• Zum Inhalt springen
  • Zur Hauptnavigation springen
  • Zur Themennavigation springen
  • Zum Suchfeld springen
Logo von Planet Wissen

Planet Wissen Startseite

  • Hilfe
  • Kontakt
  • WDR
  • SWR
  • BR Alpha

Themennavigation

  • Natur Technik
  • Politik Geschichte
  • Kultur Medien
  • Länder Leute
  • Sport Freizeit
  • Alltag Gesundheit

Suche

Hauptnavigation

  • Startseite
  • Sendungskalender
  • Wissen interaktiv
  • Bildergalerien
  • Podcast
  • Mitmachen
  • Kontakt
  • Newsletter
  • Hilfe
  • Impressum

Navigationspfad

Sie befinden sich hier:

  • Planet Wissen
  • Alltag & Gesundheit
  • Wellness
  • Thermalbäder

Thermalbäder

Wo heißes Wasser aus der Erde sprudelt, hat sich das Bäder- und Kurwesen besonders gut entwickelt. Ist das Wasser wärmer als 20 Grad Celsius, spricht man von Thermalwasser. Das Wort thermal leitet sich aus dem Griechischen ab und bedeutet heiß. Dass ein Bad darin wohltuend ist und gegen Alltagsstress, Verspannungen und Stimmungstiefs wirkt, wussten schon die Badefreunde der Antike.

Beleuchtetes Außenbecken der Claudius-Therme in Köln. (Rechte: WDR/Rainer Hackenberg)

Ob drinnen oder draußen: Thermalbäder liegen im Trend

Vergrößern

Mehr zum Artikel

Thermalbäder
Bäderstadt Aachen
Therme-Stationen
Literatur & Co
Link-Tipps

Badevergnügen in der Antike

Die Römer wussten sehr genau, dass Wasser nicht nur zum Waschen, Putzen und Trinken da ist. So ist der Name des belgische Kur- und Bäderorts Spa das Kürzel für das lateinische "sanus per aquam" - gesund durch Wasser. Ein Motto, das die Römer mit raffinierten und beeindruckenden Bäderbauten beherzigten. Im antiken Rom gab es eine Vorstellung vom Gleichgewicht zwischen Körper und Geist. Die öffentlichen Badehäuser, die Thermen, sollten eine Möglichkeit zur Entspannung, Regeneration und Heilung bieten. Darüber hinaus waren sie ein wichtiger Mittelpunkt des gesellschaftlichen Lebens, allerdings nur für Männer. Frauen und Sklaven war der Besuch verboten. Gegen eine geringe Eintrittsgebühr - die Betriebskosten fielen meist der römischen Staatskasse zur Last - konnten die Erholung suchenden Bürger in den gewaltigen Anlagen, die teilweise bis zu 1000 Menschen fassten, entspannen.

Blick auf die freigelegten und überdachten Reste einer alten römischen Badeanlage. (Rechte: Carasana Bäderbetriebe GmbH)

Die Ruinen des römischen Bades in Baden-Baden

Vergrößern

Wurden die ersten Thermalbauten noch durch große Feuerbecken erwärmt, verfeinerte sich die Art der Befeuerung und die Konstruktion der Heizanlagen 89 vor Christus. In diesem Jahr wurde das Hypokaustum, die antike Luftheizung, erfunden. Dabei wurden durch ein System von Hohlräumen in Wänden und Böden die Räume mit heißer Luft erwärmt. Nun war es möglich, die Raumtemperatur im Dampf- und Heißluftbad auf 55 Grad Celsius zu steigern. Auch die Badetemperatur der Römer war hoch, sie lag bei etwa 40 Grad Celsius. Nicht immer musste das Wasser der Thermen künstlich erhitzt werden. An manchen berühmt gewordenen Orten wie zum Beispiel der Kurstadt Aachen sprudelten heiße Quellen direkt aus der Erde. Sie sind bis heute nicht versiegt und dienen nach wie vor als Bade-, Kur- und Erholungsort.

Mineralwasser wird von einer Flasche in ein Glas gegossen. (Rechte: dpa)

Wasser ist nicht gleich Wasser

Vergrößern

Jungbrunnen der Natur

Bis heute hat sich an der Wellness-Idee der Römer nicht viel verändert. Auch in unserer Zeit haben Thermalbäder und Bäderkuren Hochkonjunktur. Denn die heißen Quellen haben oft weit mehr zu bieten als Entspannung und Erholung: Viele der Thermalwässer sind staatlich anerkannte Heilwässer, deren heilende Wirkung zu therapeutischen Zwecken eingesetzt wird. So hat sich in der Medizin ein Forschungszweig der Bäderkunde etabliert: die Balneologie. Sie weist anhand wissenschaftlicher Untersuchungen die Heilwirkung der Thermalwasseranwendungen nach.

