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Mit dem Roten Blitz von Palma nach Sóller

Die Gegend um Sóller an der Westküste der Insel ist das bedeutendste Obstanbaugebiet Mallorcas. Orangen, Zitronen, Mandeln, aber auch Datteln, Aprikosen und Feigen gedeihen hier üppig. Im Jahre 1912 wurde eine faszinierende Eisenbahnstrecke in Betrieb genommen, vor allem um Zitrusfrüchte nach Palma zu transportieren. Inzwischen wird das Obst über die Straße befördert. Die liebevoll gepflegte Bahn ist jedoch eine Attraktion: Voller Touristen rumpelt der so genannte "Rote Blitz" durch Getreidefelder und Orangenhaine.

Ein eiserner bogenförmiger Schriftzug 'Ferrocarril de Soller' über einem Durchgang, dahinter Palmen und blauer Himmel. (Rechte: dpa)

Eingangsportal an der Placa Espanya in Palma

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Er kriecht entlang der Gebirgswände der Serra d'Alfàbia und durchquert auf der knapp 27 Kilometer langen Strecke insgesamt zwölf Tunnel. Das Abenteuer setzt sich mit einem Fotostopp auf freier Strecke fort. Wer will, kann in Sóller dann in eine pittoreske Straßenbahn aus dem Jahre 1913 umsteigen. Auch hier quietscht und klappert alles bis zur Endstation am Hafen von Sóller. Aus nostalgischen Gründen nutzen jährlich über eine Million Besucher die edlen, antiken Züge. Ein touristisches Vergnügen, welches sich auf jeden Fall lohnt! Ausgangsstation in Palma ist das ebenfalls schön altertümlich anmutende Bahnhofsgebäude aus Naturstein an der Plaça Espanya.

Sonnenuntergang über der kleinen Insel Sa Dragonera. (Rechte: Tobias Aufmkolk)

Die Insel Sa Dragonera ist ein Paradies für Vögel

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Wanderung zum Trappistenkloster Sa Trapa

Sant Elm an der westlichen Spitze Mallorcas lockt als Ausgangspunkt für eine schöne Wanderung über Cala Basset zur Ruine des Trappistenklosters Sa Trapa. Am Ausgangspunkt Sant Elm hat man fern von Vergnügungsangeboten einen entspannenden Blick über die Bucht, bewaldete Hänge und auf die Insel Dragonera. Von hier aus lohnt sich auch eine Bootstour zur Insel. Sie ist nur circa drei Quadratkilometer groß und Natur- und Vogelschutzgebiet. Wer mag, kann sich unterwegs in der umwerfenden Natur eine Pause gönnen oder sogar eine Badepause in einer kleinen Bucht einlegen. Der Wanderweg führt zunächst an der Küste entlang Richtung Norden. In Cala Basset lohnt es sich dann, vom ehemaligen Wachturm aus einen Blick auf die Küste und die gegenüberliegende Insel zu werfen. Nach einem kleinen Stück weiter gen Norden, geht es bald landeinwärts bis zu den restaurierten Gebäuden des einstigen Trappistenklosters Sa Trapa. Empfehlenswert ist eine Wanderkarte, da die Wegführung und -markierung nicht immer ganz einfach ist.

Mit tosendem Wind, salzhaltiger Luft und extremen Temperaturen scheint die Natur hier einen Härtetest bestehen zu müssen. Das Meer peitscht an die Felswände und Vögel ziehen ihre Kreise über dem karg bewachsenen Kalksteingebirge. Das raue Grundstück von Sa Trapa liegt versteckt hinter Bergen. Am Ziel angelangt ist der kreisrunde ehemalige Dreschplatz an der Abbruchkante der Felsen ein hervorragender Aussichtspunkt. Die Abtei Sa Trapa wurde 1810 von französischen Trappisten errichtet. Sie verfügt über riesige Ländereien mit Terrassenanlagen. Seit die Mönche 1935 das Tal verließen, ist es unbewohnt. Um es vor Bebauung zu retten, kaufte 1980 die Umweltorganisation GOB (Grup Balear d´Ornitologia i Defensa de la Naturalesa) die Ruine, heute steht das gesamte Tal unter Naturschutz. Neben den Resten der Klosterkapelle können auch ehemalige Mönchszellen und eine von Zugtieren betriebene Mühle besichtigt werden. Von Sa Trapa zurück kann man den etwas längeren Karrenweg zurück zur Landstraße nehmen. Obwohl er ein wenig ansteigt, ist der Weg insgesamt leichter.

Andrea Schultens, Stand vom 14.12.2006

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