Literatur & Co.
Bücher
Theorie und Praxis der antiautoritären Erziehung. Das Beispiel Summerhill
Die Internatsschule Summerhill wurde 1921 von Alexander Sutherland Neill gegründet. Jungen und Mädchen wurden nach für die damalige Zeit neuartigen Grundsätzen des Schulleiters erzogen. In seinem Buch erzählt der revolutionäre Pädagoge unterhaltsam die Geschichte von Summerhill, schildert das Leben der Kinder und seine Erlebnisse mit ihnen. Im zweiten Teil zieht Neill Schlüsse aus den Erfahrungen mit der antiautoritären Erziehung, äußert Gedanken über das Verhalten von Kindern und Eltern, über Freiheit und Zwang und über eine neue Sexualmoral.
Geschichte der Pädagogik. Von Platon bis zur Gegenwart
Winfried Böhm, Professor für Pädagogik an der Universität Würzburg, verschafft in diesem Taschenbuch den Lesern einen Überblick über alle Epochen der Pädagogik:
Im ersten Teil geht es um die Wurzeln der abendländischen Erziehung in der griechischen Antike, dem Christentum und der Aufklärung. Der zweite Teil setzt sich mit pädagogischen Ideen im 19. und 20. Jahrhundert auseinander und wirft einen Blick auf die Pädagogik der Gegenwart. Großen Wert legt der Autor dabei auf einen “Dialog zwischen pädagogischer Theorie und erzieherischer Praxis“.
ÜberBlicke - Einblicke. Pädagogische Strömungen durch vier Jahrzehnte
Der Züricher Erziehungswissenschaftler Hans Berner liefert mit diesem Buch einen prägnanten Überblick über die pädagogischen Strömungen der Nachkriegszeit. Vorgestellt werden Persönlichkeiten wie Otto Friedrich Bollnow, Theodor W. Adorno oder Alice Miller und ihre pädagogische Sichtweise. Eng verbunden sieht der Autor diese verschiedenen Richtungen mit der gesellschaftlichen Entwicklung. Deshalb rufen zahlreiche Abbildungen gesellschaftlich relevante Themen aus den vergangenen Jahrzehnten wieder in Erinnerung. Ein schön gestaltetes Buch, besonders interessant für Lehrkräfte und Eltern.
Tag und Nacht und auch im Sommer
30 Jahre unterrichtete Frank McCourt an Schulen in New York: An seinem ersten Arbeitstag wurde er beinahe entlassen, weil er das Pausenbrot eines Schülers vor der ganzen Klasse aufaß. Und anstatt zu unterrichten, hat er seinen Schülern lieber Geschichten erzählt. Frank McCourt, weltberühmt durch seinen Roman “Die Asche meiner Mutter“, schildert in seinem neuen Buch den alltäglichen Kampf im Klassenzimmer - amüsant und spannend zu lesen.
Das Erziehungsbuch
Was tun, wenn mein Kind unkonzentriert ist? Warum kaut mein Kind Fingernägel? Und wie viel Zeit am Computer verträgt eigentlich ein Jugendlicher, ohne Schaden zu nehmen? Der Erziehungswissenschaftler Peter Struck beschreibt spannend Situationen, die den Erziehungsalltag ausmachen - von der Geburt bis zur Volljährigkeit. Struck gibt ausführliche Antworten und Anregungen zu allen erdenklichen Erziehungsfragen. Besonders liegt ihm dabei eines am Herzen: der goldene Mittelweg zwischen Freiheit lassen und Grenzen setzen.
Der Elternführerschein
Dieser "Elternführerschein" bietet Müttern und Vätern einen spielerischen Grundkurs in Sachen Erziehung: 100 Beispiele schildern konkrete Situationen im Leben mit Kindern zwischen drei und zehn Jahren. Dazu gehören zum Beispiel die Mahlzeiten, das Zubettgehen oder die Sorgen mit den Hausaufgaben. Der Leser kann aus drei angebotenen Lösungsvorschlägen einen auswählen. Anschließend erfährt er, welches Handeln aus Sicht von Erziehungsexperten besonders geeignet ist. So können Eltern ihren eigenen Erziehungsstil überdenken und Schritt für Schritt lernen, Alltagsprobleme stressfrei in den Griff zu bekommen.
Kinder brauchen Grenzen
"Kinder brauchen Grenzen" ist ein Klassiker der Erziehungsliteratur, verfasst von dem bekannten Familien- und Erziehungsberater Jan-Uwe Rogge. Viele Eltern sind heute verunsichert und fürchten, ihren Kindern klare Regeln zu setzen. Doch oft lassen sie auf diese Weise ihre Kinder im Stich. In diesem Buch lesen Sie, wie Sie den täglichen Erziehungsstress vermeiden, ohne gleich in autoritäre Verhaltensweisen abzudriften. Mit manchmal verblüffenden Vorschlägen macht dieses Buch Mut in vielen Erziehungsfragen.
Kinder fordern uns heraus. Wie erziehen wir sie zeitgemäß?
1964 erschien ein Buch mit dem Titel “Children: The Challenge“ auf dem amerikanischen Buchmarkt. Unter dem deutschen Titel “Kinder fordern uns heraus“ wurde es auch hierzulande zu einem Erziehungsklassiker. Rudolf Dreikurs, Schüler des Psychologen Alfred Adler und seine Mitarbeiterin Vicki Soltz haben mit diesem Buch Maßstäbe für eine partnerschaftliche Erziehung gesetzt.
Bis heute ist das Buch ein kompetenter Ratgeber bei ganz konkreten Alltagsproblemen. Anhand von 34 Erziehungsprinzipien werden Eltern und Lehrer ermutigt, Kindern mehr Autonomie zuzubilligen. Kinder sollen die Konsequenzen ihres Handelns selbst spüren - je älter sie werden, desto direkter. Eigentlich ganz einfach - oder?
Claudia Heidenfelder, Stand vom 16.04.2007




