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Merinowolle

Eine der besten und hochwertigsten Wolle liefern Merinoschafe. Diese Schafrasse besitzt ein dichtes, gleichmäßig langes Haarkleid. Merinowolle ist stark gekräuselt, weich, leicht und sehr elastisch. Und: Sie kratzt nicht. Diese Eigenschaften machen sie zur bevorzugten Wolle für Bekleidungstextilien.

Schäfer mit einer Herde Merinoschafe auf einer Wiese. (Rechte: WDR/AP)

Merinoschafe liefern hervorragende Wolle

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Weich und wollig

Das Merinoschaf gibt die feinste Wolle, die vor allem für Pullover, Schals, Strümpfe und feine Stoffe verwendet wird. Von dieser Rasse gewinnt man auch die meiste Wolle, jährliche Spitzenwerte von zehn Kilogramm pro Schaf sind möglich - das ist etwa der dreifache Ertrag eines gewöhnlichen Schafes.

Die Rückseite von mehreren geschorenen Schafen. (Rechte: dpa)

Wollproduzenten im großen Stil

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Das Merinoschaf wurde im 14. Jahrhundert in Spanien aus der Kreuzung einer kleinen asiatischen Rasse mit einem afrikanischen Küstenschaf gezüchtet. Das spanische Königshaus ahndete damals die Ausfuhr der Merinos mit der Todesstrafe, und so wurde die "spanische Wolle" viele Jahrhunderte lang zur besten Handelsware der Welt. Im 18. Jahrhundert schließlich wurden die ersten Merinos nach Deutschland ausgeführt, wo Züchter sie wiederum mit heimischen Rassen kreuzten. Als europäische Siedler die ersten Merinoschafe nach Australien brachten, konnte sich dieser Kontinent gemeinsam mit Neuseeland zum weltweit größten Wollproduzenten entwickeln. Der Weltmarktanteil von Merinowolle liegt bei rund 40 Prozent. Die hochwertige Schurwolle wird heute hauptsächlich vom australischen Merinoschaf gewonnen.

Kopf eines Merinoschafs. Um die Schnauze ein Abzeichen mit der Aufschrift 'Sieger'. (Rechte: ZB)

Die besten Merinos werden sogar prämiert

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Merino ist nicht gleich Merino

Die Merinoschafe sind zwar durch eine vermehrte Wollfettbildung vor Witterungseinflüssen geschützt, trotzdem sind sie witterungsabhängiger und empfindlicher als andere Rassen. Mittlerweile existieren weltweit zahlreiche Kreuzungen der Merinos mit anderen Rassen, die sich im Feinheitsgrad der Wolle und in ihren Ansprüchen an klimatische Bedingungen unterscheiden. Die australischen Merinoschafe sind weiß, ihre Wolle ist daher besonders für das Färben mit Pastellfarben geeignet. In Deutschland gibt es das in Niedersachsen heimische Merinofleischschaf sowie das Merinolandschaf, das vorwiegend in Süddeutschland gehalten und wegen seiner hervorragenden Marschfähigkeit in der Wanderschäferei eingesetzt wird. Die Wolle der Merinolandschafe ist weiß bis beige, es gibt aber auch naturbraune und braun melierte.

Susanne Wagner, Stand vom 01.06.2009

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Bildcollage zum Thema Werkstoffe. (Rechte: WDR)

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