Tipps für den Kauf von Teppichen
Qualität eines Orientteppichs
Dennoch gibt es verschiedene Kriterien zur Bestimmung von wertvollen Teppichen. Ausschlaggebend für die Qualität eines Orientteppichs, sozusagen seine Visitenkarte, sind folgende Merkmale: Die Provenienz (Stadt), in der er hergestellt wurde, das Alter, die Größe, das Herkunftsland, die Materialqualität wie Wolle, Seide oder Ziegenhaar und die Anzahl und Regelmäßigkeit der Knoten.
Die Knotendichte ist sowohl im Herstellerland als auch bei der Qualitätsbeurteilung durch den europäischen Teppichkäufer von großer Bedeutung. Durch die Art der Kettfädenspannung, der Garnstärke und der Schussfadenführung lässt sich recht genau bestimmen, welche Knotenzahl ein Teppich pro Quadratdezimeter später aufweist. Die Knüpfdichte hängt in entscheidendem Maße auch von der Stärke der verwendeten Fäden ab. Ein Teppich aus dicken Garnfäden erlaubt nur eine geringere Anzahl gröberer Knoten. Ein Isfahan oder ein Nain aus feinstem Seidengarn hingegen weist in der Regel eine größere Anzahl an Knoten auf als ein Bauernteppich aus Anatolien.
Die richtige Pflege
Da sich Staub zwischen die Knoten setzen kann, ist es wichtig, den Teppich von beiden Seiten abzusaugen. Auch sollte man den Teppich hin und wieder mit viel Wasser abwaschen. Machen Sie es sich einfach und bringen Sie Ihren Teppich in spezielle Teppichwäschereien. Nach dem Waschen sollte der Teppich mit Laolin, einem Fett eingerieben werden, dann ist der Teppich so gut wie imprägniert.
Auf keinen Fall sollten Sie jedoch den Teppich über eine Stange im Freien werfen und mit dem Teppichklopfer bearbeiten. Dann können die Knoten und Kettfäden brechen. Mit beschädigten oder gerissenen Teppichen sollte man sich am besten an spezielle Teppichrestauratoren wenden.
Sabine Kaufmann, Stand vom 01.06.2009






