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Die Kora - Eine Harfe aus Westafrika

Ein besonderes Kennzeichen der Weltmusik ist die Verwendung von traditionellen Instrumenten. Ein typisches traditionelles Musikinstrument aus Westafrika ist die Kora, eine Arte Harfe. Sie besteht in der Regel aus einem halben Kürbis, der mit Kuhhaut bespannt ist. Auf diesem Klangkörper sitzt ein langer Steg mit den Saiten. Früher wurden die Seiten aus der Haut einer weiblichen Antilope hergstellt, heute sind sie zumeist aus Nylon.

Ein schwarzafrikanischer Musiker spielt mit geschlossenen Augen seine Kora. (Rechte: dpa)

Nur wenige beherrschen die Kora perfekt

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Das Instrument der Griots

Die Kora ist ein typisches Instrument der westafrikanischen Griots, der musikalischen Meister-Klasse in Mali, Senegal und Guinea. Die dickbauchige Harfe besitzt 21 bis 25 Saiten und gibt helle "perlende" Töne von sich. Das Instrument ist ein Symbol der Manding-Kultur (nach der gleichnamigen Sprachfamilie), die Westafrika südlich der Sahara dominiert. Es wurde früher vor allem an afrikanischen Königshöfen gespielt und ist heute wichtiger Bestandteil der populären Musik der Region.

Kenner unterscheiden zwei Stile, in denen die Kora gespielt wird: Einen westlichen Stil, der rhythmischer und perkussiver ist und als "heißer" gilt. Meist geben Männer den Ton an, während Frauen den Chorus singen. Und einen östlichen Stil, der langsamer und getragener ist und dadurch klassischer wirkt. Hier prägen meist Frauenstimmen den Solo-Gesang.

Frauen bereiten eine Mahlzeit zu, eine typische Landszene im Senegal. (Rechte: dpa)

Landleben im Senegal

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Die Manding-Kultur

Die Manding-Kultur gliedert sich traditionell in unterschiedliche Kasten und gesellschaftliche Gruppen, für die bestimmte Berufe typisch sind. An der Spitze stehen die Adligen, die sich als Abkömmlinge des legendären Königs Sunjata Keita aus dem 13. Jahrhundert und seiner Generale verstehen. Der Nachname Keita deutet bis heute auf eine höhere Herkunft.

Unter ihnen stehen die Jelis, die als Musiker Teil einer größeren Gruppe sind, zu denen auch Handwerker wie Schmiede und Lederschneider gehörten. Früher standen bestimmte Namen für bestimmte Berufe: Kanté etwa für Schmied, während Kouyaté meist exlusiv den Griot-Sängern vorbehalten war. Heute haben sich diese Grenzen aber weitgehend aufgelöst.

Zu den berühmtesten Kora-Spielern ihrer Zunft zählen heute Toumani Diabaté sowie sein Cousin Djeli Moussa Sissoko. Beide stammen aus Mali und haben auch schon gemeinsame Alben aufgenommen.

Andrea Oster, Stand vom 01.06.2009

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