Allergietherapien
Allergenkarenz
Maßnahmen, den Kontakt mit Allergenen zu vermeiden, bezeichnen Ärzte als Allergenkarenz. Menschen, die der Heuschnupfen plagt, können ihre Freiluftaktivitäten so legen, dass sie reizende Pollen weitgehend meiden. Dabei helfen Pollenflugkalender und aktuelle Pollenflugvorhersagen im Internet. Wenn sich im Beruf der Kontakt mit Allergenen - zum Beispiels als Bäcker mit Mehlstaub - nicht vermeiden lässt, sollten die Betroffenen an eine Umschulung denken. Vorübergehende Linderung der Beschwerden finden Patienten im Hochgebirge oder in stillgelegten Bergwerksstollen. In der trockenen kühlen Luft gibt es kaum Pollen, und die Lebensbedingungen für Staubmilben und Schimmelpilze sind denkbar schlecht.
Medikamente
Ein akuter allergischer Anfall lässt sich mit Antihistaminika bremsen. Als Gegenspieler des Histamins verhindern sie Entzündungsreaktionen. Einen anderen Wirkmechanismus hat die Cromoglicinsäure. Sie hemmt die Ausschüttung entzündungsfördernder Substanzen der Mastzellen. So bleiben die unerwünschten Symptome aus.
Hyposensibilisierung
Bei dieser Behandlungsmethode bekommt der Patient das Allergen regelmäßig und in steigender Dosis verabreicht. Irgendwann toleriert das Immunsystem das Allergen, auf das es zuvor so heftig reagiert hat. In vielen Fällen ist diese langwierige Therapie erfolgreich. Der genaue Wirkmechanismus ist noch nicht bekannt.
Hans Jürgen von der Burchard, Stand vom 15.03.2012
Sendung: Hilft denn nichts gegen Allergien?, 16.03.2012






