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Wie das Salz auf die Erde kam

In riesigen Mengen lagert Salz in den Bergen überall auf der Erde. Vor mehr als 3000 Jahren schon haben die Kelten es aus dieser Quelle gewonnen. Dass das Salz bis zu einige Kilometer unter der Erdoberfläche liegt, ist das Ergebnis eines Milliarden Jahre langen Prozesses - den wir heute auch noch beobachten können.

Salzkristalle von Nahem aufgenommen. (Rechte: Mauritius)

Kostbares Salz - filigrane Kristalle aus den Tiefen der Berge

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Wie im Märchen - unerschöpfliche Vorräte

Eigentlich gibt es auf unserem Planeten keinen wichtigen Rohstoff, der unbegrenzt zur Verfügung steht. Unser Hauptenergielieferant Kohle wird eines Tages komplett verfeuert sein. Öl, der Treibstoff für unsere Autos, ist jetzt schon knapp. Selbst unser Lebenselixier Wasser steht nicht mehr in ausreichenden Mengen zur Verfügung - zumindest, wenn wir über sauberes Trinkwasser reden.

Ein ausgetrockneter Salzsee. (Rechte: Mauritius)

Die Erde könnte meterdick mit Salz überzogen werden

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Doch einen lebenswichtigen Rohstoff gibt es, der auch in Zukunft immer ausreichend vorhanden sein wird. Salz - das weiße Gold. Alle Experten sind sich einig, dass die Salzvorkommen der Erde niemals erschöpft sein werden. Sie schätzen, dass in allen Salzstöcken zusammen 100 Billionen Tonnen des Gewürzes lagern. Pro Jahr werden davon ziemlich genau 240 Millionen Tonnen abgebaut. Es gibt also allein unter Tage genug Salz für mehr als 400.000 Jahre. Dazu kommt noch das Salz in den Weltmeeren. Dort ist noch einmal das Vierhundertfache dieser Menge gelöst. Allein die Menge in den Meeren könnte das gesamte Festland mit einer 150 Meter dicken Salzschicht bedecken.

Ein Vulkan speit Lava. (Rechte: Mauritius)

Am Anfang war die Erde alles andere als ein einladender Planet

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Vom Meer in die Berge

Alles, wirklich alles Salz kommt aus dem Meer. Das teure Himalaja-Salz ebenso wie das gewöhnliche Streusalz, das in den Alpen oder in den Salzstöcken Niedersachsens abgebaut wird. Doch wie kann es sein, dass der gleiche Rohstoff in den Meeren verteilt ist und an anderer Stelle mehrere Hundert Meter unter der Erde lagert?

Es beginnt vor 4,5 Milliarden Jahren: Damals ist unser Planet noch ein ganz junges Ding. In seinem Innern und auf seiner noch flüssigen Oberfläche geht es heiß her. Nur ganz langsam kühlt die äußerste Schicht ab. Es bildet sich eine dünne Kruste. Unzählige Vulkane speien unaufhörlich Lava aus. Mit der heißen Schmelze werden auch schon die chemischen Elemente an die Oberfläche befördert, aus denen sich später das Salz bildet. Irgendwann kühlt die Atmosphäre ab, Wasserdampf kondensiert, es fängt an zu regnen. Sauwetter - nicht nur für Monate, wahrscheinlich für viele Millionen Jahre.

Salztürmchen im Meer. (Rechte: AKG/Erich Lessing)

Im Laufe von vielen Millionen Jahren trocknet das Meer aus

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Der Regen löst die Salze aus den noch jungen Gesteinen. Über Flüsse und Bäche werden sie in das Urmeer transportiert. Nach und nach sammelt sich so immer mehr Salz in den Weltmeeren. Und dann passiert das, was wir auch heute noch im Toten Meer beobachten können. Ein Teil des Urmeeres wird von einer Landzunge abgetrennt. Ohne Zufluss aus den anderen Meeren und auch ohne frisches Wasser aus Flüssen und Bächen. Über Jahrtausende hinweg verdunstet das Wasser aus dem entstandenen Binnenmeer. An seinem Grund setzen sich im Laufe der Zeit verschiedene Salze ab. Erst Kalk, dann Gips und schließlich das Natriumchlorid, aus dem unser Salz besteht. In jedem Jahr wächst diese Schicht um mehrere Zentimeter.

Irgendwann hat die unerbittliche Sonne auch den letzten Tropfen Wasser aus diesem Meer verdunstet. Die Salzschicht kann nun mehrere hundert Meter dick sein. Nun hat der Wind für einige Millionen Jahre freies Spiel. Er bedeckt die Salzschicht mit Sand und Ton. Insgesamt liegt irgendwann eine mehrere Kilometer mächtige Schicht auf dem Salz. Unter dem immensen Druck formt sich dann die so typische Form der Salzstöcke.

All diese Prozesse stehen der Region um das Tote Meer noch bevor. Wir müssen nur ein wenig Geduld beweisen, um sie dort in aller Ruhe zu beobachten. Nur ein bisschen Geduld. Höchstens ein paar hundert Millionen Jahre.

Silvio Wenzel, Stand vom 27.01.2012

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