Kampf dem Kater
Warum eigentlich Kater?
Manche sagen, der Begriff Kater ließe sich auf den medizinischen Begriff des Katarrh zurückführen. Als Katarrh bezeichnet man eine Schleimhautentzündung. Und Schleimhäute befinden sich auch im Kopf, also dem Zentrum des Katergefühls. Andererseits lässt sich die Pein, die man nach zuviel Alkoholgenuss im Kopfbereich spürt, auch mit der scharfen Krallenattacke eines Katers recht anschaulich beschreiben.
Nicht zu verharmlosen ist natürlich der häufige und starke Konsum von Alkohol, der nicht nur schwere gesundheitliche Folgen haben, sondern auch zur Sucht führen kann. Nach Angaben des Drogenberichtes der Bundesregierung von 2006, gelten in Deutschland rund 1,6 Millionen Menschen als alkoholabhängig. Der Missbrauch von Alkohol kann zu Langzeitschäden wie Leberzirrhose, Veränderungen der Bauchspeicheldrüse, des Herzens und des Nervensystems führen, aber auch zu psychischen Beeinträchtigungen.
Was man gegen einen Kater tun kann
Ein gutes Mittel gegen den Kater ist auf jeden Fall, viel Flüssigkeit zu sich nehmen. Am besten in Form von stillem Mineralwasser. Denn übermäßiger Alkoholkonsum führt dazu, dass der Körper viel Flüssigkeit verliert. Alkohol hat eine entwässernde Wirkung. Dadurch trocknet der Körper aus, der Blutdruck im Kopf sinkt. Die Folge sind stechende Kopfschmerzen und eine trockene Zunge am Tag danach. Außerdem verliert der Körper wichtige Mineralsalze, die ihm wieder zugeführt werden sollten. Wohltuend sind hier Multivitaminsäfte. Wer es verträgt, sollte einen gut gewürzten Tomatensaft trinken. Da ist alles drin, was den Körper wieder fit macht und den Kater bekämpft.
Auch die überall erhältlichen Vitamin- und Mineralbrausetabletten eignen sich zur Katerbekämpfung. Vitamin A, B und C helfen, den Alkohol abzubauen. Die verloren gegangenen Mineralstoffe kann man in Form von Magnesium und Calciumtabletten wieder zuführen. Natürlich helfen auch die Vitamine und Mineralstoffe in Frischobst und Frischgemüse. Neben den altbewährten Hausmitteln gegen Kater, wie saure Gurke und Rollmops, eignet sich auch Kaisernatron zur Bekämpfung. Natron sorgt für ein ausgeglichenes Verhältnis von Säure und Base. Aber auch Kieselsäure, in Tee oder Wasser aufgelöst, wirkt Wunder.
In Italien bevorzugt man folgende Katermedizin: Einen großen Löffel Kaffeepulver mit dem Saft einer ausgepressten Zitrone und mit einer Prise Salz vermischen und runter damit. Bekannt ist aber auch die "Prairie Oyster". Ein Cocktail für danach, der aus einem Teelöffel Worcestersauce besteht, zwei Spritzern Zitronensaft, ein wenig Essig, zwei Teelöffeln Tomatenketchup, einigen Spritzern Angostura, einem Eigelb und Tabasco. Ein höllischer Drink mit himmlischer Wirkung gegen den Kater.
Alfried Schmitz, Stand vom 19.11.2010






