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Stimmt es, dass es einen Zusammenhang zwischen Histamin und Seekrankheit gibt?

Die Seekrankheit ist so alt wie die Seefahrt selbst und sogar gestandene Matrosen können sich nicht gegen die Übelkeit an Bord zur Wehr setzen. Jahrelang haben sich Forscher mit dem Thema auseinander gesetzt. Der Wiener Universitätsprofessor Reinhart Jarisch hat herausgefunden, dass die Seekrankheit in erster Linie durch Histamin ausgelöst wird - jener Stoff, den viele Menschen auch so nicht vertragen. Der Wissenschaftler hat erforscht, dass Übelkeit und Schwindel dann verschwanden, wenn der Histaminspiegel im Blut gesunken war.

Der russische Großsegler ‚MIR’. (Rechte: dpa)

Selbst den härtesten Seebären kann sie erwischen: die Seekrankheit

Vergrößern

Auch andere Methoden, die den Histaminspiegel im Blut sinken lassen, wie zum Beispiel Schlaf, helfen gegen Seekrankheit. Die größte Rolle spielt allerdings die Ernährung. Wer unter der Krankheit leidet, sollte vor und während einer Schiffstour keine Lebensmittel verzehren, die Histamin enthalten oder es im Körper freisetzen. Das sind übrigens genau die Speisen, die "Seefahrer" gern mit auf die Reise nehmen, zum Beispiel Salami, Hartkäse, Thunfisch aus der Dose, Rotwein oder Bier. Unterstützend können Medikamente eingenommen werden, die den Abbau von Histamin im Körper beschleunigen, sogenannte Antihistaminika.

Übrigens: Wer öfter seekrank wird, leidet nicht unbedingt unter einer Histamin-Intoleranz. Das wird daran deutlich, dass er an Land durchaus histaminhaltiges Essen verträgt.

Christiane Tovar, Stand vom 12.08.2010

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