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Das Biosphärengebiet Schwäbische Alb

Ein Highlight der Region ist das Biosphärengebiet Schwäbische Alb, das 2009 die Aufnahme in den Kreis der weltweit bedeutendsten Kulturlandschaften durch die Unesco geschafft hat. Vielen noch bekannt als ehemaliger Truppenübungsplatz Münsingen, vereint sich heute auf der Mittleren Alb ein bedeutendes Unikat Naturlandschaft. Zwischen Schelklingen, Zweifalten, Reutlingen und Weilheim an der Teck liegt auf einem 850 Quadratkilometer großen Gebiet das einzige Biosphärengebiet in Baden-Württemberg und einer der spektakulärsten Naturräume der Welt. Mit der Anerkennung durch die Unesco soll die Verbesserung der wirtschaftlichen und sozialen Lebensbedingungen der Menschen mit den natürlichen Lebensgrundlagen in Einklang gebracht werden.

Wanderweg im Glastal auf der Schwäbischen Alb (Rechte: Mauritius)

Geopark Schwäbische Alb

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Besondere Landschaft

Die Karst- und Vulkanlandschaft führte bereits zum Titel "Geopark Schwäbische Alb". Hier kann man auf weiten Ebenen, in einsamen Landschaften geheimnisvolle Höhlen, Quellen und Krater, Felsen und Flüsse erdgeschichtlich erkunden und sieht einen Pflanzen- und Tierreichtum, der seinesgleichen sucht. Typisch für die Landschaft sind die Heiden voller Wacholderbüsche mit weidenden Schafen, die für den Erhalt dieser Kulturlandschaft sorgen. Neben zahlreichen unterschiedlichen Biotopen sind zum Beispiel diese Wacholderheiden und Magerwiesen besonders interessante Orchideenbiotope und nicht selten steht man plötzlich auf einer Wiese, dicht bewachsen mit Orchideen wie der zweiblättrigen Waldhyazinthe.

Eine typische Wacholderheide (Juniperus) bei Neresheim (Rechte: Mauritius)

Die Wachholderheide wird in traditioneller Weise gepflegt.

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Drei Schutzzonen

Wie alle Biosphärengebiete gliedert sich auch das Biosphärengebiet Schwäbische Alb in drei Schutzkategorien. In der Kernzone wird die Natur sich selbst überlassen und bietet somit auch Rückzugsraum für empfindliche Pflanzen- und Tierarten. In der Pflegezone wird die historisch gewachsene Kulturlandschaft wie die Wacholderheide oder Streuobstwiese in nachhaltiger und traditioneller Weise gepflegt. Die größte Zone ist die Entwicklungszone, in der modellhaft gelebt und gewirtschaftet wird. Ökonomische und soziale Lebensbedingungen werden im Einklang mit Umwelt- und Ressourcenschonung gefördert.

Sanfter Tourismus

Diese einzigartige Region bedeutet auch die weitere Förderung des Tourismus auf der Alb, ohne dass sich dabei Naturschutz und Tourismus in die Quere kommen. Das Interesse an dieser Natur soll geweckt werden, jedoch ohne Massentourismus zuzulassen, sondern durch Förderung des sanften Tourismus. Als Besucher soll man die Landschaft erleben können und gleichzeitig die Bedürfnisse der Landschaft achten. Dies geschieht durch ausgewiesene Wanderpfade oder auch Alb-Guides, die durch die Landschaft führen. Auf diese Weise erlebt die Alb einen Bekanntheitsgrad und Boom, der nicht zuletzt ihrer Nähe zum Ballungsraum Stuttgart zu verdanken ist, für die sie ein wertvolles Naherholungsgebiet darstellt.

Almut Röhrl, Stand vom 02.09.2010
Sendung: Naturland Schwäbische Alb - Von Steinzeitschätzen, Ritterburgen und Wacholderheiden, 02.09.2010

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Bildcollage zum Thema Mittelgebirge (Rechte: SWR)

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