Literatur & Co.
Bücher
Äpfel fürs Volk, Potsdamer Pomologische Geschichten
Die kleine Kulturgeschichte des Apfels konzentriert sich auf das Obstanbaugebiet Brandenburg. Es hat eine lange Zeit gedauert, bis sich der Obstanbau in der Mark durchsetze. König Friedrich II. war auch hier Motor und wie immer seinen Zeitgenossen weit voraus. In Sanssouci hat er, wie in dem Büchlein nachzulesen ist, auf seiner Schlossterrasse 180 Obstbäumchen in Form von Pyramiden aufstellen lassen.
Beste Birnen bei Hofe, Potsdamer Pomologische Geschichten
Das zweite Werk der Autorin ist eine Kulturgeschichte der Birne. Darin beschreibt sie, dass die Menschen des 16. Jahrhunderts die Birne mehr schätzten als den Apfel. Unter anderem seien Birnen zwar nicht so saftig wie Äpfel, aber dafür im Geschmack angenehmer und auch als Koch- und Backobst besser zu gebrauchen, so die damalige Auffassung.
Rosenapfel und Goldparmäne. 365 Apfelsorten – Botanik, Geschichte und Verwendung
365 Apfelsorten werden in dem Buch vorgestellt, für jeden Tag im Jahr gibt es also einen anderen Apfel. Die Auflistung der Schweizer Autorinnen und Autoren reicht von der Adamsparmäne bis zum Zuccalmaglio. Neben einer detaillierten Beschreibung und Abbildung der einzelnen Sorten enthält das Buch auch eine sehr umfangreiche Geschichte über die Ursprünge des Apfels, seine kulturelle Bedeutung, sowie seine Verbreitung und Verwendung. Interessant auch, dass die Autoren das Alter und die genaue Herkunft jeder Sorte zurückverfolgen. Ein sehr informatives und empfehlenswertes Buch.
Farbatlas Alte Obstsorten
Das Autorenteam stellt 275 alte Apfel-, Birnen-, Zwetschgen- und Kirschsorten vor. Schwerpunkt bildet entsprechend seiner Bedeutung und Verbreitung der Apfel, gefolgt von der Birne. Neben einer farbigen Abbildung der Obstsorte sind die Frucht, die Verwendung, der Baum und die Herkunft der Früchte detailliert beschrieben. Außerdem enthält der handliche und empfehlenswerte Atlas eine Einführung in die Sortenbestimmung und wirft auch einen Blick auf die Geschichte des Obstanbaus.
Meine Wildpflanzenküche – 100 Rezepte für Feinschmecker
Neben nahrhaften und vitaminreichen Pflanzen bietet die Wildnis auch jede Menge köstlicher Aromen. Grund genug für Spitzenkoch Jean-Marie Dumaine, sich auf die Wildkräuterküche zu spezialisieren, und das schon seit über 15 Jahren. Sein Know-how und sein unermüdlicher Erfindergeist bringen kuriose, spannende und ungemein schmackhafte Gerichte hervor. In seinem Buch präsentiert Jean Marie Dumaine eine Auswahl seiner Gourmetrezepte. Und das Auge, das ja bekanntlich mit isst, kommt ebenfalls auf seine Kosten. Der Fotodesigner Andreas Thumm hat viele der Gerichte gekonnt in Szene gesetzt.
Enzyklopädie der essbaren Wildpflanzen - 1500 Pflanzen Mitteleuropas
Für den Wildpflanzen-Fan gibt es mit dieser Enzyklopädie ein attraktives Nachschlagewerk. Über 1500 Pflanzenarten Mitteleuropas, die jemals in unserer Ernährung oder zu Heilzwecken Verwendung fanden, werden darin vorgestellt. Da viele Pflanzen oft unterschiedliche deutsche Bezeichnungen haben, sind sie hier nach den botanischen lateinischen Namen alphabetisch geordnet. Vorkommen, Blütezeit, in der Küche verwendete Pflanzenteile, die besten Sammelzeiten sowie Gefahren und Wirkungen toxischer Bestandteile werden beschrieben. 400 Farbfotos ergänzen das spannende Nachschlagewerk.
Wildkräuter, Beeren und Pilze – erkennen, sammeln und genießen
Der Titel sagt eigentlich schon alles! Hinzuzufügen wäre, dass dieses kleine Bestimmungs- und Kochbuch gut in den Rucksack passt und jede Wanderung, ob im Frühling, Sommer oder Herbst, zu einer kleinen kulinarisch-botanischen Entdeckungstour werden lässt. Die vorgestellten Pflanzen sind nach der Hauptjahreszeit ihrer Ernte geordnet, gut und übersichtlich beschrieben und werden von Küchen-Tipps und Rezepten ergänzt.
Wildfrüchte und Wildkräuter – erkennen, sammeln, zubereiten
Guter Ratgeber für Einsteiger mit Rezeptteil. In der kurzen aber prägnanten Einführung werden wichtige botanische Merkmale vorgestellt. Die Pflanzenporträts sind nach den jeweiligen Landschaften geordnet, in denen die beschriebenen Bäume, Sträucher oder Kräuter vorzugsweise wachsen. Farbige Markierungen und Symbole machen die Orientierung innerhalb der einzelnen Kapitel einfach. Besonders übersichtlich und hilfreich ist der Jahres-Sammelkalender im letzten Kapitel.
Giftpflanzen und Gifttiere – Merkmale, Giftwirkung, Therapie
Bei Wildpflanzen gilt immer die Devise: Nur das sammeln, was man absolut kennt! Denn manches Genießbare sieht dem Giftigen zum Verwechseln ähnlich. Dieser Ratgeber stellt eben solche Pflanzen vor. Mit zahlreichen Abbildungen und genauer Beschreibung zu Eigenschaften, Gift und Vergiftungserscheinungen. Dazu werden auch Erste-Hilfe-Maßnahmen für den „Fall der Fälle“ beschrieben. Wer also noch kein ausgefuchster Wildpflanzenexperte ist, dem sei neben den Bestimmungsschlüsseln auch dieses Buch empfohlen.
Sabine Kaufmann, Susanne Decker, Stand vom 05.02.2007




