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Stimmt es, dass es keine sichere Entsorgung für Atommüll gibt?

Rund 20 Tonnen radioaktiver Müll fallen pro Jahr in jedem deutschen Atomkraftwerk an. Deren Zwischenlager sind inzwischen so voll, dass der hochradioaktive Abfall anders entsorgt werden muss. Doch genau hier liegt das größte Problem der Atomwirtschaft, denn alle bisherigen Entsorgungs-Konzepte sind heftig umstritten.

Blick über Felder auf die Meiler eines Atomkraftwerkes. (Rechte: ddp/Thomas Lohnes)

Atomkraftwerk Biblis

Vergrößern

In Deutschland wurde 1976 ein Salzstock im wendländischen Gorleben als vorläufiges Endlager benannt, doch der Widerstand der Wendländer durchkreuzte diese Pläne. Inzwischen wird nach anderen Standorten gesucht, nicht zuletzt, weil Salz die jahrtausendelang strahlende Fracht wohlmöglich gar nicht sicher von der Außenwelt abschirmen kann. Bislang exisitiert in Gorleben nur ein Zwischenlager für Atommül neben dem Salzstock. Ob dieser Salzstock jemals als Endlager fungieren kann, steht in den Sternen.

Der "Schacht Konrad" bei Salzgitter wird voraussichtlich von 2013 an als Endlager benutzt - allerdings nur für schwach- und mittelradioaktive Abfälle. Der Vorteil des Schachts ist, dass er von einer 400 Meter dicken Tongesteinsschicht umgeben ist. Das halten Experten für ausreichend, da Ton die Eigenschaft hat, absolut wasserdicht, aber elastisch zu sein, so dass auftretende Risse sich von selbst wieder schließen könnten.

Problematisch ist allerdings, dass es sich bei der Atommüll-Einlagerung im "Schacht Konrad" um eine so genannte rückholbare Entsorgung handelt. Internationale Experten befürchten, dass spätere Generationen auf den Gedanken kommen könnten, den strahlenden Abfall zu verkaufen.

Die Suche nach einem Endlager für stark radioaktive Abfälle geht weiter. Bislang haben Experten keinen wirklich sicheren Ort für Atommüll gefunden.

Melanie Wieland, Stand vom 01.06.2009

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