• Zum Inhalt springen
  • Zur Hauptnavigation springen
  • Zur Themennavigation springen
  • Zum Suchfeld springen
Logo von Planet Wissen

Planet Wissen Startseite

  • Hilfe
  • Kontakt
  • WDR
  • SWR
  • BR Alpha

Themennavigation

  • Natur Technik
  • Politik Geschichte
  • Kultur Medien
  • Länder Leute
  • Sport Freizeit
  • Alltag Gesundheit

Suche

Hauptnavigation

  • Startseite
  • Sendungskalender
  • Wissen interaktiv
  • Bildergalerien
  • Podcast
  • Mitmachen
  • Kontakt
  • Newsletter
  • Hilfe
  • Impressum

Navigationspfad

Sie befinden sich hier:

  • Planet Wissen
  • Alltag & Gesundheit
  • Krankheiten
  • Allergien

Allergien

Weltweit nimmt die Zahl der Allergiker zu. Dieser Trend zeigt sich vor allem in Industrieländern mit hohem Hygienestandard. Viele Kinder kommen nur noch selten mit Infektionen in Berührung. Dadurch wird das Immunsystem nicht ausreichend trainiert. Allein in Deutschland leiden schätzungsweise 25 Millionen Menschen an der Volkskrankheit, die auch zu bleibenden Gesundheitsschäden führen kann.

Parasiten schützen vor Allergien (2'55'')

Mehr zum Artikel

Allergien
Videos
Interview: Allergien und Umweltgifte
Wissensfrage
Allergietests
Therapien
Literatur & Co
Link-Tipps

Allergene

Substanzen, die allergische Reaktionen auslösen, nennt man Allergene. Etwa 20.000 dieser "reizenden" Stoffe haben Mediziner ausfindig gemacht. Deshalb sind aufwendige Tests nötig, um jene Allergene zu finden, die bei einer Person zu Beschwerden führen. Ganz oben auf der Liste stehen Blütenpollen, die bei besonders empfindlichen Menschen Heuschnupfen hervorrufen. Diese häufigste Allergieform führt bei den Geplagten zu triefenden Nasen, tränenden und juckenden Augen oder zu Atemnot. Wird das Leiden nicht rechtzeitig erkannt und behandelt, kann sich daraus eine chronische Atemwegserkrankung entwickeln. Im Extremfall verursachen Allergene in Nahrungsmitteln und Insektengiften sogar lebensbedrohende Schocks, die den Kreislauf völlig zusammenbrechen lassen.

Stark vergrößerte Hausstaubmilbe. (Rechte: dpa)

Viele Menschen reagieren auf Hausstaubmilben allergisch

Vergrößern

Allergische Reaktionen

Die Aufgabe des Immunsystems besteht darin, Fremdstoffe und Krankheitserreger zu erkennen und unschädlich zu machen. Das funktioniert bei Allergikern im Prinzip wie bei allen anderen Menschen. Doch es gibt einen gravierenden Unterschied. Allergiker fahren ein vergleichsweise riesiges Waffenarsenal auf, um winzige Mengen mikroskopisch kleiner Allergene aus dem Feld zu schlagen. Dieser unangemessene Großeinsatz mobilisiert auch Abwehreinheiten, die durch Entzündungen den eigenen Organismus schädigen. Beim Heuschnupfen sind Nasen- und Augenschleimhäute betroffen, im Falle der Neurodermitis bilden sich juckende Ausschläge auf der Haut. Anders als bei üblichen überstandenen Infektionen werden Allergiker gegen ihre Peiniger nicht immun. Nach jedem neuen Kontakt mit einem Allergen treten die Beschwerden wieder auf. Die meisten Allergene bestehen aus Eiweißstoffen pflanzlicher oder tierischer Herkunft. Aber auch andere Substanzen kommen in Betracht.

Stark vergrößerte Aufnahme von fliegenden Birkenpollen. (Rechte: dpa)

Jeder fünfte Deutsche reagiert auf Pollen überempfindlich

Vergrößern

Wie entsteht eine Allergie?

Bei den meisten Allergien spielen IgE-Antikörper die Hauptrolle. Bei Gesunden kommen sie nur in verschwindend geringen Mengen im Körper vor. Doch Allergiker produzieren IgE-Antikörper in Massen, um den Organismus vor vermeintlich schädlichen Allergenen zu schützen.

Eine Allergie entsteht in zwei Phasen. In der ersten Phase - der sogenannten Sensibilisierung - kommt die Immunabwehr zum ersten Mal mit Allergenen in Berührung, etwa durch das Einatmen von Pollen. Schon Spuren davon genügen, damit als Abwehrreaktion gegen diese eigentlich harmlosen Fremdstoffe IgE-Antikörper in großer Zahl gebildet werden. So bereitet sich das Immunsystem auf erneute Attacken mit demselben Allergen vor. In dieser ersten Phase hat der Allergiker in der Regel noch keine Beschwerden.

