewogenen Ernährung sein.
Die Trennkost-Diät
Diese Diät wurde schon in den 30er Jahren von dem US-amerikanischen Arzt Dr. Howard Hay entwickelt. Nach seinen "chemischen Verdauungsgesetzen" sollen Kohlehydrate und Eiweiß getrennt gegessen werden. Aufgenommen werden etwa 800 bis 1200 Kilokalorien pro Tag. Morgens Brot mit Margarine und Marmelade, mittags Kohlehydrate (etwa Kartoffeln), abends Eiweiß in Form von Käse, Fisch oder Fleisch.
Gewichtreduktion wird dabei durch die niedrige Kalorienmenge erbracht. Die "chemischen Verdauungsgesetze" sind wissenschaftlich umstritten. Bei zu starker Einschränkung der Eiweißquellen können Nährstoffmängel auftreten.
Gönke Harms, Stand vom 17.11.2006







