James Bond und die Physik
Es gibt scheinbar kaum etwas, was James Bond nicht kann. Der berühmteste Agent der Filmgeschichte entkommt hungrigen Krokodilen, stürzt sich auf Skiern ins Tal und springt mit einem Motorrad über einen Hubschrauber. Doch James Bond ist nicht nur ein hervorragender Agent im Dienste ihrer Majestät. Mithilfe der Kino-Kultfigur "007" lassen sich auch viele physikalische Gesetze anschaulich erklären. Das zeigt der Dortmunder Physik-Professor Metin Tolan anhand von drei Experimenten im Studio von Planet Wissen.
Geschüttelt, nicht gerührt (1'14'')
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Geschmack statt Alkohol
Warum trinkt James Bond seinen Martini eigentlich immer geschüttelt und nicht gerührt? Physiker Metin Tolan verrät, was die Größe der Geschmacksmoleküle im Martini mit der chronischen Zeitnot von 007 zu tun hat.
Der Physik-Professor spricht dabei auch vom "Paranuss-Effekt". Denn so wie im Müsli immer die größeren Teilchen, also die Nüsse, nach oben rutschen und die Haferflocken nach unten, senken sich die kleineren Alkohol-Moleküle im Cocktail nach unten. Oben bleiben die Geschmacksmoleküle. Das geht noch schneller, wenn man den Cocktail schüttelt, wie es der stets gehetzte Agent will.
Auto in Schieflage (6'12'')
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Stunt auf zwei Rädern
Können Autos wirklich auf zwei Rädern fahren, wie James Bond es macht? Angeblich soll dieser Stunt gar nicht so schwer sein. Im Physik-Experiment wird klar: Nicht Gut und Böse sind hier die entscheidenden Kräfte, sondern die Schwer- und die Zentrifugalkraft. Wenn beide Kräfte ausgeglichen sind, dann kann ein Auto auch auf zwei Rädern fahren, ohne auf den Boden zu kippen. Physik-Experte Metin Tolan macht das unter anderem anhand eines Kreisels deutlich.
Im freien Fall (5'00'')
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Bitte einsteigen!
Eine Szene aus dem Film "Golden Eye": Ein Flugzeug stürzt über eine Klippe, James Bond stürzt hinterher und schafft es, im freien Fall in das Flugzeug zu steigen. Doch geht das wirklich? Physik-Professor Metin Tolan zeigt, dass ein Mensch ein Flugzeug nur einholen kann, wenn er den Luftwiderstand optimal verringert. Mit einem Stück Papier und einer Kugel zeigt Tolan, wie die Luft dafür sorgt, dass die Kugel normalerweise schneller auf dem Boden ist als das Papier.
Außerdem wird klar: Die Flugkurven von Geheimagent und Flugzeug lassen sich ziemlich genau berechnen – aber auch die tödliche Aufprallgeschwindigkeit, mit der James Bond im echten Leben auf das Flugzeug treffen würde.
Klaus Nelißen, Stand vom 13.12.2011





