Literatur & Co.
Bücher
Buenos Aires. Ein Reisebegleiter
Der Reisebegleiter von Sieglinde Oehrlein über Buenos Aires ist kein gewöhnlicher Reiseführer. Die Autorin spürt literarischen Größen nach, die in der Stadt zu Hause waren oder Buenos Aires besucht haben. Tangolegende Carlos Gardel kommt genauso vor wie der Schriftsteller Antoine de Saint-Exupéry. Oehrlein erzählt ebenso zum Beispiel Geschichten aus dem weltberühmte Teatro Colón. Es geht in ihrem Buch eben nicht nur um Fakten. Praktisch: Zur Illustration gibt es Farbfotos und Stadtpläne.
Buenos Aires intensiv. Tango urbano - Stadt im Aufbruch
Heinz Peter Schwerfel arbeitet als freier Journalist und findet, dass Buenos Aires die spannendste Stadt Südamerikas ist - und das nicht nur, weil seine Ehefrau Argentinierin ist. Er mischt sich in seinem Buch mitten unter die Porteños, wie die Bewohner von Buenos Aires heißen. Er schreibt vom Taxifahrer genauso wie vom Psychotherapeuten, von der berühmten Plaza de Mayo genauso wie vom Traditionsfußballclub Boca Juniors aus Buenos Aires. Der Autor erzählt unterhaltsam und informativ. Er berichtet von Vergangenheit und Gegenwart der Metropole.
Resturlaub. Das Zweitbuch
Buenos Aires, betrachtet mit den Augen eines Neuankömmlings. Pitschi Greulich, die Hauptfigur des Romans von Tommy Jaud, flüchtet aus Franken vor seiner Freundin und eigentlich aus seinem kompletten alten Leben. In Buenos Aires schnuppert er Großstadtluft. Originell und amüsant erzählt der Autor, wie Pitschi die Stadt am Río de la Plata erlebt. Zum Beispiel wie er, einige Nerven lassend, die Avenida 9 de Julio überquert (die nach argentinischen Angaben breiteste Straße der Welt) oder wie ihm mehrfach die Schwäche der Porteños für ihre Psychologen begegnet.
Tango Argentino. Portrait eines Landes
Zehn Jahre lang wohnte und arbeitete Ingo Malcher als Korrespondent in der Hauptstadt Argentiniens. Sehr kenntnisreich und anschaulich erzählt er unter anderem aus den Cafés von Buenos Aires. Er lässt aber auch die Fußballleidenschaft der Porteños nicht aus - inklusive der gewalttätigen Ausschreitungen. Von den Anfängen und der Geschichte der Stadt berichtet er genauso wie über politische Entwicklungen des Landes. Malcher zeichnet in seinem Buch das Porträt eines Landes. Aber schnell wird klar: Buenos Aires ist einfach dessen Zentrum.
DVDs
12 Tangos. Adios Buenos Aires
Dreh- und Angelpunkt des Dokumentarfilms von Arne Birkenstock ist ein Tangoball mit Orchester in Buenos Aires. Erzählt werden Geschichten von mehreren Porteños in ihrer krisengeschüttelten Stadt. Im Mittelpunkt steht das Tangopaar Roberto Tonet - ein Senior, der in der Wirtschaftskrise von 2001 sein Geld verloren hat - und seine Tanzpartnerin Marcella. Sie bereitet sich auf ihre Auswanderung nach Europa vor. Der Film begleitet die beiden beim Tango, aber auch nach Hause. Der Regisseur kommt nah an die Menschen heran. Er zeichnet Lebensläufe nach, umrahmt oder vereint im Tango.
Martina Schuch, Stand vom 26.01.2010





