Der goldene Schnitt
Dennis' Bauchnabel
Ein Punkt teilt eine Strecke im goldenen Schnitt, wenn das Verhältnis von der Gesamtstrecke zum größeren Abschnitt genau gleich zum Verhältnis des größeren Teilabschnittes zum kleineren ist. Dabei kommt immer die gleiche Zahl heraus: 1,618033988749... (diese Zahl wird auch "Phi" genannt – nach dem griechischen Bildhauer und Architekten Phidias).
Aber was hat das Ganze mit Dennis' Bauchnabel zu tun? Man nehme als Gesamtstrecke die Körpergröße von Dennis. Teilt man dann die Gesamtlänge von Dennis durch den Abstand "Boden-Bauchnabel", ergibt das die selbe Zahl, die auch dabei herauskommt, wenn man den größeren Teil-Abstand "Boden–Bauchnabel" durch den kleineren Teil-Abstand "Bauchnabel-Kopf" teilt, nämlich "Phi". Dennis’ Bauchnabel liegt also mitten drin im goldenen Schnitt. Und nicht nur dieser Bauchnabel tut das. Messen Sie mal selbst bei sich nach ...
Schon in der Antike fanden die Menschen diese spezielle geometrische Teilung einer Strecke besonders schön. Die erste genaue Beschreibung des goldenen Schnittes stammt von Euklid (325 - 270 vor Christus). Seitdem entdeckte man ihn in der Mathematik, in Kunstwerken und der Architektur, in der Musik und vor allem auch in der Natur. Eine Blütezeit erlebte der goldene Schnitt in der Renaissance. Vor allem in dieser Kunstepoche setzten ihn Maler oder Bildhauer oft ganz bewusst ein, um eine harmonische Aufteilung des Bildes zu erzielen. Ein berühmtes Beispiel aus dieser Zeit ist das Gemälde "Triumph der Galatea" von Raffael, bei dem der Kopf der Galatea genau im goldenen Schnitt der Bildhöhe liegt.
Auch heute wird der goldene Schnitt in der Kunst oft verwendet. So strikt geplant und berechnet, wie zum Beispiel in der Renaissance, wird er von Malern, Bildhauern, Architekten und Fotografen heute allerdings eher seltener. Er wird in den meisten Fällen ganz intuitiv eingesetzt. Viele Menschen finden die "göttliche Proportion", wie der goldene Schnitt auch genannt wird, einfach naturgemäß schön.
Susanne Decker, Stand vom 01.06.2009





