Literatur & Co.
Bücher
Der Tod in Afrika: Mein Leben gegen AIDS
Schonungsloser Erfahrungsbericht eines weißen Südafrikaners, der sich mit HIV angesteckt hat. Cameron erzählt nicht nur, wie schwer es ist, mit der Stigmatisierung aufgrund dieser Krankheit zu leben, sondern beleuchtet auch die Rolle der Politik und der Pharma-Konzerne in Afrika. Das Buch wurde 2006 mit dem wichtigsten Literaturpreis Südafrikas ausgezeichnet.
Und dann war alles anders ...: Leben mit HIV und Aids
Ein Präventionsbuch, das vor allem Jugendliche über die Risiken einer HIV-Infektion aufklären soll. Im romanartigen Stil wird die Geschichte von einem Jungen erzählt, der nicht weiß, dass er sich infiziert hat und ungeschützt mit seiner Freundin schläft. Nach einer Weile geht es ihm gesundheitlich immer schlechter. Die Diagnose des Arztes ist erschütternd. Gut erzählt und mit vielen wichtigen Informationen bestückt.
Die Geschichte meines Todes
1993 erfährt der amerikanische Schriftsteller Harold Brodkey, dass er HIV-infiziert ist. Er beginnt, seine eigene Geschichte in Form eines Tagebuches aufzuschreiben: von dem Zeitpunkt seiner Einlieferung ins Krankenhaus bis zu seinem Tod. Der Tagebuchroman erzählt, wie Brodkey sich mit der Krankheit auseinandersetzt, aber auch mit dem Leben. Ein lesenswertes Buch, das nicht nur traurig ist, sondern immer auch heitere Momente vermittelt.
HIV und Aids. Eine Krankheit verändert die Welt
Das Buch gibt einen aktuellen Überblick über die Entwicklung von HIV/Aids in der Welt. Es richtet sich vor allem an Menschen, die sich im Kampf gegen Aids zusammengefunden haben, sei es in Basisgruppen, Kirchengemeinschaften oder anderen Projekten. Es ist aber auch für alle, die sich über das Thema informieren wollen, gerade deshalb empfehlenswert, weil es weniger einen Schwerpunkt auf die medizinischen, sondern vielmehr auf die sozialen und mitmenschlichen Aspekte legt.
28 Stories über Aids in Afrika
Die 28 Geschichten über Aids in Afrika stehen stellvertretend für 28 Millionen HIV-Infizierte auf dem schwarzen Kontinent. Stephanie Nolen, Afrika-Korrespondentin einer kanadischen Zeitung, schreibt über Tigist Haile Michael, eine 14-jährige Waise aus Äthiopien, die sich und ihren kleinen Bruder im Slum durchbringt, über Alice Kadzanja, eine infizierte Krankenschwester aus Malawi, wo die Lebenserwartung 36 Jahre beträgt, und über 26 andere Menschen, die täglich den Kampf gegen die todbringende Krankheit aufnehmen.
DVDs
Philadelphia
Philadelphia war nicht der erste Film über Aids, aber er war der erste Film aus der Fabrik Hollywood, der dieses Thema in den Mittelpunkt stellte. In diesem Sinn ist Philadelphia ein historisch bedeutender Film. Er handelt von einem Anwalt (Tom Hanks), der wegen Aids gefeuert werden soll und dagegen klagt.
Fickende Fische
Bemerkenswerter deutscher Film über eine Jugendliebe, die durch die HIV-Infektion des männlichen Protagonisten überschattet wird. Der 16-jährige Jan ist ein Einzelgänger, dessen größte Leidenschaft die Unterwasserwelt ist. Eines Tages lernt er die 15-jährige Nina kennen. Gemeinsam brechen sie aus dem Alltag aus. Aus Zuneigung wird Liebe. Doch diese Liebe wirft viele Fragen auf und birgt Gefahren in sich. Eindrucksvoll gespielt und sensibel inszeniert.
Sine Maier-Bode, Stand vom 01.06.2010





