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Goldparmäne

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Die Goldparmäne gehört zu den ältesten und anspruchvollsten Apfelsorten Europas. Ihr Synonym "Reine des Reinettes" (Königin der Prinzessinnen) gibt Aufschluss über die hohe Anerkennung, die der Apfel jahrhundertelang genoss. Es wird vermutet, dass die Sorte aus England stammt und dort schon seit dem 12. und 13. Jahrhundert bekannt war. Dort wurden Äpfel mit dem Namen Pearmain erwähnt, obwohl es heute nicht mehr genau nachvollziehbar ist, ob es sich tatsächlich um die heutige Goldparmäne handelt, oder ob eine andere verwandte Sorte diese Bezeichnung trug.

Um 1510 taucht die Sorte in der Normandie auf und wird dort auch angebaut. Über England gelangt sie im 19. Jahrhundert nach Deutschland. Der Apfel ist eine kleine, süß-säuerlich schmeckende Sorte, mit einem knackigen und saftigen Fruchtfleisch, das zuweilen einen nussigen Geschmack hat. Der Apfel wird im September geerntet und entfaltet bis November seine völlige Genussreife. Dann entwickelt die Frucht auch einen goldgelben Grundton die Deckfarbe bewegt sich zwischen goldrot und trübrot. Bis Januar ist die Sorte lagerfähig, sie kann aber aufgrund ihrer Neigung zur Fleischbräune nicht im Kühlhaus aufbewahrt werden.

Der Baum der Goldparmäne trägt überreich und muss kräftig geschnitten und durchgepflückt werden, damit die Früchte nicht zu klein bleiben. Auch gedeiht die Sorte in wärmeren Regionen besser, da die Blüte frostempfindlich ist. Der Baum neigt zur Vergreisung und verlangt daher eine regelmäßige Erneuerung des Fruchtholzes.

Aus dem Erwerbsanbau ist die Goldparmäne fast völlig verschwunden. Gründe dafür sind ihre Anfälligkeit für Krankheiten, besonders für den Obstbaumkrebs. Außerdem stellt der Baum hohe Ansprüche an den Boden, das Klima und hat einen hohen Pflegebedarf, was die Sorte arbeitsintensiv macht. Trotz allem ist die Goldparmäne auch heute noch ein äußerst wohlschmeckender Tafelapfel.

Sabine Kaufmann, Stand vom 01.06.2009

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