Wurde Mozart ermordet?
Wolfgang Amadeus Mozart starb am 5. Dezember 1791 in seiner Wiener Wohnung. Zwei Stunden vor seinem Ableben soll er noch bei Bewusstsein gewesen sein. Mozart starb in Anwesenheit seiner Frau Constanze, seiner Schwägerin sowie seines Arztes. 15 Tage hatte sein Todeskampf gedauert. Nach der Beschreibung der Krankheitssymptome wird heute ein rheumatisches Entzündungsfieber vermutet, ausgelöst durch eine Infektion mit Streptokokken. Mozart litt in seinen letzten Tagen an akutem Fieber und geschwollenen Gelenken. Vermutlich wurde er auch - dem damaligen Stand der Medizin entsprechend - völlig falsch behandelt, so dass er keine Chance auf Heilung hatte.
Gleich nach seinem Tod kamen Gerüchte über einen möglichen Giftmord auf. Mozart selbst soll in seinen letzten Tagen gesagt haben, dass er überzeugt war, vergiftet worden zu sein. Diese Theorie wurde später durch ein angebliches Geständnis des Komponisten Salieri untermauert. Er soll vor seinem eigenen Tod zugegeben haben, dass er Mozart vergiftet hat. Diese Geschichte wurde oft aufgegriffen und auch in dem erfolgreichen Kinofilm "Mozart" von Milos Forman verbreitet. Zudem tauchten über die Jahre weitere, immer sonderbarere Vermutungen über die Hintergründe seines Todes auf. Geschlechtskrankheiten, Vergiftung durch Quecksilber sowie weitere Mordtheorien mit anderen Tätern wurden verbreitet. Doch all dem widerspricht der von Mozarts Ärzten dokumentierte Verlauf seiner Krankheit.
Helmut Brasse, Stand vom 01.06.2009





