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Blasinstrumente

Musiker, die mit Luft Töne machen, können weitaus mehr, als uns nur den "Marsch blasen". Spitzensolisten zeigen, dass die Welt der Blasinstrumente äußerst vielfältig ist. Von der Militärmusik über Klassik bis zum Jazz: Immer wieder haben neue Erfindungen der Instrumentenbauer die Musikstile beeinflusst. Doch es gibt auch Könner, die traditionelle Instrumente neu erfinden.

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Warum brauchen Trompeten Ventile? (3'31")
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Blechblasinstrumente nicht immer aus Blech

Die meisten Blechblasinstrumente wie Trompete, Posaune oder Tuba werden zwar aus Blech gefertigt. Aber es gibt auch traditionelle Vertreter dieser Gattung wie das Alphorn, das üblicherweise einschließlich Mundstück aus Holz besteht. Entscheidend ist die Klangerzeugung. Blechbläser pressen ihren Mund an das kesselförmige Mundstück und bringen so die Lippen durch mehr oder weniger starkes Anspannen zum Schwingen. Dadurch entsteht eine Folge vom Luftstößen, die in ins Innere des röhrenförmigen Instruments geleitet werden. Schwingen die Lippen langsam, ist der erzeugte Ton tief, schwingen die Lippen schnell ist der Ton hoch. Die Trompetenröhre mit dem Schalltrichter verstärkt den Klang.

Das Blechblasinstrument Trompete (Rechte: creativ collection)

Ohne Mundstück geht nichts

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Die Schlauchtrompete

Wer sich selber als Trompeter versuchen möchte, braucht nur ein Mundstück, ein Stück Gartenschlauch (Innendurchmesser zehn Millimeter, Länge zirka 160 Zentimeter) und einen Haushaltstrichter. Allerdings lassen sich auf der Schlauchtrompete nur bestimmte Töne, sogenannte Naturtöne spielen, das sind ganzzahlige Vielfache eines Grundtons.

Ursprünglich ohne Ventile

Genauso wie die Schlauchtrompete besaßen die frühen Trompeten noch keine Ventile. Die Melodien beruhten auf wenigen spielbaren Naturtönen. Im Mittelalter wurde die Trompete vorwiegend von fahrenden Spielleuten benutzt, um zusammen mit Schalmaien und Trommeln Tanzmusik zu machen. Erst in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts hielt die Trompete Einzug bei Hofe und diente neben der Unterhaltung vor allem als Signalinstrument bei repräsentativen Anlässen und im Kriegswesen.
Dank seiner Lautstärke war eine Verständigung über große Entfernungen möglich. So riefen Trompetensignale die Soldaten zum Angriff oder läuteten mit dem Zapfenstreich die Nachtruhe ein. Noch bis ins Barock musste die Trompete ohne Ventile auskommen. Sie hatte die Form eines konischen Rohres.

Ein Mann spielt das Musikinstrument Posaune (Rechte: Transparent)

Ein Ventil leitet die Luft um

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Mit Ventilen chromatisch

Erst in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts kamen findige Instrumentenbauer darauf, die Trompete mit verschieden langen gebogenen Rohren zu versehen, die sich durch Ventile umschalten lassen.
Drückt der Musiker ein Ventil, wird die Luft in eine Verlängerung geleitet. Durch die längere Luftsäule entsteht ein anderer Ton. Eine moderne Konzerttrompete hat normalerweise drei Ventile. Dadurch kann man chromatisch spielen, also alle Töne der zwölfstufigen Tonskala.

Auftritt der WDR Big Band mit Joe Zawinul in Leverkusen (Rechte: Peters-Jochum)

Auf die Mischung der Klangfarben kommt es an

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Sinfonieorchester und Bigband

Blechblasinstrumente mit ihrem strahlenden Klang sind in der Klassik ebenso gefragt wie im Jazz und in der Unterhaltungsmusik. Ob Sinfonieorchester oder Bigband, zum Hörerlebnis wird Musik erst im Zusammenspiel mit anderen Instrumenten, in der Mischung der Klangfarben. So verleiht die Kombination verschiedener Holz- und Blechblasinstrumente einer Bigband ihren typischen Sound.

Hans-Jürgen von der Burchard, Stand vom 31.03.2010

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