Wissensfrage
Das Nationalfest der Mongolen heißt Naadam und dauert vom 11. bis zum 13. Juli. Kleinere Naadams auf dem Lande werden aber den ganzen Sommer über gefeiert. Wichtigster Teil des Naadam-Festes sind die sportlichen Wettkämpfe - eine kleine Olympiade, die fast in jedem Winkel der Mongolei zu bestaunen ist. Die meisten Naadam-Turniere finden in der Hauptstadt Ulan Bator statt. Das mongolische Kräftemessen besteht aus drei Sportarten: Reiten, Ringen und Bogenschießen. Beim Reitwettbewerb treten ausschließlich Kinder an, darunter auch viele Mädchen: Über eine Distanz von bis zu 35 Kilometern reiten die Jockeys auf jungen Pferden, oft sogar ohne einen Sattel.
Beim Bogenschießen beteiligen sich auch viele Frauen
Bogenschießen ist die Sportart, bei der sich auch viele Frauen beteiligen. Die Teilnehmer zielen beim Bogenschießen allerdings nicht auf eine Scheibe, sondern auf Zylinder aus Leder, die in einer Linie am Boden aufgereiht sind. Der Ringkampf ist die Sportart, an der erwachsene Männer teilnehmen. In knappen Seidenschürzen und mit mächtigen Mongolenstiefeln ringen sie um den Sieg. Wer seinen Gegner erfolgreich in die Knie gezwungen hat, breitet seine Arme aus und lässt den Besiegten darunter hindurchlaufen – Adlertanz nennt sich dieses Ritual.
Claudia Heidenfelder, Stand vom 01.06.2009
Sendung: Mongolei - Zwischen Steppe und Stadt, 03.07.2007