In Deutschland wird streng unterschieden zwischen Mineral- und Heilwasser. So wird Mineral- wie Trinkwasser als Lebensmittel angesehen und juristisch als solches behandelt. Heilwasser hingegen gilt als Fertig-Arzneimittel und wird vom Bundesgesundheitsministerium strengen Tests unterzogen. Die heilende, lindernde oder vorbeugende Wirkung eines Mineralwassers muss wissenschaftlich zweifelsfrei erwiesen sein, bevor es sich Heilwasser nennen darf.

Steinige Landschaft auf Island mit heißen, blauen Wasserflächen über denen Dampf aufsteigt. (Rechte: WDR/Teves)

Auf Island sind heiße Quellen allgegenwärtig

Vergrößern

Heißes Nass aus den Tiefen der Erde

Thermalwasser ist ursprünglich einmal Niederschlagswasser gewesen. Über viele Jahrhunderte versickerte es in der Erde, durchdrang durchlässige Gesteinsschichten und erwärmte sich durch die zunehmende Nähe zum heißen Erdinneren. Im Normalfall steigt die Temperatur des auf diese Weise erhitzten Wassers alle 33 Meter um ein Grad Celsius. Ab einer Wassertemperatur von 20 Grad Celsius wird es Thermalwasser genannt.

Auf dem Weg in die kilometerweiten Tiefen des Erdinneren reichert sich das Thermalwasser im Laufe der Zeit mit Spurenelementen und Mineralien an. In manchen Fällen laugt das Wasser Salzlagerstätten - sogenannte Solen - aus, aber auch Kalkgestein und Gipslager spielen für die Mineralanreicherung eine Rolle. Natriumchlorid (Kochsalz), Kohlensäure, Schwefel, Jod, Kalzium, Eisen, Magnesium, Kalium und Fluor gehören zu den Bestandteilen, die sich im Thermalwasser wiederfinden. An manchen Stellen gelangt das Thermalwasser aus großen Tiefen als natürliche Quelle an die Erdoberfläche. Mineral- und Thermalwässer werden aber auch künstlich erschlossen, indem wasserführende Schichten durch den Bau eines Brunnens angezapft werden.

Thermalbad in Budapest mit kunstvoll verzierten Säulen und Glasdach. (Rechte: Mauritius)

Es gibt viele Anwendungsmöglichkeiten für Thermalwasser

Vergrößern

Damit die Gesundheit nicht baden geht

Thermalwässer und -bäder unterscheiden sich oft sowohl in der Höhe der Temperatur als auch im Hinblick auf die mineralischen Inhaltsstoffe des Wassers erheblich. So lindern Kohlensäurebäder durch den reichen Gehalt an Kohlendioxid Bluthochdruck und Herz-Kreislaufbeschwerden und regen spürbar eine bessere Durchblutung an. Die übel riechenden Schwefelquellen werden bei Haut- und Gelenkleiden in Anspruch genommen, etwa bei Schuppenflechte, Neurodermitis, Akne oder rheumatischen Beschwerden. Auch die Solebäder mit ihrem hohen Kochsalzgehalt werden gerne gegen rheumatische Beschwerden und Schmerzen im Bewegungsapparat eingesetzt.

Thermalwasser wird aber nicht nur äußerlich als Bad angewendet, auch Inhalationen lassen sich vornehmen. Zudem wird Mineral- und Heilwasser in kosmetischen Präparaten verarbeitet. Dosierte Heilwasser-Trinkkuren können bei Stoffwechselerkrankungen, wie zum Beispiel Diabetes, lindernd wirken.

Gregor Delvaux de Fenffe, Stand vom 27.10.2011
Sendung: Zurück ins Leben - Von der Kur zur Reha, 03.11.2011

Verwandte Themen bei Planet Wissen

Badekultur

Ob in der eigenen Wanne, im Schwimmbad, Kurbad, Strandbad, Wellness- oder Spaßbad: Baden und Schwimmen erfreut sich nach wie vor großer Beliebtheit.

http://www.planet-wissen.de

Reha und Kur

Wo sich Thermalbäder befinden, sind meist auch professionelle Kur- und Rehaeinrichtungen nicht weit. Was man unter Reha versteht und wer sie in Anspruch nehmen darf, können Sie hier nachlesen.

http://www.planet-wissen.de

Seite teilen

Über Social Bookmarks
  • Facebook LogoFacebook
  • Twitter LogoTwitter
  • VZ-Gruppe LogoVZ-Gruppe
  • Wer-Kennt-Wen LogoWer-Kennt-Wen
  • Delicious LogoDelicious
  • Mr. Wong LogoMr. Wong

Mehr zum Thema

Bildcollage zum Thema Ayurveda-Grundlagen

Wellness


  • Massagen
  • Feng Shui
  • Ayurveda
  • Badekultur

nach oben

  • Seite empfehlen
  • Seite drucken
  • Impressum

URL dieser Seite: /alltag_gesundheit/wellness/thermalbaeder/index.jsp

© WDR / SWR / BR-alpha 2013

WDR, SWR und BR-alpha sind nicht für die Inhalte fremder Seiten verantwortlich, die über einen Link erreicht werden.