• Zum Inhalt springen
  • Zur Hauptnavigation springen
  • Zur Themennavigation springen
  • Zum Suchfeld springen
Logo von Planet Wissen

Planet Wissen
Partnersuche

  • Hilfe
  • Kontakt
  • WDR
  • SWR
  • BR Alpha

Themennavigation

  • Natur Technik
  • Politik Geschichte
  • Kultur Medien
  • Länder Leute
  • Sport Freizeit
  • Alltag Gesundheit

Suche

Hauptnavigation

  • Startseite
  • Sendungskalender
  • Wissen interaktiv
  • Bildergalerien
  • Podcast
  • Kontakt
  • Newsletter
  • Hilfe
  • Impressum

Navigationspfad

Sie befinden sich hier:

  • Planet Wissen
  • Kultur & Medien
  • Liebe
  • Partnersuche

Partnersuche

"Wohlduftendes Stück Seife sucht Waschlappen zwecks gemeinsamen Schaumbades" oder wie Trude Herr schon sang: "Ich will keine Schokolade, ich will lieber einen Mann!". Nicht alle haben das Glück, den Partner fürs Leben quasi auf der Straße zu finden: Elf Millionen Singles sind in Deutschland auf Partnersuche - ein Bombengeschäft, vor allem für die großen Internetbörsen, die sich in den letzten Jahren etabliert haben. Doch so war es natürlich nicht immer.

Junger Mann umarmt eine Frau, die einen Strauß roter Rosen in der Hand hält. (Rechte: mauritius images)

Millionen Singels sind auf der Suche

Vergrößern

Mehr zum Artikel

Partnersuche
Video
Kuppelbräuche
Partnervermittlerin
Interview
Literatur & Co
Link-Tipps

Ehe als Macht- und Wirtschaftsfaktor

Die Ehe und Familie war früher vor allem eine Wirtschaftsgemeinschaft. Die Verbindung wurde meist von den Eltern arrangiert und nicht nach heutigen Maßstäben wie: Passen die beiden auch zusammen? Wird die Ehe auch halten? ausgewählt. Viel wichtiger war die Mitgift. Das Vermögen, das die Frau mit in die Ehe brachte, sollte in der Regel so hoch sein, dass die Frau durch ihre eigene Familie finanziert war und ohne die Familie des Mannes zu belasten, standesgemäß dort lebte. Bei reichen Herrschaften konnten das mehrere Jahresverdienste der Familie sein. Je höher die Mitgift, desto besser konnten die Eltern ihre Tochter also verheiraten. In Adelskreisen war die Ehe ein echter Machtfaktor, um das Herrschaftsgebiet zu vergrößern. Während die einfachen Leute zum Beispiel bei Tanzfesten auf Brautschau gingen, nutzte der Adel Bälle, um potenzielle Partner zu finden.

Ölgemälde von 1750 zeigt Robert Dashwood und seine Frau Anne Lewes (Rechte: AKG)

Mit dem Bürgertum änderte sich die Einstellung zur Ehe

Vergrößern

Der Einzug der romantischen Liebe

Dass Gefühle über so eine wichtige Sache wie die Ehe bestimmen sollten, war früher undenkbar - schließlich ging es ums Überleben. Erst als sich materieller Reichtum auch jenseits des Adels breitmachte und sich im 18. Jahrhundert das Bürgertum entwickelte, änderte sich die Einstellung zur Liebe in der Ehe. Die Töchter konnten immer mehr mitreden, wen sie heirateten. Und durch diesen Akt der Selbstbestimmung löste die Liebesheirat nach und nach die Vernunftehe ab. Doch damit kamen auch die Probleme, denn kann man leidenschaftliche Gefühle in einer Ehe institutionalisieren? Die Enttäuschungen sind vorprogrammiert und schlagen sich heute in hohen Scheidungsraten und Singlezahlen nieder.

Heiratsanzeige in einer Zeitung (Rechte: IMAGO)

Der traditionelle aber ungewöhnliche Weg

Vergrößern

Die Heiratsannonce

Für jeden Topf gibt es einen Deckel - doch manche finden ihn nicht über die konventionellen Wege. Schon im späten 17. Jahrhundert bediente man sich der Anzeigenblätter. Die erste überlieferte Heiratsanzeige stammt aus dem Jahr 1695. "Ein Herr von etwa 30 Jahren mit ansehnlichem Besitz sucht für die Ehe eine junge Dame mit einem Vermögen von ca. 3000 Pfund", schrieb ein Mann in Houghtons Wochenblatt. Die Mitgift genau zu beziffern gehörte dazu - übrigens bis ins 20. Jahrhundert hinein! Der Erste Weltkrieg und die folgende Inflation zwang das Bürgertum wirtschaftlich in die Knie, und die Mitgift wurde von der Aussteuer abgelöst, die vor allem aus Sachwerten für den neuen Haushalt bestand. Nun suchten auch Frauen per Heiratsannonce nach neuen Partnern, denn viele hatten ihre Männer im Krieg verloren.

