Weinbau weltweit

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Faszination Wein

Vinho Verde in Portugal

Eine Weinrebe ist eine rankende Pflanze und benötigt daher eine ständige Unterstützung. Rebengewächse wollen hoch hinaus. Im Vinho-Verde-Gebiet in Portugal wachsen die Reben an vier Meter hohen Pfahlkonstruktionen in die Höhe. Das ist sehr arbeitsaufwendig, hat aber den Vorteil, dass sich die Gefahr Pilzinfektionen verringert

Eine Weinrebe ist eine rankende Pflanze und benötigt daher eine ständige Unterstützung. Rebengewächse wollen hoch hinaus. Im Vinho-Verde-Gebiet in Portugal wachsen die Reben an vier Meter hohen Pfahlkonstruktionen in die Höhe. Das ist sehr arbeitsaufwendig, hat aber den Vorteil, dass sich die Gefahr Pilzinfektionen verringert

Das Gebelet-System wie hier im Gebiet Chateau-Neuf-du-Pape ist die wohl älteste Form der sogenannten Reberziehung. Schon in der Antike bauten die Römer ihren Wein so an. Der Rebstamm wird kurz gehalten, und die Reben werden nicht einzeln gestützt - wie ein Busch sieht das am Ende aus. Für den Massenweinbau ist dieses System ungeeignet, aber Spitzenwinzer im Mittelmeerraum wissen es zu schätzen.

Die klassische Südtiroler Reberziehung ist die Pergola. Die Perglerziehung hat ein Laubdach - alle Pflegearbeiten müssen von unten erfolgen. Dieser Weinanbau gilt heute als überholt. Er ist jedoch ein optisches Highlight und ein landschaftliches Element Südtirols.

Von "kriechender Erziehung " ist bei dieser Form des Rebanbaus die Rede: die Korberziehung auf Santorin. Die Reben kriechen freiwachsend am Boden, nur ein Korb bringt sie in Form. Dadurch trotzen die Reben starken Winden und die Trauben werden geschützt. Außerdem kann die Rebe so besser Feuchtigkeit speichern. Deshalb ist diese Methode in besonders trockenen Gegenden beliebt.

Wie gemalt wirken die Weinberge im herbstlichen Burgenland. Das Burgenland ist Österreichs zweitgrößte Weinanbauregion. Auf etwa 16.500 Hektar pflanzen rund 8000 Betreibe Wein an. Die Trauben bekommen bis zu 2000 Stunden Sonnenschein durchschnittlich im Jahr.

Das sieht abenteuerlich aus und es ist es auch: Um die extremen Steillagen an der Mosel zu bewirtschaften, wurde die Monorack-Bahn entwickelt. Hier befördert ein Erntehelfer auf dem Berg Calmont bei Bremm frisch gelesene Riesling-Trauben ins Tal. Der Bremmer Calmont weist eine Steigung von bis zu 68 Grad auf.

Mit der Monorack-Bahn werden an der Mosel Menschen und Lasten in die extremen Steilhänge der Mosel gebracht. Ohne die Bahn wäre der Weinbau hier nicht mehr rentabel. Menschen könnten die schweren Lasten in und aus den Weinbergen nicht transportieren.

Der Blick aus den Weinhängen auf die Mosel ist schon etwas Besonderes. An der Mosel wachsen vor allem Weißweine – in erster Linie die Sorten Riesling und Müller-Thurgau. Das Bild zeigt die Mosel bei Traben-Trarbach, etwa 40 Kilometer nordöstlich von Trier gelegen.

Stand: 12.01.2017, 11:00 Uhr

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