• Zum Inhalt springen
  • Zur Hauptnavigation springen
  • Zur Themennavigation springen
  • Zum Suchfeld springen
Logo von Planet Wissen

Planet Wissen
Wäsche waschen

  • Hilfe
  • Kontakt
  • WDR
  • SWR
  • BR Alpha

Themennavigation

  • Natur Technik
  • Politik Geschichte
  • Kultur Medien
  • Länder Leute
  • Sport Freizeit
  • Alltag Gesundheit

Suche

Hauptnavigation

  • Startseite
  • Sendungskalender
  • Wissen interaktiv
  • Podcast
  • Kontakt
  • Newsletter
  • Hilfe
  • Impressum

Navigationspfad

Sie befinden sich hier:

  • Planet Wissen
  • Alltag & Gesundheit
  • Sauberkeit
  • Wäsche waschen

Wäsche waschen

Wäsche waschen war in vergangenen Jahrhunderten eine tagelange Plackerei. Heute, im Zeitalter der Wasch- und Spülmaschinen, können wir uns per Knopfdruck eine "weiße Weste" verschaffen. Allerdings wissen wir kaum noch zu schätzen, welche mühseligen Arbeitsschritte uns die Waschmaschine abnimmt. Denn wie funktionieren Waschmittel eigentlich? Und was kostet uns die bequeme Wäsche im 21. Jahrhundert?

Mehr zum Artikel

Wäsche waschen
Klementine
Waschfrau der Nation
Wissensfrage
Waschmaschine
Waschtipps

Waschen als Kraftakt

Lange Zeit war das Waschen die kraft- und zeitaufwendigste Arbeit im Haushalt. Weit bis ins 20. Jahrhundert hinein gab es keinerlei maschinelle Hilfsmittel. Das wichtigste Utensil war das Waschbrett. Gewaschen wurde in einer Lauge aus Asche (Pottasche, später Soda) und einem Duftstoff, zum Beispiel Lavendel. Alle paar Wochen oder Monate wurde ein Waschtag eingelegt und alle zur Verfügung stehenden - zumeist weiblichen - Arbeitskräfte wurden mobilisiert.
Nach dem Einweichen und Brühen in der Lauge standen das anstrengende Schlagen, Kneten und Reiben - ungefähr ab 1850 auf dem Waschbrett - auf dem Programm. Nach erneutem Spülen, Bleichen und Wringen kam die Wäsche schließlich auf die Leine. Der ganze Waschvorgang konnte bei all diesen Arbeitsschritten durchaus mehrere Tage dauern: Ein Kraftakt, den uns heute die Waschmaschine und zahlreiche chemische Hilfsmittel abnehmen.

Eine vollautomatische Waschmaschine aus den 50er Jahren. (Rechte: AKG)

Wunderwerk der Waschtechnik

Vergrößern

Saubere Wäsche per Knopfdruck

Die erste vollautomatische Waschmaschine für den privaten Haushalt kam in Deutschland 1951 auf den Markt. Eine Düsseldorfer Maschinenfabrik stellte die "Constructa" auf einer Ausstellung in Hannover vor. Bis dahin hatten erfinderische Geister zwar schon einige Hilfsmaterialien wie die Wäschepresse oder eine Kurbel zum Auswinden erfunden, aber die Verbreitung des "Waschvollautomaten" kam einer Revolution gleich. Sowohl in gesellschaftlicher als auch in organisatorischer Hinsicht. Zu Beginn wurden die neuen Maschinen aber nur in sehr kleinen Stückzahlen produziert. Einer größeren Nachfrage konnte sich die Waschmaschine erst in den 60er Jahren erfreuen, als sie billiger und damit für breitere Schichten erschwinglich wurde.

Seitdem ist das Waschen eine Kleinigkeit, die immer dann erledigt werden kann, wenn genug Wäsche für eine Trommel vorhanden ist. Waschmittel, pulverisiert oder flüssig, Weichspüler, Wäscheduft - heute beherrschen wir spielend das kleine Einmaleins für modernes Waschen. Und von "porentiefer Reinheit" hat Deutschland spätestens seit der Waschmittelwerbung mit Klementine eine Vorstellung.

