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Windmühlentypen

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Fünf Segelwindmühlen auf der griechischen Insel Mykonos (Rechte: Gregor Delvaux de Fenffe)

Die ursprünglichsten Windmühlen

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Segelwindmühle

Die Segelwindmühle gehört zu den ursprünglichsten und ältesten Windmühlen der Erde. Besonders an den Küstengebieten im Mittelmeerraum, in Griechenland, Spanien, Portugal und Nordafrika ist dieser Mühlentyp auch heute noch verbreitet. Oft sind die Mühlen ein Anziehungspunkt für Touristen. Typisch für die Segelwindmühle sind der zylindrische Mühlenkörper und die spitz zulaufende Dachkonstruktion. Durch die Hauptwelle werden vier Rundhölzer getrieben, die acht Flügelstangen ergeben. Auf die acht Flügel wird wie bei Segelschiffen das typische Dreieckssegel aufgezogen. Drehkreuz und Mühlenrumpf sind statisch, die Mühle lässt sich nicht drehen, was aufgrund der konstanten Küstenwinde nicht nötig ist.

Die Bockwindmühle von Abbenrode südöstlich von Braunschweig (Rechte: Hans-Jürgen Noack)

Die älteste Mühle im europäischen Raum

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Bockwindmühle

Die Bockwindmühle ist auch bekannt unter dem Namen "Deutsche Windmühle" oder "Kastenmühle". Dieser Mühlentyp ist entwicklungsgeschichtlich der älteste im europäischen Raum. Bei der Bockwindmühle sitzt der gesamte Mühlenkörper auf dem Bock oder Kreuzwerk und kann mit Hilfe des Sterzes, eine Art schräg abfallenden Ruderbalken, bequem um die eigene Achse gedreht werden. So lassen sich die Flügelflächen der Mühle jederzeit in den Wind drehen. Aufgrund der häufig wechselnden Windrichtungen in Mitteleuropa war die technisch hochwertige und komplexe Konstruktion der drehbaren Bockmühle wichtig und wegweisend für die Mühlengeschichte. Fundierte theoretische Kenntnisse und großes handwerkliches Geschick waren vonnöten, um die Konstruktion der Bockwindmühle durchzuführen. Besonders das Wissen der Klosterwerkstätten ermöglichte diesen technischen Fortschritt beim Mühlenbau.

Kokerwindmühle in Honigfleth bei Wilster (Rechte: Hans-Jürgen Noack)

Eine Weiterentwicklung der Bockwindmühle

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Kokerwindmühle

Die Kokerwindmühle (Koker = Köcher) ist eine Weiterentwicklung der Bockwindmühle. Die Kokermühle ist heute nur noch vereinzelt anzutreffen, sie wurde in Holland zur Entwässerung der Polder eingesetzt. Auch die Kokerwindmühle lässt sich um die eigene Achse drehen. Doch ist bei ihr der Bock massiv, ausgebaut und sehr viel größer und höher. Der dadurch geschrumpfte, drehbare Antriebskasten ruht auf dem Unterbau auf und beherbergt die zum Flügelkreuz austretende Welle sowie das Getriebe. Mahlwerk oder Pumpenanlage befinden sich hingegen im Unterbau, dem Mühlengebäude. Auch die Kokerwindmühle wird mit dem Sterz in den Wind gedreht.

Erdholländer Stove von 1889, nördlich von Wismar nahe der Ostseeküste (Rechte: Hans-Jürgen Noack)

Sie wird auch Achtkanter genannt

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Holländerwindmühle

Die Holländerwindmühle hat sich im 16. Jahrhundert in den Niederlanden aus der Kokerwindmühle weiterentwickelt. Der Mühlenturm ist höher geworden als bei den herkömmlichen Mühlentypen und weist bis zu fünf Etagen auf. Um den Sterz zu bedienen oder die Mühlenflügel zu erreichen, weisen manche Holländerwindmühlen eine Galerie auf, die zu der weiteren Typbezeichnung Galerieholländer geführt hat.Hauptwelle und Flügelkreuz der Holländerwindmühle ragen aus der im Vergleich zur Kokermühle geschrumpften Haube, die je nach Windrichtung mittels eines Sterzes oder auch der Windrose gedreht werden kann. Der sich nach oben hin verjüngende Mühlenkörper ruht auf einem achtkantigen, gemauerten Fundament, weshalb die Holländerwindmühle auch "Achtkanter" genannt wird. Der obere Teil der Mühle ist meist mit Holzschindeln oder Schilf verkleidet.

Paltrockmühle in Quickborn bei Dannenberg (Rechte: Hans-Jürgen Noack)

Erinnert an den langen Mantel der Büßer

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Paltrockwindmühle

Die Paltrockmühle hat sich aus der Bockwindmühle entwickelt. Der geräumige Mühlenkörper wurde bis zum Boden hin verlängert. Das gab der Paltrockmühle ihr charakteristisches Aussehen, das an den "Paltrock" den langen Mantel der Büßer und Mönche erinnerte. Die Mühle stand nicht länger aufgesetzt auf einen Bock. Ein stählerner Rahmen verband die vier Eckpfosten der Mühle und wurde auf eine gusseiserne Rollenbahn aufgelagert. Ein gemauertes Fundament trug die Konstruktion der Paltrockmühle, auf der sich nun die gesamte Mühle je nach Belieben drehen ließ.

Gregor Delvaux de Fenffe, Stand vom 01.06.2009

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Collage mehrerer Bauwerke (Rechte: SWR)

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