ZDF heute Moderatorin Petra GERSTER bei Johannes B. Kerner (Rechte: dpa Picture-Alliance)

Berühmtes Beispiel: Petra Gerster

Vergrößern

Staatsbeamter sucht junge Frau

Einer Heiratsannonce verdanken wir einen bedeutenden Deutschen. Sie war im "Altgöttinger Liebfrauenboten" erschienen. Dort las im Sommer 1920 Maria Rieger folgende Anzeige: "Mittlerer Staatsbeamter, led., kath., 43 J. a. tadellose Vergangenheit, auf dem Lande, sucht sich m.e. gut kath., reinl. Mädchen, das gut kochen u. alle Hausarb. kann, auch im Nähen bewandert ist und Einrichtung besitzt, bald. zu verehelichen. Verm. erw., jedoch nicht Bedingung. Angebote wenn mögl. m. Bild a.d. Erp. d. Bl. (734)" Drei Monate später war Maria Rieger mit dem Suchenden verlobt: Es war der Gendarm Joseph Ratzinger. Als drittes Kind kam der heutige Papst Benedikt XVI. zur Welt. Auch andere prominente Paare fanden über die Annonce zueinander - beispielsweise die ZDF-Moderatorin Petra Gerster. Sie meldete sich Anfang der 80er Jahre auf eine Anzeige in der "Zeit“. Der Autor Christian Nürnberger hatte diese Anzeige geschrieben und dafür 1000 DM bezahlt, wie er in einem Interview berichtet hat. Zuerst haben die beiden wohl viele Wochen lang Briefe geschrieben und sich dann in Paris das erste Mal getroffen.

Das Internet revolutioniert die Partnersuche

Heute sind die seitenlangen Kontaktanzeigen in den Zeitungen auf wenige Spalten geschrumpft. Grund dafür ist das Internet, das seit der Mitte der 90er Jahre auch die Partnersuche revolutioniert hat. Heute gibt es Partnerbörsen im Internet für jeden Geschmack: regional orientierte, auf Akademiker oder Katholiken spezialisierte, für Landwirte, Homosexuelle - Börsen, die viel kosten, Börsen die wenig oder gar nichts kosten, Börsen für Leute, die eine lange Beziehung suchen oder nur einen Seitensprung. Bei den größten Internetportalen wird zunächst ein Persönlichkeitstest gemacht, der gut 30 Minuten dauern kann. Auf dieser Grundlage wird ein Persönlichkeitsprofil erstellt und mit anderen Bewerbern auf Übereinstimmung geprüft. Je besser zwei zusammenpassen könnten, desto mehr "Matching"-Punkte hat der andere. Kontakt aufzunehmen könnte sehr interessant sein, versprechen die Partneragenturen. Und manche finden so tatsächlich ihr Glück, andere dagegen sind über ein Jahr im Netz, ohne sich für jemanden entscheiden zu können.

Mann und Frau sitzen sich mit verbundenen Augen in einem Club gegenüber und unterhalten sich (Rechte: picture-alliance)

Immer mehr Ideen: "Dark Dating" in Berlin

Vergrößern

Speeddating

Forscher haben herausgefunden, dass das Unterbewusste nur wenige Minuten braucht, um zu entscheiden: Finde ich mein Gegenüber attraktiv oder nicht. Dem trägt eine neuere Mode der Partnersuche Rechnung: das Speeddating. Zu so einem Abend können sich eine bestimmte Anzahl von Männern und Frauen anmelden, die sich dann rotierend nacheinander kennenlernen und zwar in nur sieben Minuten. Danach macht man ein Kreuzchen, ob man denjenigen interessant fand und wieder treffen möchte oder nicht. Mit der Methode kann man an einem Abend viele potenzielle Partner kennenlernen. Allerdings ist diese kommerzialisierte Form der Partnersuche gar nicht so neu. Erfunden hat sie nämlich ein Rabbi aus Los Angeles, der damit die Eheschließungen in seiner Gemeinde erhöhen wollte.

Christiane Gorse, Stand vom 02.12.2009
Sendung: Geschichte der Partnervermittlung – Nachhilfe zum Lebensglück, 02.12.2009

Mehr zum Thema

Bildcollage zum Thema Liebe (Rechte: dpa)

Liebe


  • Partnerschaft
  • Freundschaft
  • Liebeslust
  • Liebesgeschichten
  • Liebeszeichen

nach oben

  • Seite empfehlen
  • Seite drucken
  • Impressum

URL dieser Seite: http://www.planet-wissen.de/kultur_medien/liebe/partnersuche/index.jsp

© WDR / SWR / BR-alpha 2012

WDR, SWR und BR-alpha sind nicht für die Inhalte fremder Seiten verantwortlich, die über einen Link erreicht werden.