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Leder und seine Verwendung

Neben Holz, Stein und Wolle gehört Leder zu den ältesten Materialien, die Menschen genutzt haben. Kein Wunder, denn gegerbte Tierhaut ist ein sehr robustes und vielfältig einsetzbares Material. Früher wurden beispielsweise auch Teile von Waffen aus Leder gefertigt - heutzutage sind es vor allem alltägliche Gebrauchsgegenstände, die aus dem Naturmaterial hergestellt werden.

Herrenschuhe aus Leder. (Rechte: Mauritius)

Für Schuhe wird das meiste Leder verarbeitet

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Schuhe

Aus mehr als der Hälfte des weltweit hergestellten Leders werden Schuhe produziert: Im Jahr 2007 waren es laut Internationalem Verband der Gerber (International Council of Tanners, ICT) 52 Prozent. Dafür sind je nach Modell ganz unterschiedliche Lederarten notwendig - von festem Leder für die Sohle bis hin zu weichem Material für das Oberteil des Schuhs, das Oberleder genannt wird.

Mit 62 Prozent stammt das meiste Leder weltweit vom Rind, gefolgt von Schaf (15 Prozent) und Schwein (elf Prozent).

Nahaufnahme einer braunen Ledercouch. (Rechte: Mauritius)

Strapazierfähiger Sofabezug

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Möbel

Rund 14 Prozent der gegerbten Tierhäute werden in der Möbelindustrie weiterverarbeitet. Hier wird das Leder vor allem als strapazierfähiger Bezug von Sofas und Sesseln verwendet.

Seit 1970 ist die Lederproduktion in den Entwicklungsländern kontinuierlich angestiegen, während sie in den Industrieländern Anfang der 1990er Jahre merklich zurückging und seitdem stagniert. Inzwischen stellen die Entwicklungsländer rund doppelt so viel Leder her wie die Industrieländer.

Innenraum eines Autos mit Ledersitzen. (Rechte: Mauritius)

Luxus für Autofahrer

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Autos

Mit gut zehn Prozent liegt die Autoindustrie bei der Lederverwendung an dritter Stelle. Neben den Sitzen, die vor allem in teuren Modellen meist mit dem edlen Naturmaterial bezogen sind, wird teilweise auch das Cockpit mit Leder verkleidet.

Den größten Anteil des im Jahr 2007 hergestellten Rinderleders hatte laut Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) China, gefolgt von Indien und den USA.

Männer mit Lederhosen sitzen auf einer Bierbank. (Rechte: Mauritius)

Bayerische Wertarbeit: die "Krachlederne"

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Kleidung

Die Kleidungsindustrie liegt in Sachen Leder weltweit gesehen mit zehn Prozent knapp hinter der Autoindustrie. Aus dem Naturmaterial produziert werden vor allem Jacken, Hosen, Mäntel und Handschuhe - diese werden in der Statistik der ICT mit einem Anteil von 4,4 Prozent sogar gesondert aufgeführt. Die hergestellten Kleidungsstücke sollen häufig schützen, beispielsweise beim Motorradfahren. Darüber hinaus ist Lederbekleidung, vor allem in Schwarz, in der Sado-Maso-Szene sehr beliebt. In Bayern sind Lederhosen ein wichtiger Bestandteil der traditionellen Tracht.

Hellbrauner Lederball. (Rechte: Mauritius)

Gekickt wird schon länger nicht mehr mit Lederbällen

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Fußball, Kuckucksuhr und Orgel

Fußbälle werden zwar immer noch gerne als "rundes Leder" bezeichnet, doch sie werden schon seit einiger Zeit aus Kunststoff gefertigt, weil dieser leichter ist und andere Flugeigenschaften aufweist. Dagegen werden Teile verschiedener Sportgeräte beim Turnen noch immer mit Leder bezogen, so zum Beispiel die Ringe und das Pferd. Ein kleines Stück Leder steckt auch in mancher Kuckucksuhr - das Häuschen, in dem der Kuckuck schläft, ist bei manchen Modellen damit ausgekleidet, um einen besseren Kuckucksklang zu erzeugen. Apropos Klang: Bei Orgeln werden die Blasebälge aus Leder gefertigt.

Alexandra Stober, Stand vom 27.08.2010

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Bildcollage zum Thema Werkstoffe. (Rechte: WDR)

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