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Frischhalten

Unsere Lebensmittel sollen gut schmecken und das möglichst lange. Deshalb beschäftigen sich die Menschen schon seit Urzeiten damit, wie sie Nahrungsmittel am besten konservieren und damit vor Bakterien und Schimmelpilzen schützen können. Auch heute noch - im Zeitalter von Kühlschrank und Gefriertruhe - sucht die Lebensmittelindustrie nach immer neuen Methoden, um ihre Erzeugnisse länger haltbar zu machen.

Konservieren (01'43'')

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Salzen, räuchern, trocknen

Vor allem Fleisch und Fisch galt es lange Zeit vor dem Verderben zu bewahren. Schon früh kam man dahinter, dass Trocknen, Räuchern oder starkes Einsalzen die Haltbarkeit enorm verlängern können, da auf diese Weise Bakterien und Pilze an der Vermehrung gehindert werden. Darüber hinaus bekamen die Lebensmittel durch diese Konservierungsmethoden einen eigenen Geschmack, auf den wir - wie etwa bei Schinken oder Räucheraal - bis heute nicht verzichten wollen. Auch andere Lebensmittel lassen sich trocknen, zum Beispiel Obst. So wird etwa aus einer Weintraube eine Rosine. Allerdings gehen dabei wertvolle Vitamine verloren. Ein Umstand, der vor allem für Seefahrer dramatische Konsequenzen hatte: Auch wenn die Seeleute mit genügend haltbaren Lebensmitteln ausgestattet waren, starben doch viele von ihnen an der Mangelerkrankung Skorbut.

Lachsforellen hängen in einer Räucherei. (Rechte: WDR)

Geräucherte Leckereien sind länger haltbar

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Erst im 18. Jahrhundert fand man heraus, wie die "Pest der Seefahrt" verhindert werden kann. Frisches Obst und Gemüse enthalten genügend Vitamin C um die Seefahrer vor dem Ausbruch der Krankheit zu schützen. Frischkost war allerdings auf hoher See nur schwer zu beschaffen. Als relativ haltbar und dennoch vitaminreich erwies sich Sauerkraut, das die Seeleute daraufhin als Proviant mitnahmen.

Auf und in einem Küchenschrank stehen Einmachgläser mit Obst und Marmelade. (Rechte: WDR)

Im Einmachglas bleiben viele Vitamine erhalten

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Konserven & Co

Im 18. und 19. Jahrhundert wurden die Konservierungstechniken verbessert, die wichtigste Entwicklung war schließlich die Erfindung der Konservendose. Die Dose aus Weißblech schützte kostbare Lebensmittel wie Obst, Gemüse, Fleisch und Brot vor Pilzen und Bakterien.

Wenige Jahrzehnte später kam das Weckglas auf den Markt. Mit einem Gummiring im Deckel konnte das Glas luftdicht verschlossen werden. Auf diese Weise bot es Schutz vor dem zu schnellen Verderben, und es konnte – anders als die Konservendose – auch im Haushalt zur Frischhaltung eingesetzt werden.

Zu dieser Zeit begann sich auch das Tiefkühlen als ein ausgezeichnetes Mittel zur Konservierung durchzusetzen, allerdings noch nicht für private Küchen. Bevor die Kühltruhe auch dort standardmäßig verwendet wurde, schafften sich die meisten Haushalte in den 50er Jahren des 20. Jahrhunderts zunächst einen Kühlschrank an. Von nun an konnten leicht verderbliche und frische Lebensmittel viel besser aufbewahrt werden.

Ein geöffneter Kühlschrank, gefüllt mit Lebensmitteln. (Rechte: Mauritius)

Noch nicht der Weisheit letzter Schluss

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Konservieren mit Zukunft

Bis heute sucht die Lebensmittelindustrie nach immer neuen Verfahren zur Konservierung, bei denen möglichst viele Inhaltsstoffe erhalten bleiben. Heute werden Benzoe- und Sorbinsäure, Schwefel und Nitrate eingesetzt, um Keimen den Garaus zu machen.

Wenig Anklang finden bei Verbrauchern die Versuche, Lebensmittel mit gentechnologischen Verfahren oder durch Bestrahlung zu konservieren. Eine relativ neue Methode in Sachen Frischhaltung ist die Hochdruckkonservierung. Lebensmittel werden einem extremen Druck ausgesetzt, der Schimmelpilze zerstört und die meisten Nährstoffe und Vitamine erhält.

Dieses Verfahren ist zukunftsträchtig, denn viele Verbraucher achten heute beim Kauf von Lebensmitteln vor allem auf das Gütesiegel: ohne Konservierungsstoffe. In anderen Ländern, wie zum Beispiel Japan, wird die Hochdruckkonservierung bereits erfolgreich eingesetzt. In Deutschland befindet sie sich noch in der Testphase.

Malte Linde, Stand vom 29.11.2012
Sendung: Vom Pökelfleisch zur Tiefkühlkost: Konservieren, 04.12.2012

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