• Zum Inhalt springen
  • Zur Hauptnavigation springen
  • Zur Themennavigation springen
  • Zum Suchfeld springen
Logo von Planet Wissen

Planet Wissen
Vergnügungspark Tivoli

  • Hilfe
  • Kontakt
  • WDR
  • SWR
  • BR Alpha

Themennavigation

  • Natur Technik
  • Politik Geschichte
  • Kultur Medien
  • Länder Leute
  • Sport Freizeit
  • Alltag Gesundheit

Suche

Hauptnavigation

  • Startseite
  • Sendungskalender
  • Wissen interaktiv
  • Bildergalerien
  • Podcast
  • Kontakt
  • Newsletter
  • Hilfe
  • Impressum

Navigationspfad

Sie befinden sich hier:

  • Planet Wissen
  • Länder & Leute
  • Metropolen
  • Kopenhagen
  • Vergnügungspark Tivoli

Wieso heißt der Kopenhagener Vergnügungspark "Tivoli"?

Einer der berühmtesten Vergnügungsparks ist der Tivoli in Kopenhagen. Hier gibt es Jahrmarktatmosphäre mit Achterbahn, ein Riesenrad und ein 80 Meter hohes Kettenkarussell.

Der Betrachter schaut von unten in ein bunt bemaltes pilzartiges Kettenkarussell. (Rechte: Imago)

Das 80 Meter hohe Kettenkarussell in Kopenhagens Tivoli

Vergrößern

Mehr zum Artikel

Kopenhagen
Videos
Stadtteile
"Kleine Meerjungfrau"
Wahrzeichen
Vergnügungspark
Wieso heißt er "Tivoli"?
Die Deutschen und die Dänen
Dänemark - Königreich der 400 Inseln
Literatur & Co
Link-Tipps

Berühmt ist der Park vor allem wegen seiner künstlerischen Darbietungen. Hier spielt das Pantomimentheater "Pierrot und Colombine". Balletteusen zeigen ihre Künste und "fliegende Menschen" schweben in großer Szenerie. Im Musikpavillon treten berühmte Künstler aus dem Jazz- und Showbusiness auf. Klassische Symphonien erlebt der Besucher live. Für das leibliche Wohl sorgen nicht nur die Angebote der Fressbuden, sondern auch exzellente Feinschmeckerlokale. Rund 170 Jahre ist der Park nun alt. Seinen ehrwürdigen Charakter hat er behalten. Grelle Leuchtreklamen gibt es nicht. Für die abendliche Beleuchtung sorgen über 110.000 kleine Lampen. Sie spiegeln sich im Wasser und beleuchten die chinesische Pagode wie im Märchen. Der Kopenhagener Tivoli ist der älteste noch existierende Vergnügungspark weltweit.

Ein maurisch anmutender Palast mit zahlreichen zwiebelartigen Türmen. Davor eine Parkanlage mit illuminiertem Teich und einer Fontäne. (Rechte: AKG)

Der Konzertsaal im Tivoli um 1843

Vergrößern

Gründer des Tivoli ist Georg Carstensen. In den 40er Jahren des 19. Jahrhunderts entdeckt er damit in Dänemark eine Marktlücke. Die Zeiten sind unruhig in Europa. So fürchtet man auch hier Unruhen und Aufstände. Da kann der Unternehmer den damals 31- jährigen König Christian VIII. rasch mit seinen Worten für sein Vorhaben gewinnen: "Es wird nicht politisiert, wenn sich das Volk amüsiert." Der König überlässt ihm kurz entschlossen das ehemalige Militärgelände entlang der Stadtmauer mit der Genehmigung, dort einen Vergnügungspark zu bauen. Schon wenige Monate später, am 15. August 1843, wird der Park eröffnet. In der ersten Woche strömt jeder Zehnte der damals 120.000 Einwohner in die Märchenwelt des "Kopenhagener Tivoli und Vauxhall". Diesen Namen hat Carstensen von den gleichnamigen Vergnügungsparks in Paris und London übernommen. Aber weder die Pariser noch die Londoner hatten sich den Namen ausgedacht. Sie bezogen sich auf ein berühmtes antikes Vorbild: Tivoli, eine Stadt 30 Kilometer nordöstlich von Rom.

