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Rat & Tat: Erziehungstipps

Die Zeit zwischen dem 12. und dem 18. Lebensjahr ist anstrengend – für alle Beteiligten. Fast täglich gibt es Konflikte zwischen Eltern und ihren jugendlichen Kindern, egal, ob es um Mode, Partys, Schule oder Herzensdinge geht. Patentrezepte für die Erziehung Pubertierender gibt es keine, dafür aber grundsätzliche Verhaltenstipps.

Zwei Mädchen tanzen in der Disko, eine von ihnen trägt Punkkleidung. (Rechte: dpa)

Party und Freunde - für viele Teenies das Wichtigste

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Gute Kommunikation

Viele Probleme entstehen, weil die Jugendlichen das Gefühl haben, dass ihnen niemand richtig zuhört oder weil sich Geschwister in unterschiedlichem Tempo entwickeln. Pädagogen raten Eltern dazu, Kinder nach ihren Meinungen zu fragen und ihre Ansichten bei der Entscheidung wichtiger Familienangelegenheiten zu berücksichtigen. Eltern sollten auf die unterschiedlichen Bedürfnisse und Charaktere ihrer Kinder eingehen. Dazu gehört auch, sich mal auf ungewöhnliche Sichtweisen einzulassen. Sinnvoll sind auch regelmäßige Zeiten, die Erwachsene mit ihrem Nachwuchs verbringen.

Grenzen setzen

Damit Pubertierende wissen, was ihre Eltern von ihnen erwarten, brauchen sie klare Grenzen und Regeln. Die sollten gemeinsam beschlossen werden und für alle in der Familie gelten. Dazu kann zum Beispiel die Erledigung bestimmter Aufgaben gehören.

Nicht mehr Verbote als nötig

Je mehr Verbote die Eltern aussprechen, desto größer wird der Widerstand der Jugendlichen. Die Teenager bekommen außerdem das Gefühl, nicht erwachsen werden zu dürfen. Eltern sollten erkennen, dass sie ihre Kinder nicht mit Gewalt von ihren Verhaltensmustern abbringen können. Pädagogen raten dazu, Verbote und Regelungen nach dem Entwicklungsstand und nicht nach dem Alter des Kindes festzulegen.

Ein Mädchen steht mit verschränkten Armen da. Dahinter steht seine Mutter, die redet und gestikuliert. (Rechte: Mauritius)

In der Pubertät können die Fetzen fliegen

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Eltern sind keine Kumpel

Ein weit verbreitetes Verhalten ist das kumpelhafte Auftreten vieler Eltern. Fachleute raten dringend davon ab. Jugendliche wollen ihre Eltern nicht als Freunde und finden es eher peinlich, wenn Mama und Papa auf "berufsjugendlich" machen. Daraus ergibt sich auch, dass Erwachsene ihren Nachwuchs nur im Notfall in Diskos und an anderen Treffpunkten aufsuchen sollten.

Toleranz zeigen

Pubertierende Teenager sagen oft nicht das, was sie wirklich meinen. Darum sollten Eltern nicht jedes böse Wort auf die Goldwaage legen und bei all den abweisenden Gesten sich selbst nicht abwenden. Psychologen beobachten immer häufiger, dass sich Jugendliche nicht über zu viel Bevormundung beklagen, sondern über zu wenig Interesse der Eltern. Manche sehnen sich geradezu nach regelmäßigen gemeinsamen Mahlzeiten oder anderen Gelegenheiten, sich auszusprechen.

Privatsphäre akzeptieren

Jugendliche haben häufig das Verlangen nach mehr Privatsphäre, sie verbringen mehr Zeit mit ihren Freunden als mit ihrer Familie. Sie hören Musik, die nicht unbedingt dem Geschmack der älteren Generation entspricht und fangen an, ihre eigene Meinung entschiedener zu vertreten. Erwachsene sollten das "Eigenleben" ihrer Sprösslinge respektieren und sie begleiten, statt sich zu sehr einzumischen.

Von Pro Familia bis Caritas – Beratungsangebote für Eltern und Kinder

Für Jugendliche und Erwachsene gibt es zahlreiche Beratungsangebote. Sehr umfassend informieren die "klassischen" Familien- und Erziehungsberatungsstellen. Die Psychologen, Sozialarbeiter, Pädagogen und Ärzte sollen unter anderem dabei helfen, mögliche Fehlentwicklungen bei Jugendlichen zu vermeiden. Sie bieten außerdem Hilfe bei Konflikten in der Familie und vertreten ihre Klienten gegenüber Behörden und Verbänden. Die Beratungsstellen haben Büros in allen größeren Orten und sind auch im Internet vetreten.

Christiane Tovar, Stand vom 11.08.2010

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