Mallorquinische Gärten
Blühende Gartenanlagen versus karge Topfpflanzen
Die üppigen Gartenanlagen sind aber nicht typisch mallorquinisch. Allein die Tatsache, dass sie täglich gewässert werden müssen, widerspricht der idealen Form eines mediterranen Gartens. Auf Mallorca herrscht in den Sommermonaten chronischer Wassermangel. Die scheinbar natürliche Blütenpracht der mallorquinischen Gärten ist nicht von Natur aus gegeben. Ursprünglich bestehen Gärten oder Höfe von Privathäusern auf Mallorca meist nicht aus viel mehr als ein paar Topfpflanzen im Hof.
Der neue mallorquinische Garten
Seit rund 20 Jahren haben die Hauseigentümer Mallorcas entdeckt, dass auch mit trockenresistenten Pflanzen schöne Gärten entstehen können. Der mallorquinische Gartenstil, wenn man ihn denn so nennen kann, basiert also auf Pflanzen, die ohne viel Wasser überleben. Genügsamkeit ist gefragt, alles andere wäre Wasserverschwendung. Aus der Not wird die Tugend. Der mediterrane Garten basiert auf Pflanzen, die mit wenig Wasser auskommen, wie Anemonen, Mastixsträucher oder Zypressen. Danach sind der Kreativität des Gärtners keine Grenzen mehr gesetzt. In zahlreichen privaten Gärten finden sich Obst-, Mandel- oder Ölbäume. Elemente der arabischen Gartenkunst, exotische Pflanzen oder Kakteenvariationen ergänzen diese. Was die Wasserzufuhr betrifft, so benötigen große, gekonnt angelegte Parks oft nicht viel mehr als die ursprünglich wenigen Pflanzen im Topf.
Andrea Schultens, Stand vom 01.06.2009




