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Gibt es im Rhein wirklich Gold?

Vom sagenhaften Nibelungenschatz ist bisher kein einziges Stück Gold aufgetaucht - obwohl bereits zahllose Taucher ihr Glück in der Tiefe des Rheins versucht haben. Doch im August 1997 sorgte der Goldwäscher Peter Bölsterli in den Schweizer Alpen für Schlagzeilen: Er behauptete, einen ungewöhnlich großen Goldklumpen im Oberrhein gefunden zu haben. Dieser "Nugget" wog immerhin 123 Gramm. Und bereits im Jahr zuvor hatte ein anderer Schweizer Goldsucher einen rund 50 Gramm schweren Klumpen im Fluss gefunden. Die Entdeckung löste einen wahren Goldrausch in dem kleinen Ort Disentis aus: Touristen strömten in Massen herbei, um im Rhein nach Gold zu schürfen. Doch es kamen auch Zweifel an der Echtheit der Funde auf. Zwar weiß man, dass der Rhein Gold führt, doch so große Klumpen hatte bisher niemand gefunden.

Opern-Darsteller mit Glatze und spitzen Ohren in einem goldenen Kostüm. (Rechte: AFP)

Zwerg Alberich in Wagners "Rheingold"

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Deshalb wurden die Nuggets von Forschern des Naturhistorischen Museums Bern und der Uni Basel untersucht. Die chemische Zusammensetzung der Goldklumpen und Gesteinspartikelchen auf der Oberfläche können nämlich Hinweise auf die Herkunft geben. Wichtig ist dabei vor allem der Anteil des Silbers: Anders als Flussgold enthält künstlich gereinigtes Gold kaum Silber. Doch die beiden untersuchten Nuggets enthielten rund 20 Prozent Silber. So hielten es die Mineralogen nach ihrer Untersuchung für sehr wahrscheinlich, dass das Gold tatsächlich aus dem Rhein stammt.

Christiane Kopka, Stand vom 01.06.2009

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Bildcollage zum Thema Schätze. (Rechte: SWR)

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