• Zum Inhalt springen
  • Zur Hauptnavigation springen
  • Zur Themennavigation springen
  • Zum Suchfeld springen
Logo von Planet Wissen

Planet Wissen
Humor im Wirtschaftswunder

  • Hilfe
  • Kontakt
  • WDR
  • SWR
  • BR Alpha

Themennavigation

  • Natur Technik
  • Politik Geschichte
  • Kultur Medien
  • Länder Leute
  • Sport Freizeit
  • Alltag Gesundheit

Suche

Hauptnavigation

  • Startseite
  • Sendungskalender
  • Wissen interaktiv
  • Podcast
  • Kontakt
  • Newsletter
  • Hilfe
  • Impressum

Navigationspfad

Sie befinden sich hier:

  • Planet Wissen
  • Alltag & Gesundheit
  • Humor
  • Humor im Wirtschaftswunder

Humor im Wirtschaftswunder

Die erfolgreichste Ära des deutschen Kabaretts sind die der 50er und 60er Jahre. Eigentlich gab es in Deutschland nichts zu lachen in den Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg. Die Menschen hatten alles verloren. Ein zerstörtes Land musste wieder aufgebaut werden. Und doch war es die Zeit, in der viele deutsche Komiker wie Heinz Erhardt oder Kabarettisten wie Wolfgang Neuss ihre größten Erfolge feierten und zu Stars wurden.

Unsere Videos können Sie mit dem Macromedia Flash-Player ab der Version 8.0 ansehen. Den neuesten Flash-Player können Sie beim Hersteller Adobe unter folgender Adresse kostenlos downloaden:
http://www.macromedia.com/go/getflashplayer_de

Heinz Erhardt (2'33")
Zur Video-Großansicht

Mehr zum Artikel

Humor im Wirtschaftswunder
Video
Heinz Erhardt
Notizen und Briefe
Humor à la Erhardt
Wissensfrage
Literatur & Co

Die Blütezeit des deutschen Kabaretts

Künstler wie Heinz Erhardt, Wolfgang Neuss oder Theo Lingen brachten das Volk nach dem Zweiten Weltkrieg wieder zum Schmunzeln. Die Vorstellungen des Düsseldorfer "Kom(m)ödchens", das 1947 gegründet wurde, oder der "Stachelschweine" in Berlin (Gründung 1949) waren meistens ausverkauft und ihre Popularität steigerte sich weiter mit dem Einzug des Fernsehens in die deutschen Haushalte ab 1952. Die "Münchner Lach- und Schießgesellschaft" eröffnete im Herbst 1956 und war damit das dritte überregional bekannte Kabarett. In der ersten Hälfte der 60er Jahre waren die Ensembles derart populär, dass der Gaststättenverband seine Mitglieder vor einem drohenden Umsatzeinbruch warnte, wenn die berüchtigten Fernsehauftritte der "Schießgesellschaft" oder der "Stachelschweine" anstanden.

Das Szenenfoto in Schwarzweiß zeigt Ursula Herking als Heiratsvermittlerin und Wolfgang Neuss als schüchternen Liebhaber während einer Aufführung im Kabarett 'Nürnberger Trichter' in Berlin am 18. März 1952. Im Hintergrund sind an einer Wand Karikaturen von Köpfen zu sehen, am rechten Bildrand eine Wand mit vergrößerten Zeitungsannoncen. (Rechte: dpa)

Aufführung im Kabarett "Nürnberger Trichter"

Vergrößern

Abrechnen mit der Vergangenheit

Das Erfolgsgeheimnis des Kabaretts der 50er und 60er Jahre lag unter anderem in seiner "neuen Exaktheit". Es wurde Klartext gesprochen auf den Kabarettbühnen. Die Vergangenheitsbewältigung der Naziverbrechen, der Ost-West-Konflikt oder der Kalte Krieg standen thematisch mit an erster Stelle. Dem Volk und den Herrschenden wurde der Spiegel vorgehalten, die allgegenwärtigen Lebenslügen wurden kompromisslos entlarvt: Die totgeschwiegene Vergangenheit vieler Amtsträger im Nazireich wurde plötzlich deutlich sichtbar auf die Bühne gestellt. Die Wirtschaftswunderzeit mit ihrer Sehnsucht nach Ordnung erschien in einem neuen, kritischen Licht. Heinz Erhardt mimte den autoritätsliebenden Prototypen des spießigen Wirtschaftswunder-Deutschen, ließ ihn in all seiner Lächerlichkeit und Hilflosigkeit lebendig werden.

Die Schwarzweißaufnahme zeigt im Vordergrund einen brennenden Haufen mit Büchern. Im Hintergrund stehen beaufsichtigende SS-Leute und Schaulustige. (Rechte: dpa)

Nationalsozialistische Bücherverbrennung

Vergrößern

Verbotene Kunst in der Nazi-Zeit

In der Nachkriegszeit räumten Kabarettisten mit dem in der Gesellschaft fortlebenden nationalsozialistischen Gedankengut auf. Während des Dritten Reichs waren Satire und Kritik dagegen weitgehend ausgeschaltet worden. Werke von Kurt Tucholsky oder Erich Kästner waren in Flammen aufgegangen. Werner Fincks Kabarett "Katakombe" war 1935 geschlossen worden. Die Nationalsozialisten hatten ihn verhaftet und in das Konzentrationslager Esterwegen deportiert. Die meisten Kabarettisten und Verfasser kabarettistischer Texte, darunter Erika Mann, Max Reinhardt, Fritz Grünbaum, Bertolt Brecht, Friedrich Hollaender und viele andere waren nach Hitlers Machtübernahme ins Ausland emigriert. Zurück blieb ein staatlich kontrolliertes Kabarett, in dem völkische Witze erzählt wurden.

Nach Kriegsende förderten die Besatzungsmächte das wieder entstehende politische Kabarett. Sie betrachteten es als Mittel zur "Umerziehung" der Deutschen.

Markus Schall, Stand vom 01.06.2009
Sendung: Die 50er Jahre - Wirtschaftswunder, Nierentisch und Petticoats, 25.01.2007

Mehr zum Thema

Bildcollage zum Thema Humor (Rechte: dpa)

Humor


  • Lachen
  • Rheinischer Karneval

Wissen interaktiv

Bildcollage zum Thema 50er Jahre (Rechte: WDR/dpa/AKG)

Die 50er Jahre

nach oben

  • Seite empfehlen
  • Seite drucken
  • Impressum

URL dieser Seite: http://www.planet-wissen.de/alltag_gesundheit/humor/humor_im_wirtschaftswunder/index.jsp

© WDR / SWR / BR-alpha 2012

WDR, SWR und BR-alpha sind nicht für die Inhalte fremder Seiten verantwortlich, die über einen Link erreicht werden.