Literatur & Co.
Bücher
"Wer will des Stromes Hüter sein?". 40 Burgen und Schlösser am Mittelrhein
Die Region des mittleren Rheintals wurde zum Weltkulturerbe ernannt. Hier reihen sich die Burgen aneinander wie Perlen auf einer Kette. Alle zwei Kilometer stößt man auf eine Burg oder Ruine. Mit diesem Band lassen sie sich sehr gut entdecken. Unter anderem sind darin die Loreley und natürlich Stolzenfels, Lahneck und andere beschrieben.
1000 Schlösser, Burgen und Paläste. Eine Bildreise zu den schönsten Bauten in 5 Kontinenten
Vom unbekannten Tintenpalast in Windhuk, der einst als Verwaltungssitz der deutschen Kolonialverwaltung diente und seinen Namen im Volksmund wohl deshalb erhielt, weil hier der "Bürokratensaft" in Strömen floss, über die Wiege des Abendlandes mit seinem fast 4000 Jahre alten Palast von Knossos, bis hin zum Königspalast von Phnom Penh stellt das Werk 1000 Schlösser, Burgen, Paläste aus fünf Kontinenten vor. Angesichts der Fülle der Prachtbauten ist jedem Einzelnen nur ein kleiner aber kenntnisreicher Artikel gewidmet, der meist mit einer pikanten Hintergrundinformation gewürzt ist. Zuallererst ist das Buch jedoch ein Augenschmaus für jene, die vom Wohnzimmersessel aus eine Weltreise zu den schönsten Schlössern und Palästen der Welt machen wollen.
Burg und Schloss. Der Adelssitz im deutschsprachigen Raum
Mit dem Werk liegt eine Gesamtdarstellung des adligen Herrschaftssitzes im deutschsprachigen Raum vor, die den Versuch unternimmt die Trennung von Burg und Schloss aufzuheben und in eine Entwicklungsgeschichte der Architektur einzubetten. 1000 Jahre Baugeschichte werden in sechs chronologischen Kapiteln aufbereitet. Die Autoren widmen sich den Pfalzen und frühen Burgen (1000-1150), der klassischen Adelsburg (um 1150-1250), den Fürstenburgen und Niederadelssitzen (1250-1480) sowie den Schlössern des Barock und des Klassizismus. Auch die letzte Schlossbauphase im 19.Jahrhundert, die Burgen und Schlösser des Historismus hervorbrachte, wird thematisiert. Die Autoren folgen den zeittypischen Baumerkmalen und beschränken sich in ihrer Auswahl nicht auf die herausragenden Schlösser und Burgen, sondern geben auch unbekannten Bauten Raum. Abgerundet wird das Werk durch eine Einführung und ein Kapitel zur Erforschung von Adelssitzen, das sich mit der Funktionsvielfalt von Burgen als Wehrburg, Amts- und Wohnsitz auseinandersetzt. Zu bemängeln wäre, dass der Bau von Burgen und Schlössern stets als private Bautätigkeit eines Adeligen, nie als staatliche Repräsentationspflicht verstanden wird.
Zu Gast im Schloss. Übernachten in Schlössern, Burgen, Herrenhäusern und Klöstern in Deutschland
Wer schon mal davon geträumt hat eine Nacht oder ein Wochenende in einem Schloss zu verbringen, sollte einen Blick in den Reiseführer "Zu Gast im Schloss" werfen. Der reich illustrierte Führer bietet eine große Auswahl an herrschaftlichen Gebäuden, gelegen in herrlichen Parks, die Lust auf einen Besuch machen. Nach der Wiedervereinigung gingen vor allem im Osten Deutschlands viele Landsitze in den Besitz ihrer ehemaligen Eigentümer über, die ihre Anwesen, zu Hotels und Restaurants umbauten. Der Band zeigt detailliert die elegant ausgestatteten Zimmer, die Speisesäle und Foyers der Schlösser.
Die Herrinnen der Loire-Schlösser. Königinnen und Maitressen um den Lilienthron
Die Glanzzeit der Loire-Schlösser vom Ende des 14. bis zum Ende des 16. Jahrhunderts ist nicht zu trennen von ihren Bewohnerinnen, den Ehefrauen und Geliebten der Herrscher Frankreichs, die auf ihre Weise subtil die Geschicke des Landes lenkten. In Frankreich gewinnt in diesem Zeitraum die italienische Renaissance an Einfluss, was seine Wirkung auf das Menschenbild nicht verfehlt. Das Individuum wird entdeckt, und damit ändert sich auch die Rolle der Frau. Neben ihren Mutterpflichten findet sie Gelegenheit sich dem Lesen und Schreiben zu widmen. Und das noch meist vor ihrem königlichen Gatten. So sind es, laut Sylvia Jurewitz-Freischmidt, die Frauen, die in einen Diskurs mit Wissenschaftlern und Künstlern ihrer Zeit traten. Der Historikerin gelingt es, die Biographien der Frauen von Isabeau de Bavière, Agnes Sorel über Jeanne d'Arc und Anne de Bretagne bis zu Diane de Poitiers und Catherine de Medici mit der Geschichte der Schlösser zu verbinden.
Sabine Kaufmann, Stand vom 01.06.2009




