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Wissensfrage: Brat- und Weißwurst

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Wie kommt die Bratwurst zu ihrem Namen?

Um die Bratwurst kursieren viele Geschichten: über ihre Erfindung, ihre Zutaten, über berühmte Bratwurstliebhaber und, und, und ... Aber woher die Bratwurst ihren Namen hat, das bleibt oft unerwähnt – weil es für die meisten eindeutig ist: Die Bratwurst wird gebraten – daher der Name.

Mehrere Bratwürste liegen auf dem Grill. (Rechte: WDR)

Die Bratwurst heißt nicht deshalb Bratwurst, weil sie gebraten wird

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Weit gefehlt! Die Bezeichnung Bratwurst rührt von der Masse her, aus der sie hergestellt wird: Brät. Brät bedeutet "schieres Fleisch" oder "Weichteile". Das Fleisch wird je nach Wurstsorte in den Fleischwolf oder in den Kutter gegeben. Aus dem Wolf kommt es grob zerstückelt heraus. Der Kutter, eine Maschine mit einer sich drehenden Schüssel im Innern, in der mehrere Messer rotieren, bearbeitet das Fleisch zu einer feinen, klebrigen Masse, die man Brät nennt. Für die Wurstproduktion kommen noch Salz, Gewürze, je nach Herstellung auch Blut, Schwarten oder Innereien, und Eis hinzu. Eis sorgt für die wichtige Abkühlung, da durch die rotierende Maschine Hitze entsteht.

Zwei Weißwürste liegen auf einem typisch bayrischen blau-weißen Teller, daneben süßer Senf und ein Brezel. (Rechte: Mauritius)

Die Weißwurst, eine bayrische Spezialität, hat so ihre Eigenarten

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Warum darf man die Weißwurst nicht nach zwölf Uhr mittags essen?

Die Weißwurst hat so ihre Eigenarten: Der Darm wird beispielsweise nicht mitgegessen, sondern man zieht den Inhalt, zum Beispiel mit den Zähnen, heraus. Für die Bayern ganz normal; anderswo schmunzelt man über die Rituale rund um die farblose Wurst, die mit süßem Senf, Brezeln und Weißbier serviert wird. Und noch eine Eigenart gibt es: Man darf die Weißwurst angeblich nicht nach zwölf Uhr mittags essen. Diese Tradition hängt mit den Hausschlachtungen zusammen, die früher gemacht wurden, als es noch keine Kühltechnik gab. Früh morgens wurden die Tiere geschlachtet. Der Darm, in den die Wurst kommt, war nur für einige Stunden haltbar, deswegen sagte man, dass die Weißwurst nicht nach zwölf Uhr mittags gegessen werden dürfe. Diese Tradition haben sich viele Münchner bewahrt – obwohl es heute natürlich Kühltechnik gibt und die Wurst damit länger frisch bleibt.

Kathrin Schamoni, Stand vom 15.05.2012

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