Für den Betrachter sichtbar ist ein halbrunder Säulengang, der einen halbrunden Wassergraben umschließt. Rechts im Bild: Ruinen auf einer kleinen Insel. (Rechte: dpa Picture-Alliance/Barone)

Teatro Massimo der Villa Adriana in Tivoli bei Rom

Vergrößern

Seit der Antike wird Tivoli wegen seiner schönen Lage geschätzt. Um 120 nach Christi Geburt, als Tivoli noch Tibur hieß, ließ der römische Kaiser Hadrian in der Nähe einen prächtigen Palast bauen, den größten, den je ein Kaiser errichtet hat: "Villa Adriana". Es sollte eine lustvolle Sommerresidenz werden. Auf dem rund 120 Hektar großen Gelände ließ er Miniaturen der Landschaften und Gebäude nachbauen, die er auf seinen Reisen nach Griechenland und Ägypten gesehen hatte. Es gab den Nachbau eines ägyptischen Kanals, einer Insel mit einer Villa, die durch Drehbrücken erreichbar war; ein griechisches Theater, ein Odeon für Musik- und Theateraufführungen, ein Stadion und eine Arena für Gladiatorenkämpfe. All das eingebettet in eine künstlerisch gestaltete Gartenanlage.

Über vier Stufen fließt Wasser in ein Becken, in dem ein steinernes Schiff als Fontäne dient. Im Hintergrund eine Hecke, über die zahlreiche Fontänen aus dahinterliegenden Wasserspielen spritzen. (Rechte: AKG/Bildarchiv Monheim)

Wasserspiele im Renaissance-Garten der Villa d'Este in Tivoli bei Rom

Vergrößern

Mehr als 1400 Jahre vergehen, als 1550 auch Kardinal Ippoliti II. d'Este, der gleichzeitig Stadthalter von Tivoli war, seine Liebe zur Gartenkunst entdeckte. Ein ehemaliges Kloster ließ er zu einem prächtigen Wohnsitz umgestalten, zur sogenannten Villa D'Este, und den abschüssigen Hang darunter zur kunstvollen Gartenanlage mit 500 Brunnen, Wasserspielen, Nymphen, Grotten und einer Wasserorgel. Die Villa Adriana gehört seit 1999 zum Weltkulturerbe der Unesco, Villa d'Este seit 2001.

Bärbel Heidenreich, Stand vom 17.03.2011
Sendung: Dänemark - Von der dänischen Südsee bis Grönland, 18.03.2011

Verwandte Themen bei Planet Wissen

Renaissance-Gärten

Der Artikel "Gärten als Spiegelbild des Zeitgeistes" erklärt, weshalb Gärten auf eine bestimmte Art und Weise in einer bestimmten Zeit gestaltet wurden. Ein Beispiel ist der Garten der Villa d'Este in Tivoli. Ein Bild der Gesamtanlage veranschaulicht das.

http://www.planet-wissen.de

Mehr zum Thema

Collage aus Atomium, Towerbridge, Eiffelturm und Wolkenkratzern. (Rechte: dpa/Mauritius)

Metropolen


  • Los Angeles
  • Kalkutta
  • Paris
  • Mexiko-Stadt
  • Madrid

Wissen interaktiv

Bildcollage zum Thema Experiment Ostsee (Rechte: WDR/SWR)

Ostsee

nach oben

  • Seite empfehlen
  • Seite drucken
  • Impressum

URL dieser Seite: http://www.planet-wissen.de/laender_leute/metropolen/kopenhagen/wissensfrage.jsp

© WDR / SWR / BR-alpha 2012

WDR, SWR und BR-alpha sind nicht für die Inhalte fremder Seiten verantwortlich, die über einen Link erreicht werden.