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Zucker aus dem All

Nasa-Wissenschaftler haben im Jahr 2001 tatsächlich in zwei Meteoritenproben zuckerähnliche Substanzen gefunden. Sie sehen zwar nicht wie Pralinen aus, doch für Meteoritenforschung sind die kosmischen Steine "Zuckerchen". Mit den nach ihren jeweiligen Fundorten Murchison- und Murray-Meteoriten genannten Steinbrocken erhält die Theorie, dass das Leben auf der Erde aus dem All kam, neue Nahrung. Die Wissenschaftler sehen den Fund als Beweis dafür an, dass auf der jungen Erde bereits zuckerähnliche Substanzen vorhanden waren und als Bausteine für erste Lebensformen zur Verfügung standen. Das Weltall scheint also auch Platz zu haben für die süßen Dinge des Lebens.

Eine weiße Labormaus sitzt auf einem Unterarm. (Rechte: dpa)

Labormaus: Im Zuckerrausch?

Vergrößern

Die süßen Ratten

Es gibt Nahrungsmittel mit einem erheblichen "Suchtpotenzial". Das weiß jeder, der die Tüte Gummibärchen nicht eher aus der Hand nimmt, bis der letzte Bär zerkaut ist. Anfang 2009 wollen US-Forscher mit Tierversuchen nachgewiesen haben, dass Zucker tatsächlich abhängig macht. So reagierten Ratten mit Zähneklappern, als sie nicht ihr übliches Zuckerwasser bekamen. Ursache für diese Erscheinung ist die Wirkung von Zucker auf das Gehirn, erklärt der Leiter des Versuchs, der Psychologe Professor Hoebel. Der süße Stoff fördere dort die Produktion natürlicher Opiate. "Das Gehirn wird von seinen eigenen Opiaten genauso abhängig wie von Morphium oder Heroin", so der Forscher. "Drogen haben zwar eine stärkere Wirkung, aber der Prozess ist im Grunde derselbe." Wie exakt sich die Ergebnisse auf den Menschen übertragen lassen, ist den Forschern zufolge noch ungewiss. Um von einer wirklichen Zuckersucht zu sprechen, fehlen ihnen streng genommen noch Hinweise auf ein weiteres Kriterium: die Rückfallgefahr.

Mehr als 300.000 Zuckerwürfel

Man kann alles sammeln - so auch Zucker. Von den süßen Seiten des Lebens Begeisterte haben sich zu einem Zuckersammler-Klub zusammengetan. Für sie ist das Zuckerklümpchen das Beste, was man aus einer Rübe machen kann. Besonders eifrig hat Marianne Dumjahn gesammelt. Mit ihren mehr als 300.000 Zuckerwürfeln und Zuckertüten wurde sie mehrfach als Weltrekordhalterin im Zuckersammeln ins Guiness-Buch der Rekorde aufgenommen. Und die Zahl ihrer Sammelstücke wächst stetig weiter.

Melanie Jost, Stand vom 28.07.2011

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