Müll trennen ist einfach – ein paar Tipps helfen weiter

Drei verschiedene Mülltonnen nebeneinander.

Müllentsorgung

Müll trennen ist einfach – ein paar Tipps helfen weiter

Eigentlich ist Müll trennen denkbar einfach. Plastik in den Gelben Sack, Organisches in die Biotonne, Glas in den Container und so weiter. Dennoch kann man beim Trennen ein paar Fehler machen, die sich vermeiden lassen.

Wohin mit blauem Glas?

Wer Glasflaschen zum Glascontainer bringt, sollte darauf achten, sie möglichst farbrein zu entsorgen: also darauf achten, dass weißes, grünes und braunes Glas in die entsprechenden Behälter geworfen werden. In den Sortieranlagen muss sonst mühsam nachsortiert werden. Das kostet Energie und Geld.

Da die Glascontainer nur in die Farbgruppen Weiß, Braun und Grün eingeteilt sind, wissen viele Verbraucher nicht, wo sie blaues oder andersfarbiges Glas entsorgen sollen. Dabei muss man sich nur merken: Alle Farben, die sich nicht einwandfrei zuordnen lassen, gehören in den Sammelbehälter für Grünglas. Denn im Gegensatz zu Weißglas veträgt Grünglas beim Recycling einen geringen Anteil an Fehlfarben.

Deckel ja, Spiegel nein

Glasflaschen auf einer Deponie

Zu grünen Flaschen dürfen sich blaue gesellen

Obwohl Verschlüsse und Deckel grundsätzlich in den Gelben Sack gehören, können moderne Sortieranlagen sie mittlerweile automatisch vom Glas trennen – egal ob sie aus Aluminium, Kunststoff, Weißblech oder Kork sind. Es ist also im Gegensatz zu früher kein Problem, wenn Verbraucher Deckel auf den Gläsern lassen.

Tabu für Glascontainer sind dagegen Keramik- oder Tonscherben, Glühbirnen, Fensterglas, Spiegel und auch Trinkgläser. Sie haben einen anderen Schmelzpunkt als zum Beispiel Getränkeflaschen oder Marmeladengläser.

Übrigens: Wer schon einmal beobachtet hat, wie Altglascontainer geleert werden, könnte sich fragen, warum man sich beim Sortieren so viel Mühe macht, wenn das Glas im Laderaum doch wieder zusammengeworfen wird. Dabei ist die Lösung einfach: Im Inneren des Fahrzeugs befinden sich getrennte Kammern, die sich separat befüllen lassen.

Becher nicht ausspülen

Weder Konservenbüchsen noch Gurkengläser oder Joghurtbecher sollte man ausspülen. Sie müssen nicht sauber in die Sortieranlagen oder zur Verbrennung. Das überflüssige Spülen verbraucht lediglich Energie und Wasser und belastet die Umwelt durch den Einsatz von Spülmitteln zusätzlich.

Taschentücher nicht ins Altpapier

In einer Altpapier-Sortieranlage steht ein Mann in einem Haufen Papier.

Nur sauberes Papier kann wiederwendet werden

Nicht alles, was wie Papier aussieht, gehört in die Altpapiertonne. Tetrapacks beispielsweise haben hier nichts verloren: Sie bestehen zwar von außen aus Karton, sind aber beschichtet; es ist also kein "reines" Papier und darf nicht mit den Zeitungen und alten Zeitschriften zusammen entsorgt werden. Auch verschmutztes Papier, Taschen- und Haushaltstücher, Tapeten, Back-, Transparent- und Kohlepapier sowie Fotos dürfen nicht zum Altpapier, sondern müssen in den Restmüll.

Wer Verpackungskartons entsorgt, sollte sicherstellen, dass etwaiges Dämmmaterial wie zum Beispiel Styropor nicht mit in die Papiertonne fliegt. Klebebänder und Klammern sollte man, so weit es geht, entfernen.

Tipps für den Biomüll

Gekochte Essensreste wie Fleisch, Fisch und Suppen sollten grundsätzlich nicht in die Biotonne, da sie Fliegen und anderes Ungeziefer anlocken. Andere Bioabfälle aus der Küche wickelt man am besten in Zeitungspapier, das die Feuchtigkeit aufnimmt und so verhindert, dass sich Maden bilden.

Auch den Boden der Tonne sollte man mit einer dicken Schicht zerknüllter Zeitungen bedecken. Vor allem im Sommer ist der beste Platz für die Biotonne im Schatten, auf keinen Fall in der prallen Sonne.

Autorinnen: Mareike Potjans/Melanie Wieland

Stand: 15.08.2016, 11:00

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