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Küssen ist gesund!

Es ist sooo schön! So ein leidenschaftlicher Kuss lässt uns alles um uns herum vergessen, es kribbelt im Bauch und die Knie werden weich. Ja, so ein Kuss hat eine außergewöhnliche Wirkung, das ist deutlich zu spüren. Aber nicht nur das. Natürlich sind längst auch Wissenschaftler dem Phänomen des Kusses auf der Spur - und konnten mit zahlreichen Studien zeigen: Küssen ist gesund.

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Kaum haben sich die Lippen zweier Liebenden berührt, werden über 100 Milliarden Nervenzellen angeregt, Botenstoffe ins Gehirn geleitet und ein regelrechter körpereigener Drogencocktail in Gang gesetzt. Neurotransmitter und Glückshormone wie zum Beispiel Serotonin, Adrenalin und Endorphine überfluten uns. Das Herz schlägt schneller, der Puls kommt in Fahrt Blutdruck und Körpertemperatur steigen - der ganze Körper wird durch das Küssen in einen positiven Stress versetzt.

Ein junges Paar küsst sich (Rechte: Mauritius)

Positiver Stress für den Körper

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Statistiken sagen, dass Menschen, die viel küssen, mehr Erfolg im Beruf und sogar weniger Unfälle im Straßenverkehr haben. Außerdem soll häufiges Küssen gut für die Haut sein. Es sorgt für eine gute Durchblutung, strafft die Haut und lässt uns länger jung aussehen. Rund 4000 Bakterien werden beim Küssen ausgetauscht, antimikrobielle Enzyme im Speichel sollen die Zähne vor Karies und Parodontose schützen, der Austausch von körpereigenen Botenstoffen, sogenannte Neuropeptiden, soll das Immunsystem stärken.

Außerdem macht Küssen schlank. Denn durch die Ausschüttung von Hormonen wird der Energiebedarf erhöht. So ein intimer Kuss kann bis zu zwölf Kalorien verbrauchen. Gibt es eine schönere “Diät“? Und - viel Küssen soll sogar das Leben verlängern! Angeblich kann der Mensch noch Monate danach von den positiven Effekten des Küssens zehren. Aber so lange sollte man nicht damit warten, oder?

Vier Sportler laufen nebeneinander in einem Park. (Rechte: dpa)

Wie beim Sport werden beim Sex Endorphine ausgeschüttet

Und wie gesund ist Sex?

Beim Sex beschleunigt sich unser Pulsschlag, die Durchblutung wird angeregt und der Körper wird intensiver mit Sauerstoff versorgt.

Beim Mann wird das Hormon Testosteron ausgeschüttet, das die Knochen stärkt, das Herz schützt und den Kreislauf kräftigt. Die gute Durchblutung der Geschlechtsorgane beim Sex kann sogar einer Prostataerkrankung vorbeugen. Wissenschaftler haben herausgefunden, dass Männer, die drei- bis viermal Sex in der Woche haben, seltener an Herzattacken und Gehirnschlag erkranken.

Bei der Frau wird beim Sex vermehrt das weibliche Hormon Östrogen ausgeschüttet, das die Frau jung hält und frischer erscheinen lässt. Außerdem verbessert dieses Hormon die Regenerationsfähigkeit der Hautzellen und schützt vor den zellschädigenden so genannten "Freien Radikalen". Häufiger Sex harmonisiert den weiblichen Hormonhaushalt, der Monatszyklus wird regelmäßiger, Menstruationsbeschwerden werden gelindert. Bei Arthritis, Kopfschmerzen und Rückenproblemen kann das Liebesspiel sogar schmerzlindernd wirken. Sexuell aktive Frauen bekommen seltener Osteoporose, ihr Bindegewebe wird stärker, sogar Cellulite und Krampfadern kann vorgebeugt werden.

Ein weiteres Sex-Hormon, das Prolektin, schützt vor Stress und entspannt. Sex verbessert die Leitfähigkeit der Nerven. Dadurch wird die Wahrnehmung gestärkt und der Körper kann sich gegen beginnende Störungen schneller wehren. Auch Vitamine werden bei regelmäßigem Geschlechtsverkehr besser ausgenutzt und umgesetzt.

Schließlich werden beim Sex - ähnlich wie beim Sport - Endorphine ausgeschüttet. Das sind regelrechte Glücklichmacher, die bis zu einem Tag vorhalten und locker und zufrieden machen.

Martina Peters, Stand vom 31.08.2011

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