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Geologie der Schwäbischen Alb

Erdgeschichtlich zählt die Schwäbische Alb zu den bedeutendsten Regionen Europas. Sie ist durchlöchert wie ein Schweizer Käse: Ein weit vernetztes Höhlensystem durchzieht in der höhlenreichsten Landschaft Deutschlands das Karstgebirge. Da sie aus Kalk aufgebaut ist, ist sie wasserlöslich. Das bedeutet: Das Wasser sucht sich seinen Weg und tritt als Karstquelle wieder hervor. So ist auch der Blautopf entstanden. Aufgrund dieser Verkarstung gab es immer einen Wassermangel, was letztendlich auch die dünne Besiedlung erklärt.

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Meteoriteneinschläge

Das Steinheimer Becken und das Nördlinger Ries entstanden durch Meteoriteneinschläge. Vor zirka 15 Millionen Jahren schlugen hier riesige Himmelskörper ein. Im Nördlinger Ries traf der größere der beiden Meteoriten auf. Seine Größe schätzt man auf einen Durchmesser von einem Kilometer. Er wurde im Bruchteil von Sekunden abgebremst, was zu einer gigantischen Katastrophe führte.

Teil der Nebelhöhle mit großen Stalagmiten rechts und links des Ganges. (Rechte: mauritius images)

Eine der bekanntesten Schauhöhlen: die Nebelhöhle

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Höhlen und Kunst

Viele Höhlen und Krater sind zu besichtigen, Nebel- oder Bärenhöhle sind die bekanntesten, es gibt aber noch zahlreiche weitere Schauhöhlen. Grabungen in Schichten vom schwarzen Jura bis zum weißen Jura brachten Steine und Fossilien hervor - sie sind Zeugen vergangenen Lebens und geben viel Aufschluss über die Entstehung unserer Erde, über Landschaften und vergangene Ereignisse. Die weltweit ältesten bekannten Musikinstrumente und Kunstwerke wurden auf der Alb gefunden, wie das Lonetalpferdchen, 32.000 Jahre alt, aus geschnitztem Mammutelfenbein, aus der Vogelherdhöhle bei Niederstotzingen.

Bernhard Hauff erklärt im Urweltmuseum Hauff in Holzmaden (Kreis Goeppingen) einem Schüler das Skelett eines Ichthyosauriers, der 7,80 Meter lang ist. Das von Hauffs gleichnamigen Grossvater 1936 gegrüendete und seitdem privat betriebene Museum stellt ein (Rechte: ddp)

Der Ichthyosaurier lebte einst im Jurameer

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Das Jurameer

Die Gesteine der Schwäbischen Alb zeigen, dass sich hier vor Millionen von Jahren ein Meer befand, in dem sich Meeressaurier wie der delphinähnliche Ichthyosaurier tummelten. Sie und viele andere Fische, Seelilien, Ammoniten und Belemniten findet man bei den Holzmadener Posidonienschiefern. Das Jurameer hat auch die typischen Jura-Zeugenberge geschaffen, geformte Kegel, wie man sie oft sieht - auf einem steht Burg Hohenzollern.

Landschaft an einem Flusslauf im Naturpark Obere Donau. (Rechte: mauritius images)

Landschaft mit geologischem Naturerbe: die Schwäbische Alb

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Geopark Schwäbische Alb

Aufgrund dieser Besonderheiten gehört die Schwäbische Alb zum Netzwerk nationaler, internationaler und Unesco-Geoparks. Das Gütesiegel "Geopark Schwäbische Alb" soll dem Besucher Landschaften mit geologischem Naturerbe, mit archäologischem, ökologischem, historischem und kulturellem Erbe bewusst machen. Der Geopark ist somit Lernstätte, Naturdenkmal und "Erlebnispark" gleichzeitig.
Durch Pfade, die man erwandern kann, erlebt man die Entwicklungsgeschichte der Erde und ihrer Bewohner. Man möchte das Interesse an dieser Natur durch sanften Tourismus wecken. Dabei werden die Bedürfnisse der Landschaft geachtet. Menschen aus der Region, die eine spezielle Ausbildung zum Kulturlandschaftsführer absolviert haben und als Alb-Guides Wanderungen, Rad- oder auch Bustouren anbieten, helfen bei der Erkundung dieser einzigartigen Region.

Almut Röhrl, Stand vom 02.09.2010
Sendung: Naturland Schwäbische Alb - Von Steinzeitschätzen, Ritterburgen und Wacholderheiden, 02.09.2010

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Bildcollage zum Thema Mittelgebirge (Rechte: SWR)

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