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Allergietests

Die Diagnose einer Allergie verläuft in mehreren Stufen. Um festzustellen, auf welche der rund 20.000 in Frage kommenden Substanzen ein Patient reagiert, klärt der Arzt zunächst dessen Lebensumfeld ab. So findet er erste Hinweise auf mögliche Allergenquellen, zum Beispiel in der Luft oder der Nahrung. Erst dann folgen genauere Tests.

Großaufnahme eines Armes, auf den mit einer Pipette Substanzen aufgetragen werden. (Rechte: dpa)

Der Prick-Test wird häufig angewendet

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Prick-Test

Bei dieser Methode werden verschiedene Allergene in konzentrierter Form auf die Haut des Patienten aufgetragen. Die Haut wird leicht angestochen oder eingeritzt, damit das Allergen eindringen kann. Ist der Allergiker darauf sensibilisiert, zeigt sich etwa fünfzehn Minuten später eine Immunreaktion. Die Haut rötete sich und schwillt an. Dort, wo das Allergen eingedrungen ist, bildet sich nach kurzer Zeit ein Bläschen. Aus der Größe lässt sich ersehen, wie stark ein Patient auf das Allergen reagiert.

Der Rücken einer Patientin wird mit Streifen eines sogenannten Epikutan-Allergietests beklebt.

Besteht eine Kontaktallergie?

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Epikutan-Test

Besteht der Verdacht auf eine Kontaktallergie, etwa gegen Nickel, werden Pflaster mit den in Frage kommenden Substanzen auf die Haut geklebt. Nach zwei bis drei Tagen lassen sich anhand der Hautveränderungen die allergieauslösenden Stoffe bestimmen.

Provokationstest

Zur endgültigen Abklärung einer Allergie wird das vermutete Allergen inhaliert, geschluckt, gespritzt oder auf die Schleimhaut aufgetragen. Solche Tests werden nur im Zweifelsfall angewandt und unter ärztlicher Kontrolle, weil sich die Heftigkeit der allergischen Reaktion schwer abschätzen lässt. Im Extremfall droht ein lebensbedrohender anaphylaktischer Schock.

RAST-Test

RAST steht für Radio-Allergo-Sorbent-Test. Dabei handelt es sich um einen Bluttest im Labor. Ziel ist es, IgE-Antikörper gegen bestimmte körperfremde Allergene nachzuweisen. IgE steht für Immunglobulin E, das bei vielen Allergien erhöht ist. Sinnvoll ist der Test, wenn zum Beispiel ein Prick-Test nicht möglich ist, weil die Haut gereizt ist oder die bisherigen Untersuchungen kein klares Ergebnis ergeben haben.

Hans Jürgen von der Burchard, Stand vom 25.07.2012
Sendung: Hilft denn nichts gegen Allergien?, 16.03.2012

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