Die zweite Phase: Ist jemand gegen ein bestimmtes Allergen sensibilisiert, führt jeder weitere Kontakt mit demselben Allergen wieder zu einer allergischen Reaktion. Mastzellen schütten entzündungsfördernde Substanzen wie Histamin aus. Schlagartig weiten sich die Gefäße. Die Schleimhäute schwellen an, die Schleimbildung wird angeregt, und oft treten schwere Atemstörungen auf.

Eine Wespe nascht Erdbeerkonfitüre auf einem Brötchen. (Rechte: dpa)

Insektenstiche können allergische Schocks auslösen

Vergrößern

Anaphylaktischer Schock

Eine heftige allergische Reaktion, die zu akutem Kreislaufversagen führt, wird als anaphylaktischer Schock bezeichnet. Gelangen Allergene - etwa bei einem Insektenstich, mit der Nahrung oder durch die Einnahme von Arzneimitteln - in den Körper, schütten Mastzellen große Mengen Histamin aus. Mit dem entzündungsfördernden Stoff wird der gesamte Blutkreislauf regelrecht überflutet. Die Gefäße erweitern sich schlagartig. Dadurch sinkt plötzlich der Blutdruck plötzlich. Der Kreislauf bricht zusammen. Lebenswichtige Organe wie Herz und Gehirn werden nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt. Bei einem lebensbedrohenden anaphylaktischen Schock hilft nur eine Notfallbehandlung mit Kreislauf stimulierendem Adrenalin. Das Medikament sorgt für die Verengung der Blutgefäße. Der Blutdruck steigt wieder, der Herzschlag wird beschleunigt und die Atemwege weiten sich. Zusätzlich verabreicht der Arzt Medikamente, die die weitere Freisetzung von Histamin blockieren.

Rückenansicht eines Babys, das auf dem Rücken einen roten Ausschlag hat. (Rechte: Mauritius)

Neurodermitiker haben eine geringe Reizschwelle

Vergrößern

Neurodermitis und Allergie

In Deutschland leiden etwa drei Millionen Menschen an Neurodermitis. Bei der chronischen Hauterkrankung spielen mehrere Faktoren eine Rolle. Die Betroffenen, häufig Kinder vor der Pubertät, haben ungewöhnlich viele IgE-Antikörper, was sie auch für Pollen-, Tierhaar- und Nahrungsmittelallergien anfällig macht. Bei Neurodermitikern ist außerdem die Reizschwelle der Haut stark herabgesetzt. Sie reagiert auf Staub, Seife, Kleidung und eigenen Schweiß mit Rötung und heftig juckenden Hautausschlägen. Durch Kratzen verschlimmert sich die Entzündung. Typisch für eine Neurodermitis ist, dass die Beschwerden wiederholt und in Schüben auftreten. Was eine Neurodermitis auslöst, ist nur zum Teil bekannt. Neben einer erblich bedingten Veranlagung und Umwelteinflüssen trägt auch Stress wesentlich zum Krankheitsverlauf bei. Psychische Belastungen begünstigen die entzündlichen Hautschädigungen.

Therapie mit UV-Licht

Neben der Behandlung mit entzündungshemmenden Substanzen wie Cortison hilft bei vielen Neurodermitikern auch eine Bestrahlung mit langwelligem UV-A-Licht. Filter halten die Wärme erzeugenden und Krebs fördernden Teile der Strahlung zurück. Das so genannte Kaltlicht dämpft die Überaktivität der Immunabwehr. Die Beschwerden lassen in vielen Fällen nach.

Hans Jürgen von der Burchard, Stand vom 25.07.2012
Sendung: Hilft denn nichts gegen Allergien?, 16.03.2012

Seite teilen

Über Social Bookmarks
  • Facebook LogoFacebook
  • Twitter LogoTwitter
  • VZ-Gruppe LogoVZ-Gruppe
  • Wer-Kennt-Wen LogoWer-Kennt-Wen
  • Delicious LogoDelicious
  • Mr. Wong LogoMr. Wong

Mehr zum Thema

Collage aus Bildmotiven zum Thema Krankheiten

Krankheiten


  • Arbeitssucht
  • Rheuma und Arthrose
  • Neurodermitis
  • Tropenkrankheiten
  • Aids

nach oben

  • Seite empfehlen
  • Seite drucken
  • Impressum

URL dieser Seite: /alltag_gesundheit/krankheiten/allergien/index.jsp

© WDR / SWR / BR-alpha 2013

WDR, SWR und BR-alpha sind nicht für die Inhalte fremder Seiten verantwortlich, die über einen Link erreicht werden.