Jüdische Gruppen zur Zeit Jesu
Die Zeloten
Die Zeloten waren jüdische Fundamentalisten, die mit Guerilla-Taktiken gegen die Römer operierten und mit Gewalt die Befreiung und die Herrschaft Gottes herbeiführen wollten – Jesus hat sich von ihnen distanziert.
Die Sadduzäer
Die Sadduzäer waren die jüdischen Tempelaristokraten, die erzkonservative jüdische Priesterkaste und Oberschicht, sozusagen der jüdische Klerus. Sie glauben nicht an ein Leben nach dem Tode. Jesus hat sich auch von ihnen distanziert.
Die Pharisäer
Die Pharisäer kamen aus der Mittelschicht. Sie waren Handwerker, Bauern, Kaufleute. Die Pharisäer achteten streng die jüdischen Gebote und Riten, waren aber progressiv, empfänglich für neue Ideen und oft der Anwalt der kleinen Leute. Sie glauben, dass die Seele unsterblich ist und nach seinem Tod die irdischen Taten vergolten bekommt. Jesus steht ihnen vermutlich näher. Das schlechte Image der Pharisäer (= Heuchler), das sich in der Bibel findet geht zurück auf antijüdische Haltungen der frühen Christen.
Die Essener
Die Essener waren eine eremitisch-monastische Bewegung, praktizierten eine streng asketische Lebensweise, sowie Gütergemeinschaft. Die Essener hatten bei Qumran ihren Sitz und glaubten sich als die Einzigen, die am Tage des jüngsten Gerichts gerettet würden.
Gregor Delvaux de Fenffe, Stand vom 10.04.2012
Sendung: Jesus von Nazareth - Ein Wanderprediger verändert die Welt!, 10.04.2012





