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Liebeszeichen

Wer die Liebe farblich darstellen will, wählt fast immer die Farbe rot. Wer die Liebe mit Blumen ausdrücken will, wählt fast immer die Rose. Die rote Rose ist das Symbol für die Liebe. Auch wenn die Lieblingsfarbe des Beschenkten nicht rot ist, so könnte eine andere Farbe doch eine falsche Botschaft vermitteln: Eine gelbe Rose bedeutet Eifersucht, eine weiße Rose Sehnsucht, eine rosafarbene vorsichtige Liebelei und nur die rote Rose spricht von der Glut der Liebe.

Eine rote Rose auf einem hellglühenden Herzen aus Eis. (Rechte: dpa)

Eine rote Rose für die Liebste

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Die Rose

"Sub rosa" sprach man im Mittelalter, wenn man etwas im Geheimen sagen wollte. In Wirts- und in Rathäusern hingen früher Rosen über der Decke, damit niemand vergaß, dass er über das, was hier geredet wurde, Stillschweigen wahren sollte. Und was, wenn nicht die Liebe braucht die Verschwiegenheit? Deine "Rosenknospe", deine "Rosenlippen" umschreiben der Dichter die Schamlippen der Angebeteten, die wie "Rosenblätter" gleich "ihr Geheimnis umschließen". Schon im Altertum wurde die Liebesgöttin Venus/Aphrodite in vielen Geschichten mit der Rose in Verbindung gebracht. Auch später behielt die Rose ihre Symbolkraft. Der Rosenroman, der "Roman de la rose" wurde Ende des Mittelalters berühmt. In seinem ersten Teil beschreibt er die Liebe der höfischen Minne, der zweite Teil aber geht recht eindeutig auf die sexuelle Liebe ein, mit der Rose als ihr wiederkehrendes Symbol. Von der Rose als Symbol für Erotik zeugen noch heute Straßennamen wie "Rosengasse", "Rosenwinkel" oder "Rosengarten". Hierher verirrten sich die sogenannten "Rosengässler" auf der Suche nach käuflicher Liebe.

Floristin mit Blumenstrauß. (Rechte: dpa)

Ein Tag, der auch Floristen freut

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Der Valentinstag

Der Tag der Rosen ist heute der Valentinstag. Auch wenn die Deutschen das Fest erst vor wenigen Jahrzehnten aus Amerika übernommen haben, so hat der Valentinstag doch eine ziemlich lange Geschichte. Fast 2000 Jahre ist es nun schon her, dass Sankt Valentin im alten Rom heimlich Liebende getraut hat, die gegen den Willen ihrer Eltern oder der Gesellschaft heiraten wollten. Gut scheint es ihm allerdings nicht bekommen zu sein, denn Sankt Valentin starb am 14. Februar von der Hand seines Scharfrichters. Schon die Römer sollen am 14. Februar ihre Frauen mit Blumen beschenkt haben und aus dem späten Mittelalter gibt es Berichte, wonach der 14. Februar vor allem in Frankreich und England als Fest der jungen Liebenden gefeiert wurde. In Deutschland wurde der Valentinstag eigentlich erst seit den 50er Jahren des 20. Jahrhunderts auf dem Umweg über Amerika populär, in Japan gar erst seit den 80er Jahren. Dort sind es vor allem die Frauen, die den Männern etwas schenken.

Das Maibaum-Setzen

Wer es am 14. Februar wieder einmal verpasst hat, seiner Angebeteten einen kleinen Gruß oder einen großen Blumenstrauß zu schenken, für den bleibt immer noch der 1. Mai. So spät im Jahr reicht ein Blumenstrauß allerdings nicht mehr aus, jetzt muss schon ein ganzer Baum her, der Maibaum. Und auch dieser Brauch hat eine lange Geschichte. Schon die Römer feierten am 1. Mai zu Ehren von Maia, der Göttin des Wachstums und der Fruchtbarkeit. Nach ihr wurde der Monat Mai benannt und später auch der Maibaum, um den auch die Römer tanzten. Die Germanen feierten am 1. Mai die Hochzeit der Göttin Freia mit dem Himmelsgott Wotan, indem sie einen jungen Birkenstamm aufstellten, der die Fruchtbarkeit symbolisierte. Doch erst im späten Mittelalter begannen die jungen Männer die Bäume abzuschlagen, mit bunten Bändern zu schmücken und ihrer Auserwählten vor die Haustür zu stellen. Das wurde allerdings nicht gerne gesehen - weder von der Kirche, die solch unchristliches Brauchtum nicht dulden wollte, noch von den Waldbesitzern, die diesen Diebstahl bestraft wissen wollten. Doch je gefährlicher das Maibaum-Setzen wurde, desto heldenhafter erschienen die jungen Männer. Zeiten, die vorbei sind, kann man doch heutzutage in fast allen Ortschaften Maibäume kaufen.

Der größte herzförmige Diamant der Welt. (Rechte: dpa)

Millionenschwerer Liebesbeweis

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Der Diamant

Wer mit seinem Geschenk an die Liebste auf Nummer sicher gehen will, für den kann es schon etwas teurer werden, denn: "Diamonds are a girl's best friend" - das wusste nicht nur Marilyn Monroe. Schon im Altertum wurden dem Diamanten magische Kräfte zugeschrieben, doch erst sehr viel später wurde er zum Symbol der ewigen Liebe. Schuld daran sind seine Eigenschaften, die ihn nicht nur als Liebesboten wertvoll machen. Da der Diamant praktisch nicht zu zerstören ist, wird er auch in der Technik vielfältig eingesetzt. Aber erst geschliffen wirken sie richtig edel. Das Symbol für die unvergängliche Liebe lässt sich auf verschiedene Arten schleifen, unter anderem im so genannten Herz-Schliff.

Zwei Schwäne formen mit den Hälsen ein Herz. (Rechte: dpa)

Ein ganz besonderes Herz

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Das Herz

Damit wären wir bei dem wichtigsten Symbol der Liebe. Was will eine Liebende rote Rosen, Maibäume oder Diamanten? Erst wenn der Angebetete ihr sein Herz schenkt, wird sie seiner Liebe trauen können. Und für ihn ist es auch viel einfacher: keine Termine, die er beachten muss, keine Fehler in der Auswahl der Blumen, keine unnötigen Geldausgaben - nur ein Symbol, das alles bewirken kann.

Sine Maier-Bode, Stand vom 01.06.2009
Sendung: Liebe und Triebe - Was Paare zusammenhält, 28.03.2007

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Bildcollage zum Thema Liebe (Rechte: dpa)

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