Tipps rund um den Spargel
Im Quietschtest beweist sich die Frische
Spargel ist frisch genossen am allerbesten!
Der wahre Spargelkenner holt seinen Spargel am liebsten direkt beim Erzeuger. Frisch vom Hof, am besten kurz vorher geerntet und noch am selben Abend verzehrt ist Spargel der wahre Hochgenuss. Die Einteilung in verschiedene Qualitäten ist dabei eher ästhetischer Natur: Krumme, kurze oder abgebrochene Spargel schmecken nicht schlechter als die teuren, sind aber oft schwieriger zu verarbeiten.
Man sollte auf kurze Wege achten!
In unseren Breiten wird Spargel nur von Mitte März bis zum 24.Juni (Johannistag) geerntet. Wer außerhalb dieser Zeit auf das edle Gemüse nicht verzichten will, muss auf ausländischen Spargel zurückgreifen. Dort gibt es zwar ebenfalls hervorragende Spargelerzeuger, aber oft verliert der Spargel seine Frische und damit viel von seinem Geschmack auf dem Weg zu uns. Falls es doch einmal Spargel außerhalb der Saison sein sollte, gibt es verschiedene Möglichkeiten, seine Qualität und vor allem seine Frische zu testen.
Der erste Augenschein:
Ein sichtbares Zeichen für frischen Spargel sind eine glänzende Schale, geschlossene Köpfe und eine saftige Konsistenz. Im Zweifel sollte man das Papier am Ende, indem die Bündel oft stecken, beiseite schieben. Ist der Spargel unten eingetrocknet, grau oder gar schimmlig, Finger weg, denn dann ist er alt und wird nicht mehr schmecken.
Der „Quietschtest“:
Frischer Spargel quietscht, wenn man zwei Stangen aneinander reibt. Nur dann hat er noch genügend Feuchtigkeit in seinem Innern. Übrigens, die oben stehenden Tipps sind natürlich ebenfalls auf heimischen Spargel anwendbar, denn auch hier kommt leider immer mal wieder schlechte Ware auf den Markt.
Pro Person ein Pfund!
Das ist die Einkaufsmenge, mit der man in etwa rechnen sollte. Nach dem Kauf kommt der anstrengende Teil der Spargelzubereitung: das Schälen.
Spargel ist teuer. Deshalb sollte er sparsam geschält werden. Eine Stange zwischen Daumen und Zeigefinger legen, so dass das Stangenende auf dem Handballen liegt. Mit einem Gemüseschälmesser oder einem Spargelmesser ca. 3-4 Zentimeter unterhalb des Kopfes beginnen und das Messer vorsichtig durch die äußere Schicht des Spargels ziehen. Im unteren Bereich kann man ruhig etwas mehr abziehen. Den Spargel eine Sechsteldrehung drehen und von Neuem beginnen. Wenn die Stange rundherum abgeschält ist, kann man prüfen, ob noch holzige Teile am Spargel sind. Solche Stellen fühlen sich hart und kantig an. Zum Schluss unten noch etwa 2-3 Zentimeter der Stange abschneiden. Aus den Schalen und den unteren Stückchen kann man einen kräftigen Sud kochen, der dann wiederum als Grundlage für die Spargelzubereitung oder eine Spargelsuppe dienen kann.
Übrigens: Weißen Spargel muss man unbedingt schälen, sonst schmeckt er holzig und bitter. Grüner Spargel dagegen muss nur im unteren Drittel geschält werden.
Das Kochen:
Man sollte darauf achten, dass möglichst Spargel gleicher Dicke und Länge zusammen gekocht wird. Sonst sind die Garzeiten zu unterschiedlich. Und so wird’s gemacht: Wasser oder den aus den Spargelschalen gewonnen Sud in einem ausreichend großen Topf zum Kochen bringen. Etwas Zucker und Salz dazugeben, ein Stückchen Butter noch und ein wenig Milch. Manche Köche aromatisieren das Wasser zusätzlich mit Zitrone oder Liebstöcklkraut. Wenn das Wasser kocht, den Spargel vorsichtig hineinlegen oder -stellen. Den Spargel nicht zu lange kochen. 8 bis 15 Minuten reichen zumeist, je nach Dicke der Stangen. Grüner Spargel braucht wesentlicher kürzer. Am besten isst man eine Stange zur Probe, um festzustellen ob der Spargel gar ist.
Spargel richtig aufbewahren!
Zwar gilt das oben gesagte: Am besten schmeckt ganz frischer Spargel. Aber nicht immer kann man frisch gekauften auch gleich verzehren, oder der Preis ist an bestimmten Tagen so gut, dass man auf Vorrat kaufen will. Dann muss man den Spargel fachgerecht aufbewahren. Dazu sollte er direkt nach dem Einkauf für ca. 15 Minuten in eiskaltes Wasser (max. 3° Celsius) gelegt werden. Dann den Spargel herausnehmen und mit Küchenkrepp trocken tupfen. Anschließend den Spargel in ein feuchtes Handtuch wickeln und danach in eine Frischhaltefolie wickeln. Im Gemüsefach des Kühlschranks sollte der Spargel nun mehrere Tage lagerfähig sein.
Ob Spargel eingefroren werden sollte oder nicht, darüber gehen die Meinungen weit auseinander. Am besten, man probiert es für sich aus. Dazu schält man den Spargel ganz normal und blanchiert ihn kurz in kochendem Wasser (max. 3 Minuten). Abtropfen und abkühlen lassen, dann portionsweise verpacken und einfrieren!
Rolf Stephan, Stand vom 01.06.2009






