Die Göltzschtalbrücke
Ein Projekt von nie zuvor erreichter Größe
Die Pfeilerbrücke mit Rundbögen aus mehr als 20 Millionen Ziegelsteinen war ein Projekt von nie zuvor erreichter Größe und Form. Über 1700 Bauarbeiter waren zeitweilig auf dem riesigen Bauplatz tätig. Transportwege, Ziegeleien und andere Betriebe in nächster Nähe wurden neu gegründet. Neben den Ziegelsteinen wurden für die Gründungen, Deckplatten und Sockel Granit aus der vogtländischen Umgebung, Sandstein aus Altenburg, Rochlitz und Pirna verbaut.
Die unterste Ebene der Göltzschtalbrücke besteht aus zehn Pfeilern mit einer Höhe von 23 Metern, die zweite hat 17 Pfeiler mit 20 Metern Höhe, das dritte Stockwerk steht auf 22 Pfeilern mit 17 Metern und das letzte auf noch einmal 22 Pfeilern mit 16 Metern bis zur Schienenebene. Um die Brücke bei Reparaturen begehen zu können, erhielten alle Pfeiler Durchbrüche.
Am 15. Juli 1851 begann der reguläre Zugverkehr über die Göltzschtalbrücke. Und wer sie heute sehen will, muss nur am nahegelegenen Bahnhof Netzschkau aussteigen.
Technische Daten
Höhe: 78 Meter
Länge: 574 Meter
Größte Spannweite eines Bogens: 30,9 Meter
Bauarbeiter: bis zu 1736
Verwendete Ziegel: 26.021.000
Bauzeit: 1846 bis 1851
Baukosten: circa 2.200.000 Taler (6.600.000 Goldmark)
Immo Sennewald, Stand vom 01.06.2009