Das Schwarzweißbild zeigt eine Frau, die Wäsche mit einem Holzstab in einen Zuber befördert. (Rechte: dpa)

Knochenarbeit am Waschtag

Vergrößern

Waschmittel und ihre Zusammensetzung

Was passiert beim Waschen? Wasserlösliche und -unlösliche Verunreinigungen und Ablagerungen, wie zum Beispiel Salze, Fett- und Eiweißschmutz oder auch Verfärbungen, sollen mit Hilfe chemischer Stoffe aus den Textilien entfernt werden. Diese "Wäsche" erledigt ein ganzes Team von Waschmittelbestandteilen.

Die wichtigsten Bestandteile jedes Waschmittels sind die Tenside. Als natürlicher Rohstoff ist hierbei zum Beispiel die Seife bekannt. Diese wird allerdings heute durch die synthetischen Tenside ersetzt. Tenside ermöglichen das Ablösen des Schmutzes von den Wäschestücken, indem sie die Oberflächenspannung des Wassers reduzieren. Die Textilie wird nun leichter vom Wasser und anderen Wirkstoffen durchdrungen.

Zudem enthält jedes Waschmittel Enzyme: Diese lösen starke Schmutzbestandteile wie Eiweiß, Fett, Stärke, Soßen oder Blut auf. In einem chemischen Prozess spalten sie sozusagen den Schmutz. Durch Enzyme lässt sich energiesparend waschen, denn Schmutz wird mit ihrer Hilfe schon bei niedrigen Temperaturen entfernt.

Dritter und letzter Hauptbestandteil ist der Wasserenthärter. Die Waschwirkung ist mit weichem Wasser erheblich besser als mit hartem. Daher enthalten alle Vollwaschmittel eine bestimmte Dosis an Enthärtern. Auch wenn diese nicht unbedingt dem Härtegrad des örtlichen Wassers entsprechen. Grundsätzlich gilt: Je härter das Wasser, desto mehr Waschmittel würde man benötigen, um den Härtegrad auszugleichen.

Eine Hand stellt an einer Waschmaschine das Programm ein. (Rechte: ddp)

Heiße Waschgänge sind teuer

Vergrößern

Umweltsünden beim Waschen

Bei so viel überschäumender Chemie stellt sich die Frage nach der Verträglichkeit ungebremsten Waschvergnügens. In Bezug auf die Umwelt sind die Waschmittel in den letzten Jahrzehnten verbessert worden. Phosphate, früher unverzichtbar für die Flecklösung und stark umweltschädlich, sind seit den 80er Jahren gesetzlich verboten. Aber dennoch: Nach wie vor enthalten alle Produkte nicht abbaubare Substanzen, die die Gewässer schädigen, etwa das Polyacrylat. Waschmittel in Großpackungen enthalten - gegenüber den Konzentraten - zusätzlich noch unnötige, die Gewässer belastende Salze. Um ökologisch zu waschen bleibt daher erstes Gebot: Überdosierung vermeiden!

Wichtig ist auch die Frage nach dem Wasser- und Energieverbrauch der Waschmaschinen. Beim maschinellen Waschen werden zwei Arten von Energie verbraucht: die mechanische und die Wärmeenergie. Letztere, also das Erwärmen des Wassers, wird mit Abstand am meisten benötigt. Drehen und Schleudern fallen dagegen kaum ins Gewicht. Bei einem Waschgang mit 60 Grad wird gleich die fünffache Menge an Strom verbraucht wie bei 30 Grad. Die Wassermenge hingegen ist bei modernen Waschmaschinen relativ unproblematisch: Wer die Trommel locker vollädt und auf die Vorwäsche verzichtet, verbraucht kein unnötiges Wasser.

Corinna Wawrzyniak, Stand vom 01.06.2009
Sendung: Putzen, Schrubben, Wienern - Der Dreck muss weg! , 04.09.2008

Mehr zum Thema

Collage aus Bildmotiven zum Thema Hygiene (Rechte: SWR)

Sauberkeit


  • Hygiene
  • Bakterien
  • Seife

nach oben

  • Seite empfehlen
  • Seite drucken
  • Impressum

URL dieser Seite: http://www.planet-wissen.de/alltag_gesundheit/sauberkeit/waesche_waschen/index.jsp

© WDR / SWR / BR-alpha 2010

WDR, SWR und BR-alpha sind nicht für die Inhalte fremder Seiten verantwortlich, die über einen Link erreicht werden.