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Der Ramsteinerhof

Der Ramsteinerhof von Ulrich und Brigitte Müller ist ein klassischer Bergbauernhof in steiler Hanglage in Fischerbach im Kinzigtal (mittlerer Schwarzwald). 55 Hektar Land gehören zu dem Besitz, der seit 1560 in Familienbesitz ist. Der Hof liegt 530 Meter über dem Meer und ist heute noch ein Vollerwerbsbetrieb - das heißt: Familie Müller lebt von der Arbeit und den Produkten des Hofes. Etwas anderes als Landwirt werden - das konnte sich Ulrich Müller nicht vorstellen. Er liebt es, sein eigener Herr zu sein und das Geschick des Hofes zu leiten.

Der Ramsteinerhof. (Rechte: SWR)

Ein klassischer Bergbauernhof

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Eine vielseitige Arbeit

Zur täglichen Arbeit von Ulrich Müller gehört allen voran die Pflege der etwa 30 Rinder - in den Wintermonaten im Stall und in den Sommermonaten auf der Weide. Doch mit der täglichen Fütterung ist es noch lange nicht getan: Es muss auch ausgemistet und der Zaun instand gehalten werden. Das Futter für die Tiere, Silage, wird auch selbst gemäht und entsprechend aufbereitet. Auch die anderen Tiere - ein paar Schweine, Hasen, Hühner, Ziegen und natürlich der Hofhund Mara - müssen versorgt werden. Die Rinder werden in regelmäßigen Abständen auf einem benachbarten Betrieb geschlachtet und ihr Fleisch vermarktet.

Viel Arbeit bringt auch der zum Hof gehörende Wald mit sich. Es müssen Wege gepflegt und Bäume nachgepflanzt werden. Durch Holzspalten wird Brennholz vermarktungsgerecht bereitgestellt und Holzhackschnitzel versorgen gleichzeitig die zentrale Heizung des Hofes. Besonders in der Vorweihnachtszeit gibt es hier viel zu tun, denn es müssen Weihnachtsbäume geschlagen und transportiert werden.

Zur Zeit der Apfelernte wird jede Hand gebraucht, denn auf dem Hof wird nicht nur Apfelsaft und Most, sondern auch Schnaps selber hergestellt. Die hauseigene Brennerei betreibt Herr Müller mit Passion und dabei achtet er besonders auf bestes Rohmaterial ohne Zusatzstoffe.

Planet-Wissen-Moderatorin Birgit Klaus mit Bäuerin Brigitte Müller beim Brotbacken. (Rechte: SWR)

Brotbacken auf dem Ramsteinerhof

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Für das Holzofenbrot geht es früh aus den Federn

Büroarbeit fällt natürlich auch an, da hat Ulrich Müller als Kreisvorsitzender des Badischen Bauernverbandes etwas mehr zu tun als seine Kollegen, denn in dieser Funktion berät er auch andere Höfe, zum Beispiel in Erbangelegenheiten, Hofübergaben und vielem mehr. Brigitte Müller kümmert sich in erster Linie um die drei Kinder - Marius, Raphael und Ellen - und um den Haushalt der Familie. Auch die Vermietung der hofeigenen Ferienwohnungen liegt in ihren Händen, genauso wie das Brotbacken und der Verkauf. Bei der anfallenden Büroarbeit unterstützt sie ihren Mann natürlich auch.

Frisches Holzofenbrot wird zweimal in der Woche auf dem Ramsteinerhof gebacken. Das ist nicht nur jede Menge Arbeit, sondern bedeutet in erster Linie früh aufstehen: Um halb vier muss der Ofen bereits eingeheizt werden, um auf die richtige Betriebstemperatur zu kommen. Sind die Brote dann fertig, müssen sie in umliegende Geschäfte zum Verkauf ausgefahren werden. Samstags verkauft Brigitte Müller das Brot zusammen mit anderen Produkten des Hofes auch auf dem Wochenmarkt im nahe gelegenen Hasloch.

Der Gemüsegarten wird von Ulrich Müllers Mutter, die noch kräftig mithilft, gepflegt. Sie unterstützt die Familie beim Brotbacken, Wäschewaschen und kocht dreimal in der Woche. Außerdem hat sie natürlich immer ein Ohr für ihre Enkel. Die drei Ferienwohnungen, die zum Hof gehören, werden das ganze Jahr über vermietet. Viele Stammgäste finden immer wieder den Weg auf den Ramsteinerhof, denn die Umgebung ist vielfältig und in der Nähe locken jede Menge Attraktionen wie zum Beispiel der Europapark Rust. Es gibt aber auch Gäste, die sich kaum vom Hof wegbewegen, denn hier gibt es eigentlich immer etwas zu tun, helfende Hände sind immer willkommen. Besonders für Kinder hat das Leben auf dem Bauernhof seinen Reiz. Da sind zum einen die Tiere, aber auch ein großer Spielplatz mit Baumhaus, einem Karussell und einem großen Bobbycar-Fuhrpark.

Spaß machen auch die Grillabende mit Familie Müller, bei denen man Würstchen auf selbst geschnitzten Stöcken ins Feuer halten kann. Und wer möchte, darf danach sogar die Nacht im Heu verbringen. Im Winter dagegen ist eher die Zeit für lange Wanderungen, Schlittenfahrten oder Schneeballschlachten.

Kerstin Eva Zeter, Stand vom 24.08.2010

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Bildcollage zum Thema Anbaumethoden. (Rechte: SWR)

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