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Die Göltzschtalbrücke

Fahren Sie doch mal ins Vogtland, einen reizvollen Landstrich zwischen Sachsen und Bayern und besuchen Sie dort eine Eisenbahnbrücke, die über 150 Jahre alt und immer noch in Betrieb ist. Sie ist einzigartig, denn sie ist die größte Ziegelsteinbrücke der Welt, und schon ihre technischen Daten sind eindrucksvoll. Sie liegt an der Bahnlinie Zwickau - Hof zwischen den Städten Reichenbach und Plauen.

Blick von oben auf eine große Brücke mit vier Ebenen und zahlreichen Bögen. (Rechte: AKG, Wulf, Reimer)

Noch heute im täglichen Einsatz

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Ein Projekt von nie zuvor erreichter Größe

Die Pfeilerbrücke mit Rundbögen aus mehr als 20 Millionen Ziegelsteinen war ein Projekt von nie zuvor erreichter Größe und Form. Über 1700 Bauarbeiter waren zeitweilig auf dem riesigen Bauplatz tätig. Transportwege, Ziegeleien und andere Betriebe in nächster Nähe wurden neu gegründet. Neben den Ziegelsteinen wurden für die Gründungen, Deckplatten und Sockel Granit aus der vogtländischen Umgebung, Sandstein aus Altenburg, Rochlitz und Pirna verbaut.

Die unterste Ebene der Göltzschtalbrücke besteht aus zehn Pfeilern mit einer Höhe von 23 Metern, die zweite hat 17 Pfeiler mit 20 Metern Höhe, das dritte Stockwerk steht auf 22 Pfeilern mit 17 Metern und das letzte auf noch einmal 22 Pfeilern mit 16 Metern bis zur Schienenebene. Um die Brücke bei Reparaturen begehen zu können, erhielten alle Pfeiler Durchbrüche.

Am 15. Juli 1851 begann der reguläre Zugverkehr über die Göltzschtalbrücke. Und wer sie heute sehen will, muss nur am nahegelegenen Bahnhof Netzschkau aussteigen.

Technische Daten

Höhe: 78 Meter
Länge: 574 Meter
Größte Spannweite eines Bogens: 30,9 Meter
Bauarbeiter: bis zu 1736
Verwendete Ziegel: 26.021.000
Bauzeit: 1846 bis 1851
Baukosten: circa 2.200.000 Taler (6.600.000 Goldmark)

Immo Sennewald, Stand vom 01.06.2009

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