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Richtig lagern und genießen

Der richtige Champagnergenuss wirft viele Fragen auf: Wie lagert man den guten Tropfen, wie behandelt man ihn und wie trinkt man ihn: in hohen Champagnerflöten und -tulpen oder flachen Sektschalen? Sollen die Flaschen stehen oder liegen? Wie kühl muss der Champagner lagern, und darf es statt eines Weinkellers auch eine Waschküche oder ein Heizungskeller sein? Wird Champagner mit zunehmendem Alter immer besser oder eher ungenießbar? Wir beantworten einige der wichtigsten Fragen.

Mit Sekt gefülltes hohes Glas. (Rechte: WDR/creativ collection)

So trinkt man Champagner richtig

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Die Lagerung des prickelnden Gesöffs

Weine sollen möglichst waagerecht liegen. So bleibt der Korken feucht und der Wein ist dadurch luftdicht verschlossen. Das ist beim Champagner nicht notwendig. Man kann die Flaschen aufrecht stellen. Der Korken bleibt trotzdem feucht. Dafür sorgt die Kohlensäure im Flaschenhals. Eine konstante Temperatur von ungefähr zehn Grad und eine Luftfeuchtigkeit von 70 Prozent sind optimal, um das edle Nass einige Jahre aufzubewahren. Anders als man es von Weinen kennt, gewinnen nur wenige Jahrgangschampagner durch eine lange Lagerung an Qualität. Unter ungünstigen Bedingungen wird Champagner sogar ungenießbar. Je höher die Lagertemperatur, umso schneller altert er.

Verstaubte Flaschen stehen batterieähnlich senkrecht auf weißem Kalkgestein. (Rechte: dpa)

Champagnerflaschen lagern auf Kalkgestein

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Das heißt für den Verbraucher zu Hause: Champagner hat seine volle Reife erzielt, wenn er die Kellerei verlässt. Er sollte also bald getrunken werden. Will man ihn dennoch lagern, muss er nicht nur kühl, sondern unbedingt auch dunkel aufbewahrt werden. Temperaturschwankungen verträgt er nicht. Vorsicht auch bei der Lagerung vor fremden Gerüchen wie von Lösungsmitteln, Farben oder Heizöl. Starke Gerüche schaden dem Champagner. Auch vor Erschütterungen soll man ihn bewahren. Die können durch das Schleudern einer Waschmaschine im Keller verursacht werden.

Der Rennfahrer Juan Pablo Montoya hält eine große Champagnerflasche in den Händen. (Rechte: dpa)

Da blutet dem Kenner das Herz…

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Profis verzichten auf den Knaller

Es empfiehlt sich, Champagnerflaschen vorsichtig zu behandeln. Immerhin müssen sie einen Druck von rund sechs Bar aushalten. Da passiert es leicht, dass der Korken beim Öffnen der Flasche mit großem Knall herausschießt. Durch den raschen Druckverlust in der Flasche kommt es zum Überschäumen. Was bei Siegerehrungen und Feiern durchaus erwünscht ist, versucht der Champagnergenießer zu vermeiden. Nicht nur, weil damit zu viel des edlen Tropfens vergeudet wird, sondern auch, weil zu viel des prickelnden Aromas verloren geht. Um dem vorzubeugen, entfernt man zuerst das Drahtkörbchen und greift dann den Korken. Die Flasche hält man am besten schräg. Dadurch verringert man den Druck auf den Korken. Zur Sicherheit legt man eine Serviette um den Flaschenhals und dreht die Flasche ganz vorsichtig, nicht den Korken. Dadurch bleibt der Korken meistens unbeschädigt und das Öffnen ist fast geräuschlos. Korkenknaller gelten als stillos, nach dem Motto: Was das Ohr gewinnt, geht dem Gaumen später verloren.

Getrunken wird der edle Tropfen mit etwa zehn Grad Celsius, aber nicht kälter und niemals aus vorgekühlten Gläsern. Es sollten immer hohe Gläser sein, sogenannte Tulpen oder Flöten. Aus flachen Sektschalen, wie man sie früher oft verwendete, entweicht die Kohlensäure zu schnell. Das heißt natürlich auch: Champagnerquirle, die dazu dienen, die Kohlensäure aus dem Champagner zu quirlen, werden normalerweise schon lange nicht mehr benutzt.

Bärbel Heidenreich, Stand vom 16.12.2011

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Collage aus Bildmotiven zum Thema Essen und Trinken (Rechte: dpa)

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