Wissensfrage
"Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr." Stimmt das?
Kinder lernen viele Dinge leichter als Erwachsene. Fremdsprachen zum Beispiel: Erwachsene mühen sich in Sprachkursen ab - mit wenig Aussicht, die fremde Sprache einmal perfekt sprechen zu können. Zweisprachig aufwachsende Kinder erledigen das ganz nebenbei und einwandfrei. Je jünger sie dabei sind, desto besser: Ein Baby kann noch die Laute aller menschlichen Sprachen unterscheiden. Schon mit einem Jahr differenziert es dann nur noch zwischen den Lauten, die es ständig umgeben - seiner Muttersprache.
Auch beim Lernen von Musikinstrumenten haben junge Menschen die Nase vorn. Das Gehirn eines Kindes ist insgesamt viel flexibler und aktiver als das eines Erwachsenen. Zum Vergleich: Das Gehirn eines Dreijährigen verbraucht doppelt soviel Energie wie das eines Erwachsenen.
Trotzdem sind auch ältere Menschen in der Lage, neue Fähigkeiten zu erwerben. Senioren können durchaus noch lernen, mit einem Computer umzugehen oder Flöte zu spielen. Nur erreichen sie dabei meist keine Spitzenleistungen mehr.
Julia Ucsnay, Stand vom 01.06.2009






