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Die Wollqualität von Schafen

Die heutigen Schafrassen mit ihrem hohen Ertrag an Wolle sind das Ergebnis jahrhundertelanger Züchtung. Durch Kreuzungen gelang es, die Wolle zu verfeinern, zu verdichten und zu verlängern sowie den jahreszeitlichen Fellwechsel, den dünnen Sommer- und den dichten Winterpelz, größtenteils zu unterbrechen. Die Wollqualität reicht heute von feinster Struktur für die Verarbeitung zu Kammgarnen - zum Beispiel Gabardine - und Streichgarnen, etwa Tweed und Loden, bis hin zu gröberem Material für die Herstellung von Teppichen und Wandbehängen. Nach Haarkleid und Wollqualität können Merino-, Crossbred-, Langwoll-, Kurzwoll- und Grobwollschafe unterschieden werden.

Eine Heidschnucke mit langem, weißen Harr und gekrümmten Hörnern. (Rechte: dpa)

Heidschnucken besitzen sehr grobe Wolle

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Feine Wolle

Merinowollschafe besitzen die feinsten Wollhaare: Die Merinowollen sind kürzere, 40 bis 120 Millimeter lange, stark gekräuselte, weiche und relativ glanzarme Wollsorten von hervorragender Gleichmäßigkeit und Elastizität. Zu den Lieferanten der Merinowolle zählen unter anderem Feinwoll-Merinos, Merinofleischschafe und Merinolandschafe. Merinowollen werden in der Oberbekleidung, für Sportstoffe, Strickwaren, Strümpfe und Socken sowie als Handstrickgarn verwendet.

Kopf und Oberkörper eines braunen Coburger Schafes. (Rechte: Mauritius)

Coburger Schafe sind wegen ihres Fleisches beliebt

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Mittelfeine Wolle

Die Crossbredwolle ist eine mittellange, noch relativ feine, aber robuste Wolle. Sie stammt vom Crossbred-Schaf, einer Kreuzung zwischen dem feinwolligen Merinoschaf und dem langhaarigen Lincolnschaf. Schafe mit mitelfeinem Haarkleid dienen weniger zur Gewinnung von Wolle, sondern werden vor allem wegen ihrer guten Fleischeigenschaften gehalten.

Lange Wolle

Langwollschafe zeichnen sich durch einen Jahreswollwuchs von 180 bis 400 Millimeter, große Fruchtbarkeit und hohe Milchleistung aus. Zu ihnen zählen unter anderem das englische Leicester-Schaf sowie das Lincoln-Schaf.Die aus den Langwollschafen gewonnenen Wollen, so genannte Cheviot- oder Glanzwollen, sind nur wenig geschuppt und gekräuselt, dafür sehr glanzreich. Sie dienen zur Herstellung von Möbelstoffen, gröberen Strickwaren, Teppichen und rustikalen Handstrickgarnen.

Kurze Wolle

Die Wolllängen der Kurzwollschafe liegen unter 60 Millimeter. Kurzwollig sind unter anderem die Suffolk-, Southdown- und Shetland-Schafe.

Schwarze Karakul-Schafe auf einem kargen Hügel. (Rechte: dpa)

Karakul-Schafe sind sehr genügsam

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Grobe Wolle

Zu den Grobwoll- und Pelzschafen gehören unter anderem Heidschnucke und Karakul-Schaf. Die in der Lüneburger Heide heimische Heidschnucke gilt als die genügsamste, aber auch leistungsschwächste Schafrasse Deutschlands: Während sich alle anderen Vliese von Hand verarbeiten lassen, ist ihre grobe Wolle wegen der fehlenden Kräuselung nicht zum Handspinnen geeignet. Aus ihrer Wolle werden rustikale Teppiche hergestellt.

Das Karakul-Schaf ist für die Pelzgewinnung von großer Bedeutung. Die Lämmer werden bereits im Alter von drei bis acht Tagen geschlachtet. Ihr Fell hat die dichten, glänzend schwarzen, gekräuselten Locken, aus dem Persianerpelze angefertigt werden. Karakul-Schafe werden heute vor allem in Afghanistan, Südrussland und Südafrika gezüchtet.

Susanne Wagner, Stand vom 01.06.2009

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Bildcollage zum Thema Werkstoffe. (Rechte: WDR)

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